Diplomarbeit, 2007
146 Seiten, Note: 1,0
1. Forschungsfragen und Forschungsziele
1.1. Forschungsfragen
1.2. Forschungsziele
1.3. Arbeitshypothesen
1.3.1. Hypothesen auf der Ebene der objektiven Qualitäten
1.3.2. Hypothesen auf der Ebene der subjektiven Anforderungsprofile
1.4. Definitorische Grundlagen
1.4.1. Büro – Büroimmobilie
1.4.2. Bürofläche
1.4.3. Immobilie als Wirtschaftsgut
1.4.4. Immobilienmarkt
1.5. Der Büromarkt Stuttgart als beispielhaftes Anwendungsgebiet
2. Stand der Forschung
2.1. Handlungstheorie
2.1.1. Grundzüge der Handlungstheorie
2.1.2. Der Büromarkt aus handlungstheoretischer Sicht
2.1.3. Anwendung der Handlungstheorie im Rahmen der Arbeit
2.2. Bürostandortforschung in der Geographie und verwandten Disziplinen
2.2.1. Erklärungsmodelle der Standortwahl von Bürobetrieben
2.2.1.1. Der funktionale Ansatz
2.2.1.2. Der organisatorische Ansatz
2.2.1.3. Der historisch-genetische Ansatz
2.2.1.4. Der Lebenszyklus-Ansatz
2.2.1.5. Entscheidungstheoretischer oder behavioristischer Ansatz
2.2.1.6. Aktionsräumlicher Ansatz
2.2.1.7. Kommunikationstheoretischer Ansatz
2.2.2. Fazit aus der Betrachtung der theoretischen Erklärungsmodelle
2.2.3. Anwendung der Bürostandorttheorien im Rahmen der Arbeit
2.3. Einflussfaktoren für Bürostandortentscheidungen
2.4. Quantitative Standortbewertungsmethoden
2.4.1. A-Class, B-Class, C-Class - Qualitäts-Notationen der Immobilienwirtschaft
2.4.2. Rating und Immobilienrating
2.4.2.1. Rating in der Immobilienwirtschaft
2.4.2.2. Immobilienrating in Deutschland
2.4.3. Scoring – Bewertung eines Objekts
2.4.3.1. Checklisten-Methode
2.4.3.2. Rangreiheverfahren
2.4.3.3. Nutzwertanalyse
3. Methodisches Vorgehen
3.1. Quantitative versus qualitative Sozialforschung
3.2. Begründung und Vorstellung des angewandten Methodenmix
4. Scoring-System zur Bewertung großer Büroimmobilienbestände
4.1. Anforderungen an das Scoring-System
4.2. Vorüberlegungen zur Erstellung des Scoring-Systems
4.3. Systematik des Scoring-Systems
4.3.1. Kriteriengruppen – Einflüsse auf die Immobilie
4.3.2. Aufbau des Scoring-Systems
4.3.2.1. Gewichtungen
4.3.2.2. Vom Indikator zum Scoring
4.3.2.3. Meßskala
4.4. Markt
4.4.1. Nationale Merkmale
4.4.1.1. Systematik der Attribute und Indikatoren
4.4.1.2. Büroimmobilienmarkt national
4.4.1.3. Wirtschaftliche Entwicklung national
4.4.1.4. Soziodemographische Entwicklung national
4.4.1.5. Politische, rechtliche Bedingungen
4.4.2. Regionale Merkmale
4.4.2.1. Systematik der Attribute und Indikatoren
4.4.2.2. Büroimmobilienmarkt regional
4.4.2.3. Wirtschaftliche Entwicklung regional
4.4.2.4. Soziodemographische Entwicklung regional
4.4.3. Fazit des Markt-Scorings
4.5. Standort
4.5.1. Verkehrsanbindung / Infrastruktur
4.5.1.1. Systematik der Attribute und Indikatoren
4.5.1.2. Qualität der Verkehrsanbindung
4.5.1.3. Qualität der Infrastruktur
4.5.2. Image / Konkurrenz
4.5.2.1. Systematik der Attribute und Indikatoren
4.5.2.2. Image des Teilraums
4.5.2.3. Konkurrenzsituation
4.6. Objekt
4.6.1. Gebäudeansicht
