Diplomarbeit, 2005
105 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Überblick über ESVP und GASP
2.1. Geschichte der GASP und der ESVP
2.2. „Zivilmacht“ Europa?
3. Geschichte der Europäischen Raumfahrt und Raumfahrtpolitik
4. Technische Grundlagen zu Satelliten
4.1. Funktionsweise von Satelliten
4.1.1. Optische Satelliten
4.1.2. Multispektral- oder Infrarotsatelliten
4.1.3. Radar- oder Mikrowellensatelliten
4.2. Umlaufbahnen
4.2.1. LEO - Low Earth Orbit
4.2.2. GEO - Geostationary Earth Orbit
4.2.3. MEO – Medium Earth Orbit
4.2.4. GTO - Geostationary Transfer Orbit
4.2.5. HEO – Highly Elliptical Orbit
5. Gesetzliche Schranken der militärischen Nutzung des Weltraumes
5.1. Prinzipienverträge: Weltraumvertrag von 1967 und Mondvertrag von 1979
5.2. Resolutionen der Vereinten Nationen
5.3. Nutzungsverträge von 1968, 1972 und 1975
5.4. Rüstungskontrollvereinbarung: ABM-Vertrag von 1972
5.5. Zivile Orientierung der ESA
5.6. Fazit
6. Nutzung des Weltraumes durch die Europäer
6.1. Einsatzmöglichkeiten von Satelliten
6.1.1. Aufklärung und Beobachtung
6.1.2. Navigation
6.1.3. Kommunikation
6.2. Europäische Projekte
6.2.1. GALILEO
6.2.2. SAR-Lupe
6.2.3. GMES
6.3. Fazit
7. Die Europäer auf ihrem Weg zur Autonomie
7.1. Veränderung der internationalen Politik nach dem Kalten Krieg
7.2. Konkurrenz zwischen EU und USA am Beispiel GPS – GALILEO
7.3. Zivilmacht gegen Großmacht
7.4. Die EU und weitere Raumfahrtnationen
7.4.1. Russland
7.4.2. China
7.4.3. Weitere Staaten
7.5. Interessengruppen
7.6. Aktuelle Entwicklungen
7.6.1. Weißbuch
7.6.2. Erster Weltraumrat
7.6.3. Europäische Verteidigungsagentur
7.6.4. Agenda 2007 der ESA
8. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht die wachsende Bedeutung der militärischen Nutzung des Weltraums im Kontext der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP). Dabei wird analysiert, inwieweit eine militärische Ausrichtung mit dem zivilen Leitbild der Europäischen Union vereinbar ist und welche strategische Autonomie Europa durch eigene Weltraumtechnologien anstrebt.
6.1.1. Aufklärung und Beobachtung
Aufklärungssatelliten besitzen die Aufgabe, Bilder und Daten zur Informationsgewinnung zu sammeln.
Es gibt verschiedene Techniken, mit denen die Daten gewonnen werden können.
Die Fotoaufklärung ist die gebräuchlichste und häufigste Einsatzmöglichkeit eines Satelliten. Diese optisch operierenden Satelliten zeichnen Bilder der von ihnen überflogenen Gebiete auf und senden sie an ihre Bodenstation, wo diese ausgewertet werden können.
Im militärischen Bereich ist diese Technik unerlässlich. Die Beobachtung anderer Nationen, wenn beispielsweise Massenvernichtungswaffen vermutet werden, kann auf diese Weise durchgeführt werden. Wichtiger, vor allem aus europäischer Sicht, ist allerdings der Schutz und die Überwachung der eigenen Truppenverbände bzw. des Gebietes, in welches Truppenverbände geschickt werden sollen.
Satelliten können ebenfalls als Frühwarnsysteme genutzt werden. Hierbei spielen vor allem die Infrarotsatelliten, welche jegliche Art der Wärmeabstrahlung in größerem Maße wahrnehmen, überwachen und aufzeichnen können. So kann die Wärmeabstrahlung einer Rakete ebenso gemessen werden wie beispielsweise Atomtests.
1. Einleitung: Stellt das Thema der militärischen Nutzung des Weltraums im Kontext der ESVP und der Rolle der EU als „Zivilmacht“ vor.
2. Überblick über ESVP und GASP: Skizziert die Entwicklung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und die Definition von „Zivilmacht“.
3. Geschichte der Europäischen Raumfahrt und Raumfahrtpolitik: Beschreibt den historischen Weg Europas zur eigenständigen Raumfahrt und die Gründung der ESA.
4. Technische Grundlagen zu Satelliten: Erläutert die Funktionsweise von Satellitensystemen und die verschiedenen Arten von Umlaufbahnen.
5. Gesetzliche Schranken der militärischen Nutzung des Weltraumes: Analysiert den völkerrechtlichen Rahmen und die Grenzen der friedlichen Nutzung des Weltraums.
6. Nutzung des Weltraumes durch die Europäer: Analysiert die Anwendung von Satellitentechnologien und stellt spezifische europäische Projekte wie GALILEO und SAR-Lupe vor.
7. Die Europäer auf ihrem Weg zur Autonomie: Diskutiert die europäische Autonomiebestrebung im Verhältnis zu den USA und aktuelle politische Entwicklungen.
8. Fazit: Fasst die Erkenntnisse über die sicherheitspolitische Notwendigkeit einer militärischen Nutzung des Weltraums für Europa zusammen.
Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, ESVP, Weltraumforschung, Satellitentechnik, GALILEO, GPS, Zivilmacht, Rüstungskontrolle, Dual-Use, ESA, Weltraumvertrag, Autonomie, Militarisierung, Sicherheitspolitik, Aufklärung.
Die Arbeit analysiert die zunehmende militärische Nutzung von Weltraumtechnologien durch die Europäische Union und deren Einbettung in die ESVP.
Die zentralen Felder sind die Rolle von Satelliten als Dual-Use-Technologien, die Konkurrenz zur USA bei Raumfahrtprojekten sowie rechtliche und ethische Fragen der militärischen Weltraumnutzung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit die militärische Nutzung des Weltraums mit dem zivilen Anspruch der EU vereinbar ist und welche Rolle Autonomiebestrebungen dabei spielen.
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Dokumenten der EU, Fachliteratur und offiziellen Berichten sowie eine historische Aufarbeitung der Raumfahrtentwicklung.
Der Hauptteil befasst sich mit technischen Grundlagen, gesetzlichen Schranken durch Verträge, konkreten europäischen Projekten und dem politischen Prozess zur Autonomie.
Begriffe wie Zivilmacht, Autonomie, Dual-Use, ESVP und technologische Abhängigkeit stehen im Zentrum der Argumentation.
Die Arbeit argumentiert, dass die Kosten-Nutzen-Relation und die Abhängigkeiten im Betrieb darauf hindeuten, dass das Projekt eher eine politische Symbolfunktion für Autonomie als eine rein effizienzorientierte Lösung erfüllt.
Nein, die Autorin führt aus, dass Satelliten zur Krisenbewältigung beitragen können, aber für die eigentliche Früherkennung menschliche Akteure vor Ort unverzichtbar sind.
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