Bachelorarbeit, 2007
60 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZU DEMENZ
2.1 Definition
2.2 Demenzformen und Schweregrade
2.3 Klinisches Bild und Krankheitsverlauf der Demenzen
2.4 Ressourcen der Erkrankten
2.5 Bedürfnisse der Erkrankten
3. DIE BEHANDLUNG DER DEMENZ
3.1 Nicht medikamentöse Therapieansätze
3.1.1 REALITÄTS- ORIENTIERUNGS- TRAINING (ROT)
3.1.2 Remniszenztherapie / Biografiearbeit (REM)
3.1.3 VALIDATION (VAL) UND INTEGRATIVE VALIDATION (IVA)
3.1.4 SELBSTERHALTUNGSTHERAPIE (SET)
3.1.5 MILIEUTHERAPIE
3.2 Kritische Betrachtung der nicht-medikamentöse Therapien
4. DIE TIERGESTÜTZTE THERAPIE
4.1 Die Entwicklung der tiergestützen Therapie
4.2 Definitionen
4.2.1 ANIMAL ASSISTED ACTIVITY (AAA)
4.2.2 ANIMAL ASSISTED THERAPIE (AAT)
5. DIE MENSCH-TIER-BEZIEHUNG
5.1 Kulturgeschichtliche Entwicklung der Mensch- Tier Beziehung
5.2. Erklärungsmodelle
5.2.1 DIE BIOPHILIE-HYPOTHESE
5.2.2 ANTROMORPHISMUS UND ANIMISMUS
5.2.3 DU - EVIDENZ
5.3 Tiefenpsychologische Erklärungsansätze
5.3.1 Die Schichtenlehre nach Rothacker
5.3.2 Implizit–erfahrungsgeleiteter und explizit-kognitiver Funktionsmodus
5.4 Die Mensch-Tier-Kommunikation
5.4.1 DIE DIGITALE KOMMUNIKATION
5.4.2 DIE ANALOGE KOMMUNIKATION
5.5 Schlussfolgerungen zur Mensch-Tier-Beziehung
6. DIE GESUNDHEITSFÖRDERNDE WIRKUNG DER TIERE AUF DEN MENSCHEN
6.1 Tiere als Ressource
6.2 Physische Auswirkungen
6.3 Psychisch-mentale Auswirkungen
6.4 Soziale Wirkung
7. DIE BEDEUTUNG DER TIERE FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ
7.1 Stand der Forschung und Studienlage zur tiergestützten Therapie bei Demenz
7.1.1 STUDIEN ÜBER DIE BEDEUTUNG VON TIEREN FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ
7.1.2 ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DER BISHERIGEN STUDIENLAGE
7.1.3 Vergleichende Gegenüberstellung der beschriebenen nicht medikamentösen Therapieformen und der tiergestützten Therapie bei Demenz
8.TIERE IN ALTENPFLEGEEINRICHTUNGEN
8.1 Eingesetzte Tiere
8.2 Mögliche Formen der Tiereinsätze
8.3 Gesetzliche Grundlagen
8.4 Finanzierung
9. FAZIT
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht, ob tiergestützte Interventionen bei Menschen mit Demenz die Möglichkeit einer besseren Beziehungs- und Begegnungsentstehung bieten und somit positiv zu deren Wohlbefinden, Lebensqualität und Gesundheitsförderung beitragen können.
Die Bedeutung der Tiere für Menschen mit Demenz
Demenzielle Erkrankungen führen, wie eingangs beschrieben, zu Beeinträchtigungen in den höheren Gehirnzentren, eben in den Schichten, in denen bewusste und kontrollierende Prozesse ablaufen.
Nach EPSTEINS Terminologie ist dies der explizit-kognitive Funktionsmodus, in dem die wortsprachlichen Prozesse und die rational-analytischen Denkprozesse lokalisiert sind. Prozesse, die auf den tieferen Schichten verankert sind, in denen die Gefühle lokalisiert sind, die also den implizit-erfahrungsgeleiteten Funktionsmodus betreffen, bleiben aber lange Zeit erhalten.
Für die Beziehung von Demenzkranken zu Tieren sind die Erkenntnisse ROTHACKERS darüber, dass Vorgänge auf tieferen Schichten auch ohne Beteiligung der höheren Schichten ablaufen können, wichtig. Hinzu kommt, dass die tieferen Schichten die, evolutionsgeschichtlich gesehen, älteren sind.
