Examensarbeit, 2006
113 Seiten, Note: 2,0
1. Theoretische Grundlagen
1.1 Definition und Abgrenzung der Kernbegriffe
1.1.1 Training
1.1.2 Trainer
1.1.3 Übungsleiter
1.1.4 Bambini
1.2 Richtlinien für Fußballspiele im Bambini-Bereich
2. Trainingsgruppe
2.1 Entwicklung im Kindesalter
2.2 Zur Bedeutung der Bewegungserziehung
3. Kinderfußball im Wandel
3.1 Die Bewegungswelt von damals
3.2 Die heutige Bewegungs- und Lebensumwelt von Kindern
3.2.1 Zur Veränderten Kindheit
3.2.2 Freizeitaktivitäten von Kindern
3.2.3 Wandel des Sportzuganges
3.3 Historischer Vergleich methodischer Zugänge im Kinderfußball
4. Trainer
4.1 Soziale Rolle des Trainers
4.2 Ehrenamtliche Mitarbeit und Freiwilligenarbeit
4.3 Bambini-Trainer
4.3.1 Wie wird man Bambini-Trainer?
4.3.2 Anforderungen an Bambini-Trainer
4.3.2.1 Fähigkeiten
4.3.2.2 Verhalten
4.3.2.3 Aufgaben
4.3.2.3.1 Zusätzliche sportliche Vereinsangebote
4.3.2.3.2 Zusätzliche außersportliche Vereinsangebote
4.3.2.3.3 Zusammenarbeit mit Eltern
4.3.2.3.4 Kooperation mit Kindergärten
4.3.2.3.5 Kooperation mit Schulen
4.3.2.3.6 Bewegungsangebote für Klein- und Vorschulkinder
4.3.2.3.7 Aufbau einer Bambini-Mannschaft
4.3.2.3.8 Zusammenarbeit mit dem eigenem Verein
4.3.2.4 Konsequenzen für die Betreuung
4.3.3 Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
5. Von der Theorie zur Praxis: Überprüfung der Anwendbarkeit
5.1 Empirische Untersuchung
5.1.1 Untersuchungsverfahren
5.1.2 Untersuchungsdurchführung
5.1.3 Untersuchungsauswertung
5.1.4 Versuch der Beantwortung von Forschungsfragen
5.1.4.1 Chancen und Perspektiven
5.1.4.2 Kritische Betrachtung: Probleme und Defizite
5.1.5 Erhaltenes Feedback
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die spezifischen Anforderungen an Trainer von Bambini-Mannschaften im Fußball. Ziel ist es, die Notwendigkeit einer fundierten pädagogischen und fachlichen Ausbildung aufzuzeigen, bestehende Probleme in der Betreuung dieser Altersgruppe (4- bis 6-Jährige) zu identifizieren und praktikable Lösungswege zu formulieren, um eine kindgerechte sportliche Förderung sicherzustellen.
Merkmale der Bambini
Der DFB bestimmt in seinem Lehrbuch wesentliche Merkmale für die Gruppe der fußballspielenden Vier- bis Sechsjährigen.
Einerseits verfügen sie über ein hohes Bewegungspotential und eine hohe Beweglichkeit. Sie haben demnach einen großen Bewegungs- und Spieldrang. Demgegenüber werden sie jedoch schnell müde, haben eine schwach ausgebildete Muskulatur und lediglich geringe koordinative Fähigkeiten (vgl. DFB, 2005, S. 77).
Ihre Verhaltensweisen werden durch Neugier, eine starke Ich-Bezogenheit und Orientierung am Trainer gekennzeichnet. Darüber hinaus verfügen Bambini über eine ausgeprägte Phantasie und ein noch geringes Konzentrationsvermögen (vgl. DFB, 2005, S. 10).
In der Arbeitshilfe „Bambini/Minikicker“ wird ergänzt, dass Verhaltensweisen zu beobachten sind, die sich auf den Verlauf eines Trainings erschwerend auswirken können. Demnach haben Bambini entwicklungsbedingt ein hohes Mitteilungsbedürfnis, verfügen über wenig Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen, zeigen geringe Toleranz, üben Machtkämpfe aus und fallen durch ausgeprägten Besitzanspruch oder genaues Auswählen des Mitspielers auf (vgl. WFLV, S. 30 ff).
