Diplomarbeit, 2007
97 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 REGION ALS ANALYSEEBENE
2.1 Vorbemerkungen
2.2 Definition des Begriffs Region
2.2.1 Allgemein
2.2.2 Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik (NUTS)
2.3 Regionale Unterschiede in Europa
3 REGIONALE ARBEITSMÄRKTE
3.1 Identifikation der Determinanten
3.1.1 Vorbemerkungen
3.1.2 Methodenbeschreibung
3.2 Wirkung der Einflussfaktoren auf die Beschäftigungsentwicklung
3.2.1 Lohnniveau
3.2.1.1 Arbeitsmarkt aus mikro- und makroökonomischer Perspektive
3.2.1.2 Wirkung des Lohnniveaus auf das Beschäftigungswachstum
3.2.2 Branchenzusammensetzung
3.2.2.1 Determinanten der Spezialisierung von Regionen
3.2.2.2 Auswirkung auf die Beschäftigungsentwicklung
3.2.3 Betriebsgrößenstruktur
3.2.4 Qualifikationsstruktur der Arbeitskräfte
3.2.4.1 Externalitäten und Wachstumstheorie
3.2.4.2 Empirische Ergebnisse
3.2.5 Regionale Standortbedingungen
3.2.5.1 Individuelle Bedingungen der Region
3.2.5.2 Siedlungsstruktur
3.3 Ländliche Regionen
4 REGIONALE COMPUTABLE GENERAL EQUILIBRIUM MODELLE
4.1 Entstehung, Aufbau und Funktionsweise
4.2 Umsetzung der beschäftigungsrelevanten Determinanten
4.2.1 DREAM Modell
4.2.2 Erweiterungsmöglichkeiten
5 ZUSAMMENFASSUNG
Diese Arbeit untersucht theoriebasiert die Determinanten der regionalen Beschäftigungsentwicklung, um auf dieser Grundlage den aktuellen Stand ihrer Implementierung in Computable General Equilibrium (CGE) Modellen zu analysieren und zu bewerten.
3.2.1.1 Arbeitsmarkt aus mikro- und makroökonomischer Perspektive
Mikroökonomisch basierte Fragestellungen bezüglich des Faktors Arbeit beziehen sich zum einen auf die individuellen Bestimmungsgründe der Arbeitsnachfrage der Unternehmen und zum anderen auf die Entscheidungsgrundlagen über die Höhe des Arbeitsangebotes der einzelnen Haushalte.
Im Rahmen der Haushaltstheorie ist unstrittig, dass sich das Arbeitsangebot der Haushalte von den individuellen Präferenzen bezüglich Arbeits- und Freizeit ableitet. Bei einem konstanten Grenznutzen der Arbeit, dem realen Lohnsatz, wird der Arbeitseinsatz so gewählt, dass der Grenznutzen der Freizeit mit dem der Arbeit übereinstimmt. Nicht eindeutig ist dagegen das Verhalten des individuellen Arbeitsangebots bei Variation des Lohnsatzes. Diskutiert wird, dass ein sehr hoher Lohnsatz dazu führen könne, dass schon mit einer relativ kurzen Arbeitszeit genug Einkommen erzielt würde, um alle Ansprüche zu befriedigen. Die Steigung der Arbeitsangebotskurve wäre somit im Bereich hoher Lohnsätze negativ. Man spricht in diesem Fall von einer atypischen Reaktion des Angebots.
Die Arbeitsnachfragekurve der Unternehmen beruht auf folgender Überlegung: Der nominale Lohnsatz bestimmt die Kosten, die eine Arbeitskraft verursacht. Die Leistung, die eine Arbeitskraft erwirtschaftet, ist der Erlös der zusätzlich produzierten Güter und Dienstleistungen. Wenn man einen abnehmenden Grenzertrag der Arbeit annimmt, sinkt dieser Erlös mit zunehmendem Arbeitseinsatz. Demzufolge ist es ökonomisch sinnvoll, genau so lange Arbeitskräfte einzustellen, bis der Wert der zusätzlich erzeugten Produkte gleich dem Lohnsatz ist. Bei diesem Arbeitseinsatz entspricht der Lohnsatz dem Wertgrenzprodukt der Arbeit und das Unternehmen erzielt den maximalen Gewinn. Die negative Steigung der Arbeitsnachfrage erklärt sich somit aus dem abnehmenden Grenzertrag der Arbeit.
1 EINLEITUNG: Darstellung der regionalen Problematik und der Zielsetzung, Determinanten der Beschäftigungsentwicklung theoriebasiert zu untersuchen und deren Modellierbarkeit in CGE-Modellen zu bewerten.
2 REGION ALS ANALYSEEBENE: Theoretische Abgrenzung des Begriffs Region und Erläuterung der NUTS-Systematik zur statistischen Erfassung von Regionen in Europa.
3 REGIONALE ARBEITSMÄRKTE: Detaillierte Identifikation und Analyse beschäftigungsrelevanter Einflussfaktoren wie Lohnniveau, Branchenzusammensetzung, Betriebsgrößenstruktur, Qualifikation und Siedlungsstruktur auf regionaler Ebene.
4 REGIONALE COMPUTABLE GENERAL EQUILIBRIUM MODELLE: Diskussion der Eignung und Umsetzung dieser Determinanten in CGE-Modellen sowie Analyse konkreter Modellansätze wie des DREAM-Modells.
5 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur regionalen Beschäftigungsentwicklung und der Implikationen für die zukünftige Modellierung in regionalen CGE-Ansätzen.
Beschäftigungsentwicklung, Region, Arbeitsmarkt, Lohnniveau, Branchenstruktur, Betriebsgrößenstruktur, Qualifikationsstruktur, Humankapital, Standorteffekte, CGE-Modelle, Computable General Equilibrium, Neue ökonomische Geographie, ländliche Regionen, Wirtschaftswachstum, Politikberatung
Die Arbeit untersucht die Faktoren, welche die Beschäftigungsentwicklung in Regionen bestimmen, und diskutiert, wie diese Erkenntnisse in ökonomischen Modellen (CGE-Modellen) abgebildet werden können.
Im Fokus stehen das Lohnniveau, die Branchenzusammensetzung, die Betriebsgrößenstruktur, die Qualifikation der Arbeitskräfte sowie die Siedlungsstruktur und deren jeweiliger Einfluss auf das Beschäftigungswachstum.
Das Hauptziel ist es, den gegenwärtigen Stand der Umsetzung dieser regionalen Determinanten in Computable General Equilibrium Modellen zu analysieren, zu bewerten und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung der Einflussfaktoren und nutzt empirische Ergebnisse aus Forschungsprojekten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur Identifikation der Wirkungszusammenhänge.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der regionalen Arbeitsmärkte und deren Determinanten sowie eine anschließende Untersuchung, wie diese Mechanismen in CGE-Modellen technisch umgesetzt werden können.
Wichtige Begriffe sind Beschäftigungsentwicklung, regionale Disparitäten, Humankapital, Standorteffekte, CGE-Modellierung und ländliche Räume.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Zusammenhang zwischen der Betriebsgrößenstruktur und Beschäftigung komplex ist, wobei mittlere Betriebe oft einen positiven Effekt aufweisen, während sehr kleine oder sehr große Betriebe unterschiedliche, teils negative Auswirkungen haben können.
CGE-Modelle ermöglichen es, Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Märkten explizit zu berücksichtigen und Politikszenarien zu simulieren, was sie zu einem nützlichen Instrument für die wissenschaftliche Politikberatung macht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

