Masterarbeit, 2007
122 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Grundverständnis Controlling und Controller
2.1.1 Definition und Abgrenzung Controlling und Controller
2.1.2 Die Aufgaben des Controllers
2.1.3 Die Dyade Controller und Manager
2.2 Psychologische Aspekte der Interaktion zwischen Controller und Manager
2.2.1 Allgemeine psychologische Grundlagen des Erlebens und Verhaltens in Interaktionsbeziehungen im Unternehmen
2.1.2 Die Interaktionsbeziehung zwischen Controller und Manager
2.2.3 Ausgewählte Aspekte der Interaktionsbeziehung der Controller zum Management
3 Vorgehensweise im Projekt
3.1 Ausgangslage
3.2 Ziel- und Fragestellungen im Projekt
3.3 Untersuchungsdesign
3.3.1 Vorgehensweise
3.3.2 Untersuchungsbereich
3.3.3 Befragungsmethode
3.3.4 Auswertung und Analyse
3.4 Kritische Bewertung der Vorgehensweise
4 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
4.1 Klärung von Controllingverständnis und Aufgaben der Controller
4.2 Interaktion und Kommunikation im Controlling
4.3 Einstellungen und Denkmuster von Controllern
4.4 Emotionalität und Rationalität im Controlling
4.5 Anerkennung, Wertschätzung und Motivation von Controllern
4.6 Rollen und Rollenbildung im Controlling
4.7 Einfluss und Macht im Controlling
4.8 Anforderungen an die Qualifikation von Controller
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit erforscht die psychologischen Dynamiken und psychosozialen Faktoren in der Interaktionsbeziehung zwischen Controllern und Managern, um die Kluft zwischen rational-analytischer Controllinglehre und organisationaler Praxis zu überbrücken. Zentral ist dabei die Untersuchung, wie Controller ihre Rolle, Kommunikation und Einflussnahme in einem oft spannungsgeladenen Umfeld erleben und aktiv gestalten.
Die Interaktionsbeziehung zwischen Controller und Manager
Die Interaktionsbeziehung zwischen Controller und Manager setzt sich gemäß den oben geschilderten Ansätzen vereinfacht aus folgenden Elementen zusammen: den Interakteuren Controller und Manager, der gegenseitigen Beeinflussung, sprich der eigentlichen Interaktion sowie den Umfeldbedingungen, beispielsweise Unternehmen, Situation und systemischen Bedingungen.
Will man das Erleben und Verhalten der in der Interaktion beteiligten Akteure erforschen, so stellen sich gemäß den obigen Darstellungen Fragen nach folgenden Bedingungen des Erlebens und Verhaltens. Intrapersonale Bedingungen umfassen Einstellungen und Denkmuster, Wahrnehmung, Motivation und Identifikation, Emotionen, Qualifikationen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Anforderungen sowie Persönlichkeitsfaktoren, welche andere Bedingungen beeinflussen. Interpersonale Bedingungen beinhalten Interaktionsprozesse auf Sach- und Beziehungsebene, Kommunikation, Macht, Einfluss und Verantwortung, Rollengefüge und Rollenbildung sowie den Führungsstil des Managers. Apersonale Bedingungen decken Führungskultur und Steuerungsphilosophie des Unternehmens, Aufgaben und Aufgabenverteilung zwischen Controller und Manager, formale Regelungen und Abstimmungen zwischen den Interakteuren, Unternehmenskultur und Unternehmensgeschichte sowie Branche und Branchenumfeld ab.
Da es im vorliegenden Projekt um die Erforschung der Interaktionsbeziehung aus einseitiger Perspektive der Controller handelt, werden die oben genannten Aspekte lediglich aus der subjektiven Sicht der befragten Controller betrachtet. Im Sinne einer Vollständigkeit muss betont werden, dass für eine Gesamtsicht auf die Interaktionsbeziehung Manager – Controller beide Perspektiven zu erforschen und gegenüber zu stellen sind.
Im Folgenden werden ausgewählte Aspekte näher erläutert, auf welche sich das vorliegend Forschungsprojekt konzentrierte. Die Auswahl der Aspekte stellt dabei keine Wertung zur Bedeutung der Faktoren in der Interaktion dar, sondern erfolgte aufgrund zeitlicher Begrenzungen sowie aufgrund der Inhalte des zugrunde liegenden Interviewmaterials.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, wonach die Nähe des Controllers zur Unternehmensführung zu Konflikten zwischen Unabhängigkeit und Mitverantwortung führen kann.
2 Theoretischer Hintergrund: Es werden Controllingverständnisse, die Dyade Controller-Manager und psychologische Grundlagen wie Interaktionsmodelle und Rollentheorien detailliert dargelegt.
3 Vorgehensweise im Projekt: Hier wird das qualitative Forschungsdesign beschrieben, das auf explorativen Interviews mit acht Controllern zur Untersuchung subjektiver Erfahrungen basiert.
4 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Das Kapitel analysiert empirische Daten zu Controllingverständnis, Kommunikation, Rollenbildern, Emotionen und Machtverhältnissen im Controller-Alltag.
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Die Arbeit resümiert die hohe Bedeutung psychosozialer Aspekte und leitet praktische Empfehlungen sowie Thesen für die weitere Forschung ab.
Controlling, Controller, Management, Interaktion, Beziehungsdynamik, Rollenbild, Rollenbildung, Kommunikation, Einflussnahme, Macht, Psychologie, Arbeitszufriedenheit, Emotionskontrolle, Rationalität, Organisationspsychologie
Die Arbeit untersucht das Erleben und Verhalten von Controllern in der tagtäglichen Interaktion mit dem Management aus einer arbeits- und organisationspsychologischen Perspektive.
Die zentralen Felder umfassen Controllingverständnis, Kommunikation, Rollenbilder, Emotionskontrolle, Motivationsfaktoren sowie Macht- und Einflussstrukturen.
Ziel ist es, wichtige Dynamiken und psychosoziale Faktoren der Controller-Manager-Beziehung aufzudecken, die über die rein technischen Aspekte der Controllinglehre hinausgehen.
Die Autorin wählte einen qualitativen Forschungsansatz mit leitfadengestützten Interviews, die nach dem Modell der zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert empirische Ergebnisse zu Themen wie Konformitätstendenzen, Konfliktbewältigung, Einbindung in Entscheidungsprozesse und dem Umgang mit der Doppelrolle als Dienstleister und Sparringspartner.
Neben Controlling und Management stehen Fachbegriffe wie Rollenkonflikt, interaktionistischer Ansatz (Role-Making), Motivationspotenzial und psychologische Distanz im Fokus.
Die Arbeit zeigt, dass Controller häufiger versuchen, sich als Berater zu positionieren, wobei sie oft auf informelle Netzwerke und Überzeugungskraft zurückgreifen, da formale Macht selten gegeben ist.
Obwohl Controlling als rationale Tätigkeit gilt, erfordert die Interaktion mit dem Management eine ausgeprägte Emotionskontrolle, um als sachlich wahrgenommen zu werden und die nötige Neutralität zu bewahren.
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