Diplomarbeit, 2006
63 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
2.1. Geschichte des Störungsbildes und Begriffsentwicklung
2.2. Symptombeschreibung und Klassifikation
2.3. Komorbidität
2.4. Prävalenz
3. Ätiologie
3.1. Biologische Faktoren
3.2. Psychosoziale Faktoren
4. Besonderheiten einer ADHS in den Entwicklungsphasen
4.1. Säuglings- und Kleinkindalter
4.2. Kindergarten- und Vorschulalter
4.3. Grundschulalter
4.4. Jugendalter
4.5. Erwachsenenalter
5. Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten
5.1. Diagnostische Vorgehensweise bei ADHS
5.2. Behandlungsmöglichkeiten
5.2.1 Medikamentöse Therapie
5.2.2 Psychotherapie
5.2.3 Multimodaler Behandlungsansatz
5.2.4 Weitere Maßnahmen
6. Möglichkeiten der Prävention
7. Schluss
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen aktuellen Überblick über den Forschungsstand sowie das praktische Vorgehen bei der Diagnose und Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu geben und somit einen Beitrag zur Versachlichung der öffentlichen Debatte zu leisten.
2.1. Geschichte des Störungsbildes und Begriffsentwicklung
Das Erscheinungsbild der ADHS ist nicht neu. Der Frankfurter Psychiater Heinrich Hoffmann hat bereits 1845 diesen Kindern, in der Gestalt des „Zappel-Philipps“ in seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“, ein Denkmal gesetzt. Er beschreibt die noch heute aktuellen Charakteristika dieser Störung.
»Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will?« Also sprach in ernstem Ton der Papa zu seinem Sohn, und die Mutter blickte stumm auf dem ganzen Tisch herum. Doch der Philipp hörte nicht, was zu ihm der Vater spricht. Er gaukelt und schaukelt, er trappelt und zappelt auf dem Stuhle hin und her. »Philipp, das missfällt mir sehr!« (Hoffmann o. J., S. 18)
Die vollständige Geschichte befindet sich im Anhang dieser Arbeit.
Neben dem populären Bild des „Zappel-Philipps“ als unruhiges und über aktives Kind stellt Hoffmann in zwei weiteren Geschichten bereits Subtypen der Aufmerksamkeitsstörung dar. „Hanns Guck-in-die-Luft“ könnte dem „vorwiegend unaufmerksamen Typus“ und die Schwierigkeiten vom „bösen Friedrich“ der „hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens“ zugeordnet werden (vgl. Hoffmann o. J., S. 3 ff. u. 21 ff.; Knölker 2001, S. 14).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik und Aktualität von ADHS ein und definiert das Ziel der Diplomarbeit, einen Überblick über Forschung, Diagnostik und Therapie zu geben.
2. Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS): Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Begriffs, die Kernsymptomatik, Komorbiditäten sowie die Prävalenz der Störung.
3. Ätiologie: Hier werden die Ursachen von ADHS diskutiert, wobei zwischen biologischen und psychosozialen Faktoren unterschieden und ein bio-psycho-soziales Modell abgeleitet wird.
4. Besonderheiten einer ADHS in den Entwicklungsphasen: Dieses Kapitel beschreibt den Verlauf der ADHS und die damit verbundenen Herausforderungen vom Säuglingsalter bis hin zum Erwachsenenalter.
5. Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten: Es erfolgt eine Darstellung der diagnostischen Vorgehensweisen sowie der therapeutischen Ansätze, inklusive medikamentöser, psychotherapeutischer und multimodaler Konzepte.
6. Möglichkeiten der Prävention: Das Kapitel widmet sich den Präventionsansätzen und diskutiert die Bedeutung von Schutzfaktoren für die Entwicklung eines Risikokindes.
7. Schluss: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einordnung der ADHS als komplexes Krankheitsbild und betont die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit.
ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Impulsivität, Ätiologie, Diagnostik, Therapie, Multimodaler Behandlungsansatz, Medikamentöse Therapie, Psychotherapie, Prävention, Komorbidität, Kindesalter, Jugendalter, Erwachsenenalter.
Die Arbeit behandelt die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und bietet einen umfassenden Überblick über deren Entstehung, Symptomatik, Diagnose sowie verschiedene Therapie- und Präventionsansätze.
Zentrale Themen sind die historische Einordnung, die ätiologischen Ursachen (biologisch/psychosozial), der Verlauf über die Lebensphasen sowie die kritische Auseinandersetzung mit Therapiemöglichkeiten.
Das Ziel ist es, zur Versachlichung der ADHS-Debatte beizutragen, indem aktuelle Forschungsergebnisse sowie praktische Vorgehensweisen in Diagnostik und Therapie neutral dargestellt werden.
Es handelt sich um eine Überblicksarbeit (Diplomarbeit), die auf einer umfangreichen Literaturanalyse basiert, um den aktuellen Forschungsstand systematisch zusammenzutragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Symptombeschreibung, Ätiologie, Verlauf in den Entwicklungsphasen, Diagnostik, therapeutische Maßnahmen sowie Ansätze der Prävention.
Die wichtigsten Schlagworte sind ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Multimodaler Behandlungsansatz, Diagnostik, Therapie und Prävention.
Der Autor argumentiert, dass ADHS durch ein Zusammenwirken biologischer Prädispositionen (genetisch/neurobiologisch) und psychosozialer Faktoren entsteht, die maßgeblich den Schweregrad und die Aufrechterhaltung der Symptome beeinflussen.
Da verschiedene Lebensbereiche betroffen sind, wird ein multimodaler Ansatz (Kombination aus Psychoedukation, Psychotherapie, Pharmakotherapie und pädagogischen Maßnahmen) als wirksamster Weg zur Verbesserung der Fähigkeiten des Betroffenen angesehen.
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