Bachelorarbeit, 2005
33 Seiten, Note: 1,3
Die Arbeit befasst sich mit der republikanischen Religion im augusteischen Prinzipat und analysiert, wie Octavian die traditionelle Religion nutzte, um seiner Herrschaft einen republikanischen Charakter zu verleihen. Sie zeigt auf, dass seine Vorgehensweise ein gradueller Prozess war, der bereits in seiner frühen politischen Laufbahn begann.
Kapitel II behandelt die Anfänge der republikanisch-religiösen Elemente in der frühen politischen Laufbahn Octavians. Es analysiert, wie er diese Elemente einsetzte, um sich in die Nachfolge Caesars zu stellen und seine Position zu legitimieren. Im Kontext der Triumviratszeit wird gezeigt, wie Octavian die republikanische Tradition verletzte, gleichzeitig aber auch auf sie zurückgriff, um als Sieger aus dem "Propagandakrieg" gegen Marcus Antonius hervorzugehen.
Kapitel III beleuchtet Octavians "religiöses Programm" zur Wiederherstellung der res publica und zur Legitimierung seiner politischen und militärischen Machtposition. Es wird aufgezeigt, wie Octavian nach seiner Ernennung zum Augustus die "drei Säulen des Prinzipats" mit der angestrebten religiösen Führung im Staat zu vervollständigen suchte. Durch seine Präsenz in den Priesterkollegien, die einen wichtigen Einfluss auf das gesellschaftliche Leben hatten, strebte Octavian eine dauerhafte Stabilisierung seiner Herrschaft an.
Kapitel IV untersucht den Zeitraum von 22 v. Chr. bis zur Ehrung Octavians zum Vater des Vaterlandes (pater patriae). Es wird deutlich, wie Octavian in dieser Phase die moralisch-sakrale Erneuerung der Gesellschaft vorantrieb und durch die Etablierung eines augusteischen Friedens einen Höhepunkt seiner religiösen Führung erreichte.
Die Arbeit behandelt die Themen republikanische Religion, augusteisches Prinzipat, Octavian/Augustus, politische Legitimation, sakrale Macht, Priesterkollegien, Kult, Tempel, res publica, Triumvirat, Nachfolge Caesars, "religiöses Programm", moralisch-sakrale Erneuerung, augusteischer Frieden, pater patriae.
Er nutzte die traditionelle republikanische Religion, um seiner Herrschaft einen legalen, konservativen Anstrich zu geben und sich als Retter der "res publica" zu inszenieren.
Ziel war die Stabilisierung des Staates nach den Bürgerkriegen durch die Rückbesinnung auf alte Tugenden (mos maiorum) und die Wiederherstellung verfallener Tempel und Kulte.
Augustus trat selbst in alle wichtigen Priesterkollegien ein, um die religiöse Führung des Staates zu kontrollieren und seine dynastischen Ansprüche sakral zu legitimieren.
Der Titel "Vater des Vaterlandes" markierte den religiösen und politischen Höhepunkt seiner Herrschaft und stellte ihn als Schutzherrn der gesamten römischen "Familie" dar.
Durch die Divinisierung (Vergöttlichung) Caesars konnte sich Octavian als "Divi filius" (Sohn des Göttlichen) bezeichnen, was ihm eine überragende sakrale Autorität verlieh.
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