Nach den Ausführungen zur Entwicklung und der Bedeutung der Bewegung im Kindesalter stellt sich die Frage, welche Konsequenzen der zu betreuende Trainer nun daraus abzuleiten hat. Dieses wird innerhalb der umfassenden Beschreibung der Trainertätigkeit thematisiert.
1. Theoretische Grundlagen: Definition und Abgrenzung grundlegender Begriffe wie Training, Trainer und Übungsleiter sowie Darstellung der offiziellen Richtlinien für den Bambini-Spielbetrieb.
2. Trainingsgruppe: Analyse der entwicklungsspezifischen Merkmale von 4- bis 6-jährigen Kindern und Einordnung der zentralen Bedeutung einer ganzheitlichen Bewegungserziehung.
3. Kinderfußball im Wandel: Vergleich der heutigen kindlichen Lebens- und Bewegungswelt mit dem klassischen „Straßenfußball“ und Diskussion der Konsequenzen für den heutigen Vereinssport.
4. Trainer: Detaillierte Betrachtung der Rollenproblematik, der ehrenamtlichen Mitarbeit sowie der spezifischen Anforderungen an Bambini-Trainer inklusive Ausbildungs- und Kooperationsmöglichkeiten.
5. Von der Theorie zur Praxis: Überprüfung der Anwendbarkeit: Präsentation und Auswertung einer empirischen Fragebogen-Studie unter aktiven Bambini-Trainern zur Überprüfung der theoretischen Erkenntnisse in der Vereinsrealität.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Arbeit mit dem Aufruf zur stärkeren Qualifizierungsoffensive für Kindertrainer, um eine altersgerechte und nachhaltige Ausbildung der Kinder sicherzustellen.
Bambini-Fußball, Kindertraining, Trainerrolle, Bewegungserziehung, Vorschulalter, Ehrenamt, Vereinsbindung, pädagogische Ausbildung, kindgerechter Sport, Trainingsmethodik, Spielerpass, Bambini-Treff, Kooperation, Elternarbeit, Qualifizierung
Die Arbeit untersucht die Rolle des Trainers im Bambini-Fußball, beleuchtet die Anforderungen an diese Tätigkeit bei Vier- bis Sechsjährigen und prüft mittels einer empirischen Studie, inwiefern pädagogische Standards im Vereinsalltag umgesetzt werden.
Die Schwerpunkte liegen auf der kindlichen Entwicklung, der Bedeutung von Bewegung im Vorschulalter, dem Wandel der Lebenswelt von Kindern und dem Anforderungsprofil eines Bambini-Trainers in ehrenamtlichen Vereinsstrukturen.
Das Hauptziel ist die Analyse der spezifischen Anforderungen an Bambini-Trainer sowie die Verdeutlichung der Notwendigkeit einer fundierten pädagogischen und fachlichen Ausbildung zur Vermeidung von Defiziten in der kindgerechten Betreuung.
Der Autor führt eine empirische Untersuchung durch, bei der eine Fragebogen-Methode bei aktuell aktiven Bambini-Trainern in hessischen Landkreisen angewandt wurde, um die Praxisrelevanz der theoretischen Konzepte zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der Trainingsgruppe, eine kritische Betrachtung der Entwicklung des Kinderfußballs sowie eine umfassende Ausarbeitung der Aufgabenbereiche und Anforderungen an den Bambini-Trainer inklusive Ausbildungswegen.
Die zentralen Begriffe sind Bambini-Fußball, Kindertraining, Trainerrolle, Bewegungserziehung, pädagogische Ausbildung sowie die Kooperation zwischen Vereinen, Eltern und Kindergärten.
Der Fokus bei Bambini liegt nicht auf sportartenspezifischem Leistungstraining, sondern auf vielseitiger Bewegungsschulung, dem spielerischen Umgang und dem Erleben von Spaß, anstatt auf taktischen oder konditionellen Vorgaben des Erwachsenensports.
Der Autor fordert eine breit angelegte Qualifizierungsoffensive, da viele Trainer bisher kaum fortgebildet sind und sich oft durch die komplexen pädagogischen Anforderungen überfordert fühlen.
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