Bezogen auf die an Demenz erkrankten Menschen bedeutet dies, dass ihnen trotz eines fortschreitenden Verlustes des expliziten Gedächtnisses sowie der bewussten Regulation und der Kontrolle ihres Verhaltens und ihrer Umwelt, ihre Gefühle und ein elementarer Teil der Verständigung, nämlich der nonverbale Anteil, zugänglich bleiben. Dies bedeutet, dass Kontaktprozesse auf den tieferen Ebenen möglich bleiben und von den Betroffenen auch auf dieser Ebene beantwortet werden können.
1. EINLEITUNG: Darstellung der demografischen Entwicklung der Demenzerkrankungen und Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich tiergestützter Interventionen.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZU DEMENZ: Definition, Krankheitsformen, Verläufe sowie die Bedürfnisse und Ressourcen demenziell erkrankter Menschen.
3. DIE BEHANDLUNG DER DEMENZ: Übersicht und kritische Betrachtung gängiger nicht-medikamentöser Therapiekonzepte in der stationären Versorgung.
4. DIE TIERGESTÜTZTE THERAPIE: Historische Entwicklung und Abgrenzung der Definitionen von tiergestützten Aktivitäten (AAA) und Therapien (AAT).
5. DIE MENSCH-TIER-BEZIEHUNG: Erläuterung von Erklärungsmodellen und Kommunikationstheorien zur wissenschaftlichen Fundierung der Mensch-Tier-Bindung.
6. DIE GESUNDHEITSFÖRDERNDE WIRKUNG DER TIERE AUF DEN MENSCHEN: Analyse der physischen, psychischen und sozialen Effekte von Tieren auf Basis des Salutogenese-Modells.
7. DIE BEDEUTUNG DER TIERE FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ: Zusammenführung der theoretischen Aspekte mit dem aktuellen Forschungsstand zu tiergestützten Ansätzen bei Demenz.
8. TIERE IN ALTENPFLEGEEINRICHTUNGEN: Darstellung praktischer Umsetzungsformen, gesetzlicher Rahmenbedingungen und Finanzierungsaspekte.
9. FAZIT: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse und Ausblick auf den Forschungsbedarf zur tiergestützten Therapie bei Demenz.
Demenz, Tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung, Salutogenese, Lebensqualität, Altenpflege, Nicht-medikamentöse Therapie, Kommunikation, Nonverbale Kommunikation, Tierbesuchsdienst, Psychisches Wohlbefinden, Demografischer Wandel, Sozialer Katalysator
Die Bachelor-Arbeit untersucht den potenziellen Nutzen tiergestützter Interventionen bei der Betreuung von Menschen mit Demenz, um deren Lebensqualität und soziale Interaktion zu verbessern.
Die Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen der Demenz, psychologische Erklärungsmodelle für die Mensch-Tier-Beziehung, die gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren sowie die praktische Implementierung in Altenpflegeeinrichtungen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Tiere als „Brückenbauer“ fungieren können, um die Beziehungsentstehung zu Menschen mit Demenz zu erleichtern, wenn verbale Konzepte an ihre Grenzen stoßen.
Die Autorin führt eine tiefgehende Literaturarbeit durch, in der sie theoretische Grundlagen aus der Psychologie und Gerontologie mit bestehenden Studien zur tiergestützten Therapie verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Erklärungsmodelle zur Mensch-Tier-Kommunikation und eine detaillierte Analyse der bisherigen Studienlage zur Wirksamkeit dieser Therapieform.
Zentrale Begriffe sind Demenz, Tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung, Salutogenese, Lebensqualität und nonverbale Kommunikation.
Da bei Demenz kognitive, sprachliche Fähigkeiten früh schwinden, bleibt der emotionale, analoge Kanal länger zugänglich, über welchen Tiere direkten Kontakt herstellen können.
Der Aschenputteleffekt beschreibt die Erkenntnis, dass Tiere dem Menschen bedingungslose Zuwendung schenken, ohne ihn aufgrund seiner Einschränkungen zu urteilen, was das Selbstwertgefühl der Betroffenen stärkt.
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