Diplomarbeit, 1999
51 Seiten, Note: 1
0. Einleitung
I. DIE FRAUENBEWEGUNG
1.1. ERSTE IMPULSE ZUR FRAUENBEWEGUNG IN DEUTSCHLAND
1.2. GESELLSCHAFTLICHE UND POLITISCHE STELLUNG DER FRAU IN DER DDR IN DEN 60er UND 70er JAHREN DES 20. JHs.
1.3. Entstehende Frauenliteratur
II. AUTHENTISCHE PROTOKOLLE DER FRAUEN IN DER DDR MAXIE WANDER
III. BRIGITTE REIMANN - FRANZISKA LINKERHAND
3.1. EMANZIPATION IM PRIVATLEBEN
3.2. IDEE DER SELBSTVERWIRKLICHUNG
IV. IRMTRAUD MORGNER
"LEBEN UND ABENTEUER DER TROBADORA BEATRIZ NACH ZEUGNISSEN IHRER SPIELFRAU LAURA"
4.1. DER VERGLEICH DER STELLUNG DER FRAU IN DEM 70er UND 60er JAHREN MIT DER STELLUNG DER FRAU IM MITTELALTER
4.2. DER MITTLERE WEG ZUR PARTNERSCHAFT
V. ZUR PROBLEMATIK DER WEIBLICHEN ÄUßERUNG
VI. SCHLUßBETRACHTUNG
VII. RESÜMEE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Darstellung der Frauenbewegung in der Frauenliteratur der DDR während der 1960er und 1970er Jahre. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der in der Verfassung verankerten Gleichberechtigung und der tatsächlichen gesellschaftlichen Lebensrealität der Frauen aufzuzeigen sowie die Suche nach einer eigenständigen weiblichen Identität im sozialistischen Kontext zu analysieren.
3.2. IDEE DER SELBSTVERWIRKLICHUNG
"Brigitte Reimanns Franziska Linkerhand zielt auf die große Utopie einer umfassenden Selbstverwirklichung, die Lieben und Arbeiten , schöpferische Berufstätigkeit und mit Kindern zu leben verbindet: oder besser verbinden will" (EMMERICH, W. 1996; S. 300 ).
Die scheinbar schön klingelnde Idee der Selbstverwirklichung der Frauen stößt aber im praktischen Leben an erste Probleme. Die Frau muß darüber nachdenken, wie sie ihre Vorstellungen über die Selbstverwirklichung mit der Ehe und der Mutterrolle verketten könnte, damit sie erfüllt, was von ihr erwartet wird. Natürlich läßt sich solch eine Situation (ebenfalls bei Franziska ) nicht lange durchhalten.
Die Verwirklichung der Pläne der Frauen beeinflußen folgende Faktoren: unterschiedliches Selbstverständnis der älteren und jüngeren Generation, Aufnahme der jüngeren Menschen in das Berufsleben vor dem Hintergrund ihrer Studien- und Berufswünsche, in der hohen Belastung der Frauen in Familie und Beruf..." ( BREMER, W. 1987; S. 30).
0. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen gesetzlich garantierter Gleichstellung und der gelebten Realität der Frau in der DDR und führt in das Thema der Frauenliteratur als Ausdrucksform dieser Problematik ein.
I. DIE FRAUENBEWEGUNG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Anfänge der deutschen Frauenbewegung und beschreibt die spezifische gesellschaftspolitische Situation der Frau in der DDR der 60er und 70er Jahre.
II. AUTHENTISCHE PROTOKOLLE DER FRAUEN IN DER DDR MAXIE WANDER: Hier wird das Werk von Maxie Wander analysiert, das anhand authentischer Protokolle die Gedankenwelt und Lebenswirklichkeit von Frauen unterschiedlicher Schichten in der DDR beleuchtet.
III. BRIGITTE REIMANN - FRANZISKA LINKERHAND: Dieses Kapitel widmet sich dem Roman von Brigitte Reimann und untersucht die Emanzipationsversuche und Identitätssuche der Protagonistin Franziska Linkerhand im Spannungsfeld von Privatleben und beruflichem Anspruch.
IV. IRMTRAUD MORGNER: Das Kapitel analysiert Irmtraud Morgners Werk "Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz" hinsichtlich seiner humanistischen Konzeption und des literarischen Experiments als Ausdruck von Emanzipation.
V. ZUR PROBLEMATIK DER WEIBLICHEN ÄUßERUNG: Hier wird die Problematik der weiblichen Autorenschaft und die kritische Bewertung von Literatur durch männlich dominierte Strukturen in der Geschichte sowie in der DDR thematisiert.
VI. SCHLUßBETRACHTUNG: Die Abschlussbetrachtung resümiert, dass die Frauenliteratur einen wesentlichen Beitrag zur Befreiung von Vorurteilen geleistet hat, wenngleich viele Alltagsprobleme und die männliche Dominanz in der Literaturkritik fortbestehen.
VII. RESÜMEE: Das Resümee fasst zusammen, dass die untersuchten Werke markante Versuche darstellen, die Spannung zwischen Verfassungsanspruch und Alltagswirklichkeit zu überwinden und eine neue, partnerschaftliche Geschlechterkooperation zu fördern.
Frauenbewegung, DDR-Literatur, Emanzipation, Selbstverwirklichung, Identitätssuche, Geschlechterrollen, Doppelbelastung, Partnerschaft, Frauenliteratur, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner, Maxie Wander, Sozialismus, Frauenrolle, Gleichberechtigung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Frauen in der DDR in den 1960er und 1970er Jahren, wie sie sich in der damaligen Literatur widerspiegelt.
Im Fokus stehen die Emanzipation der Frau, das neue Rollenverständnis im Sozialismus, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Suche nach individueller Identität.
Die Arbeit untersucht, wie Autorinnen der DDR die Diskrepanz zwischen der in der Verfassung garantierten Gleichberechtigung und den tatsächlichen alltäglichen Schwierigkeiten der Frauen literarisch verarbeitet haben.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse von ausgewählten Schlüsselwerken der DDR-Frauenliteratur, kombiniert mit soziologischen und historischen Kontextualisierungen.
Der Hauptteil analysiert spezifische Werke von Maxie Wander, Brigitte Reimann und Irmtraud Morgner und stellt einen Vergleich zwischen der modernen Rolle der Frau und historischen Rollenbildern (Mittelalter) an.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Frauenbewegung, Selbstverwirklichung, Doppelbelastung, Identitätskrise und partnerschaftliche Kooperation charakterisiert.
Reimanns Roman zeigt an der Figur der Franziska Linkerhand, wie eine Frau an der Realität des sozialistischen Alltags, den bürokratischen Hürden und den hartnäckigen traditionellen Rollenerwartungen trotz akademischer Ausbildung scheitert.
Das Einhorn fungiert als mythisches, utopisches Element, das im Roman die Hoffnung symbolisiert, Kriege und das Patriarchat durch eine menschlichere, kooperative Gemeinschaft zu überwinden.
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