Bachelorarbeit, 2007
54 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definition des Begriffes „Amerikanität“
3. Analyse
3.1. Amerikanität der Hauptfiguren
3.1.1. Jack Waterman
3.1.2. Pitsémine
3.1.3. Théo
3.1.4. Der Volkswagen
3.2. Orte der Amerikanität
3.2.1. Etappen der Suche nach Théo
3.2.2. Orte der Erinnerung an die indianische Geschichte
3.2.3. POULINs Orte der Amerikanität
3.3. Amerikanität in der Literatur des Romans
3.4. Beitrag weiterer Personen zur Amerikanität des Romans
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der „Amerikanität“ in Jacques Poulins Roman Volkswagen Blues und analysiert, wie die Protagonisten durch eine Reise quer durch den nordamerikanischen Kontinent ihre Identität hinterfragen und neu definieren. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit die Suche nach Freiheit, Glück und den eigenen Wurzeln in einem durch den American Dream geprägten Kontext zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen frankokanadischen Identität führt.
3.1.1. Jack Waterman
Verallgemeinernd formuliert LAPOINTE, dass „le personnage principal chez POULIN n'est pas un homme heureux. Sa quiétude, son apparente disponibilité ne doivent pas nous tromper. Sa passivité, son manque d'agressivité, sa douceur (fausse) sont le signe, nous prévient-il, qu'il a du mal à vivre (VB, p. 211)“ 33. Jack Waterman, Hauptfigur des Romans Volkswagen Blues, passt bis ins Detail in diese Reihe. „Jack Waterman n’était pas très content de lui même et tant qu’écrivain. D’une manière générale il ne s’aimait pas beaucoup (il se trouvait trop maigre et trop vieux et trop renfermé)“ 34 . Zudem sieht er sich selbst weit entfernt von dem Ideal eines Schriftstellers. Dieser sei in der Lage auch nach einer langen Schaffenspause, einen Roman in einem Zug zu schreiben, wobei er nichts um sich herum mehr wahrnimmt:
„Les idées se bousculent dans sa tête, elles arrivent de plus en plus vite et il se demande s’il sera capable de suivre le rythme […] Les mots et les phrases arrivent facilement et la source paraît inépuisable […] il écrit comme un fou, comme un maniaque“ 35.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der „Amerikanität“ innerhalb der frankokanadischen Identität ein und stellt Jacques Poulin als zentralen Autor dieses Themenfeldes vor.
2. Definition des Begriffes „Amerikanität“: Hier wird der theoretische Rahmen erarbeitet, wobei Amerikanität als dynamisches Konzept zwischen kultureller Identität, dem American Dream und kollektivem Gedächtnis verstanden wird.
3. Analyse: Das Kernkapitel untersucht die Identitätsentwicklung der Hauptfiguren, die Bedeutung der bereisten Orte sowie die Rolle der Literatur und weiterer Begegnungen für das Verständnis einer amerikanischen Identität.
Amerikanität, Volkswagen Blues, Jacques Poulin, Identitätsfindung, Frankokanadier, American Dream, Intertextualität, Road Novel, Québec, Literaturwissenschaft, kollektives Gedächtnis, Jack Waterman, Pitsémine, Nordamerika, Identitätskrise.
Die Arbeit analysiert das Konzept der „Amerikanität“ im Roman Volkswagen Blues von Jacques Poulin und beleuchtet, wie die Identität der frankokanadischen Hauptfiguren durch eine Reise durch Nordamerika geprägt wird.
Die zentralen Themen umfassen die Suche nach Identität, den Einfluss des „American Dream“, die Bedeutung von Erinnerungsorten und die Rolle der Intertextualität im Roman.
Das Ziel ist es, zu zeigen, dass die Hauptfiguren durch ihre Odyssee und die damit verbundenen Erfahrungen eine kritische Auseinandersetzung mit US-amerikanischen Werten führen und letztlich zu einem neuen Selbstverständnis gelangen.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Romans in den Kontext postkolonialer und identitätstheoretischer Diskurse einbettet und mit Sekundärliteratur zur „Amerikanität“ stützt.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Entwicklung der Figuren (Jack, Pitsémine, Théo), die symbolische Bedeutung des Volkswagens, die bereisten Orte sowie die intertextuellen Verweise auf andere Autoren und historische Ereignisse.
Wichtige Begriffe sind Amerikanität, Identitätsfindung, Frankokanadier, American Dream, Road Novel und Intertextualität.
Der Volkswagen fungiert nicht nur als Transportmittel, sondern als „kleines Amerika“ und mobiler Rückzugsort, der die Gegensätze zwischen der nomadischen Suche und der sesshaften Identität in sich vereint.
Jack beginnt als ein von Idealvorstellungen und Heldenmythen gelenkter Mensch, der durch die Reise und das Zerplatzen dieser Illusionen eine persönliche Reifung erfährt und sich schließlich mit der Realität aussöhnt.
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