4.6.1.1. Systematik der Attribute und Indikatoren
4.6.1.2. Wirkung der Büroimmobilie
4.6.1.3. Gebäudeeigenschaften
4.6.2. Gebäudeausstattung
4.6.2.1. Systematik der Attribute und Indikatoren
4.6.2.2. Flexibilität
4.6.2.3. Technische Ausstattung
4.7. Schwächen des Scoring-Systems
4.7.1. Nichtberücksichtigung der Einmaligkeit einer Immobilie
4.7.2. Gefahr der Subjektivität
5. Anwendung des Scoring-Systems am Stuttgarter Büroimmobilienmarkt
5.1. Bewertung der Büroimmobilien nach vorhandener Datentiefe
5.2. Bewertung der Stuttgarter Büroimmobilienstandorte
5.2.1. Verkehrsanbindung / Infrastruktur
5.2.2. Image / Konkurrenz
5.2.3. Fazit – Bewertung der Standorte
5.3. Bewertung der Stuttgarter Büroimmobilien
5.3.1. Gebäudeansicht
5.3.2. Gebäudeausstattung
5.3.3. Fazit – Bewertung der Objekte
5.4. Ergebnisse aus dem Scoring der Stuttgarter Büroimmobilien
6. Modellierung der Mietergruppen und ihrer typischen Mietgesuche
6.1. Hochwertige Beratungsunternehmen
6.2. Geeignete Büroimmobilien für hochwertige Berater in Stuttgart
6.3. IT-Unternehmen
6.4. Geeignete Büroimmobilien für IT-Unternehmen in Stuttgart
6.5. Fazit aus der Modellierung der Mietergruppen
7. Objektiv gut bewertet! - Auch passend für Nutzeransprüche?
7.1. Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse
7.2. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob mit Hilfe relativ weniger Informationen die Qualität von Büroimmobilien objektiv bewertet werden kann, insbesondere unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen objektiven Gebäudequalitäten und subjektiven Anforderungsprofilen typischer Mietergruppen am Beispiel des Büromarkts Stuttgart.
1. Forschungsfragen und Forschungsziele
Die Ökonomisierung der Immobilie basiert auf einer langen, hauptsächlich angelsächsischen Tradition. In Deutschland war der Umgang mit Immobilien lange Zeit jedoch von hohen Eigennutzerquoten und versteinertem Kapital geprägt. Seit Mitte der 80er Jahre hat sich auch hierzulande die Erkenntnis durchgesetzt, Immobilien nicht mehr nur als „Vier Wände und ein Dach“ zu begreifen, sondern ihre volkswirtschaftliche Dimension und ihre forschungsrelevante Bedeutung herauszuarbeiten. Der Immobilienmarkt, der eine der wesentlichen Bestimmungsgrößen jeder Marktwirtschaft ist, ist sehr viel komplexer, als es auf den ersten Blick zu scheinen mag.
Die vorliegende Arbeit befindet sich also im Spannungs- und Überlappungsfeld mehrerer wissenschaftlicher Disziplinen und ist in etwa gleichen Teilen der geographischen Bürostandortforschung sowie der Immobilienökonomie zuzurechnen. Primäres Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden, ob mit Hilfe relativ weniger Informationen Aussagen über die Qualität von Büroimmobilien getroffen werden können, die insbesondere für Eigentümer und Mieter von Büroimmobilien von entscheidender Bedeutung sind. Zusätzlich gilt es zu überprüfen, wie die Wechselwirkungen zwischen den objektiven Qualitäten einer Büroimmobilie und den subjektiven Anforderungsprofilen typischer Mietergruppen ausgeprägt sind.
