Diplomarbeit, 2005
122 Seiten, Note: 1,6
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Wohlstand eines Staates und dessen Korruptionsverhalten.
Die Einleitung stellt die Problematik von Korruption am Beispiel aktueller Skandale dar und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.
Das erste Kapitel bietet einen theoretischen Einblick in die allgemeine Korruptionsforschung und stellt verschiedene Definitionen und Formen politischer Korruption dar. Es wird auf die Mechanismen individuellen Korruptionsverhaltens und die Institutionalisierung des Phänomens eingegangen, sowie wichtige Ursachen und Konsequenzen von Korruption aus politikwissenschaftlicher, ökonomischer und soziologischer Perspektive dargestellt.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Messung von Korruption. Der Corruption Perceptions Index (CPI) wird als relevanteste Art der internationalen Messung präsentiert und dessen methodische Stärken und Schwächen analysiert. Es wird die Verteilung der Staaten im CPI betrachtet und der Zusammenhang zwischen Wohlstand und Korruptionsniveau mittels einer Regressionsanalyse untersucht.
Das dritte Kapitel widmet sich der Einzelfallanalyse Chiles und untersucht die Gründe für das niedrige Korruptionsniveau des Landes trotz vergleichsweise niedrigem Wohlstand. Es werden die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Chiles im Vergleich zum restlichen Südamerika dargestellt.
Das vierte Kapitel fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen und zeigt die Relevanz des chilenischen Beispiels für andere Länder mit hoher Korruption auf. Es werden die Wichtigkeit von demokratischen Reformen, die Stärkung der Institutionen und die Sensibilisierung der Gesellschaft für die Folgen von Korruption betont.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Korruption, Wohlstand, Corruption Perceptions Index (CPI), Regressionsanalyse, Einzelfallanalyse, Chile, Südamerika, Politikwissenschaft, Ökonomie, Soziologie, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Medienfreiheit, Zivilgesellschaft, Wirtschaftsethik.
Die Arbeit untersucht mittels Regressionsanalyse den statistischen Zusammenhang zwischen dem Bruttoinlandsprodukt eines Staates und seinem Korruptionsniveau laut Corruption Perceptions Index (CPI).
Der CPI ist ein Instrument von Transparency International, das die wahrgenommene Korruption im öffentlichen Sektor von Ländern weltweit misst und vergleicht.
Trotz eines vergleichsweise niedrigeren Wohlstands weist Chile ein sehr geringes Korruptionsniveau auf, was auf starke Institutionen, Medienfreiheit und eine ausgeprägte Wirtschaftsethik zurückgeführt wird.
Dies ist ein Modell zur Erklärung individuellen Korruptionsverhaltens, bei dem ein Agent (z. B. Beamter) seinen Spielraum nutzt, um auf Kosten des Prinzipals (z. B. Staat/Bevölkerung) eigene Vorteile zu erlangen.
Korruption führt zu wirtschaftlicher Ineffizienz, sozialer Ungerechtigkeit und untergräbt das Vertrauen in demokratische und rechtsstaatliche Institutionen.
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