Wissenschaftliche Studie, 2003
16 Seiten, Note: 1,0
Diese Projektstudie untersucht den Moscheekonflikt in Wächtersbach im Kontext der Perzeptionsgeographie und analysiert die Entstehung von Raumentscheidungen in Bezug auf die Moschee als soziale Institution.
Die Einleitung führt in das Thema „Moscheen in Mainz“ ein und erläutert den Ansatz der Perzeptionsgeographie. Im zweiten Kapitel werden die Stadtentwicklung und die Einwohnerzahl von Wächtersbach dargestellt. Das dritte Kapitel bietet eine chronologische Darstellung des Moscheenkonflikts von 1991 bis 2002. Es zeigt die Entwicklung von der ersten Nutzung der „Alten Schule“ durch den türkisch-islamischen Kulturverein bis zum Kompromiss über den Bau eines Gebetshauses im Industriegebiet. Das vierte Kapitel beleuchtet die Instrumentalisierung des Moscheethemas auf kommunalpolitischer Ebene und analysiert die Haltung der einzelnen Parteien im Konflikt. Das fünfte Kapitel fasst die Ergebnisse des Konflikts zusammen und diskutiert die Bedeutung von interdisziplinärem Denken in der Erfassung der komplexen Problematik.
Die Studie beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen Moscheen, Konflikt, Perzeptionsgeographie, Raumentscheidungen, Stadtentwicklung, Einwohnerzahl, Ausländeranteil, politischer Diskurs, Integration, Kompromiss.
Die Perzeptionsgeographie untersucht, wie Räume wahrgenommen werden und wie auf dieser Basis politische und soziale Raumentscheidungen entstehen.
Es handelte sich um eine Auseinandersetzung über den Bau und die Standortwahl eines islamischen Kulturzentrums bzw. einer Moschee, die über ein Jahrzehnt (1991–2002) andauerte.
Das Thema „Moschee“ wurde auf kommunalpolitischer Bühne instrumentalisiert, wobei die Haltungen der Parteien den Diskurs über Integration und Stadtbild prägten.
Nach langen Verhandlungen wurde ein Kompromiss erzielt, der den Bau eines Gebetshauses in einem Industriegebiet vorsah.
Neben rein geographischen Faktoren spielen politische Interessen, soziale Wahrnehmungen der Akteure und der öffentliche Diskurs eine entscheidende Rolle.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