1. Forschungsfragen und Forschungsziele: Einführung in die ökonomische Bedeutung von Immobilien sowie Definition des Ziels, die Qualität von Bürobeständen durch ein neues Bewertungssystem messbar zu machen.
2. Stand der Forschung: Darstellung theoretischer Grundlagen wie der Handlungstheorie und Bürostandorttheorien sowie Diskussion gängiger quantitativer Bewertungsansätze (Rating/Scoring).
3. Methodisches Vorgehen: Begründung des gewählten Methodenmix aus E-Mail-Befragungen, Sekundärdatenanalyse, GIS-gestützten Berechnungen und qualitativen Experteninterviews.
4. Scoring-System zur Bewertung großer Büroimmobilienbestände: Detaillierte Herleitung des Scoring-Systems, seiner Kriteriengruppen (Markt, Standort, Objekt) und deren Operationalisierung durch gewichtete Indikatoren.
5. Anwendung des Scoring-Systems am Stuttgarter Büroimmobilienmarkt: Empirische Umsetzung des Modells für das Stadtgebiet Stuttgart mit Auswertung der Standortqualitäten und Gebäudeansichten.
6. Modellierung der Mietergruppen und ihrer typischen Mietgesuche: Identifikation und Detaillierung von Suchprofilen für hochwertige Beratungsunternehmen und IT-Unternehmen.
7. Objektiv gut bewertet! - Auch passend für Nutzeransprüche?: Zusammenfassung der Ergebnisse und Überprüfung der zentralen Arbeitshypothese zur Diskrepanz zwischen objektiver Qualität und subjektiven Nutzeranforderungen.
Büroimmobilien, Standortbewertung, Scoring-System, Büromarkt Stuttgart, Immobilienökonomie, Standortfaktoren, Bürostandortforschung, Nutzeranforderungen, Immobilienrating, Büroflächen, Standortqualität, Infrastruktur, Geoinformationstechnologie, Mietergruppen, Nutzwerkanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung eines Scoring-Systems, um die Qualität großer Büroimmobilienbestände objektiv messbar zu machen.
Die zentralen Themen sind die geographische Bürostandortforschung, die Immobilienökonomie sowie quantitative Methoden zur Standortbewertung.
Das Ziel ist herauszufinden, ob mit relativ wenigen, aber fundierten Informationen Aussagen über die Qualität von Büroimmobilien getroffen werden können, die für Eigentümer und Mieter relevant sind.
Der Autor verwendet einen Methodenmix, bestehend aus einer umfassenden Sekundärdatenanalyse, GIS-gestützten Berechnungen, einer E-Mail-Befragung sowie qualitativen Experteninterviews mit Immobilienmaklern und Projektentwicklern.
Im Hauptteil wird das Scoring-System systematisch entwickelt, auf den Stuttgarter Büromarkt angewendet und mit der Modellierung spezifischer Mietergruppen (Beratung, IT) verknüpft.
Wichtige Begriffe sind Scoring-System, Büroimmobilien, Standortbewertung, Büromarkt Stuttgart, Immobilienökonomie und Nutzeranforderungen.
Das System ist darauf ausgelegt, mit geringerem Aufwand ganze Bestände (über 2.000 Einheiten) zu bewerten, anstatt nur einzelne Objekte individuell und zeitintensiv zu analysieren.
Stuttgart dient als beispielhaftes Anwendungsgebiet, da für dieses Stadtgebiet eine fundierte Büroflächenbestandsaufnahme vorliegt und der Markt durch eine hohe Transparenz gekennzeichnet ist.
Die zentrale Hypothese, dass objektive Qualitäten von Büroimmobilien nicht zwangsläufig mit den subjektiven Anforderungsprofilen der Mieter übereinstimmen, konnte qualitativ verifiziert werden.
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