Masterarbeit, 2000
50 Seiten, Note: "bestanden"
1. Vorwort
1.1 Einleitung
2. Rassismus
2.1. Rassismus in Deutschland nach 1989
2.2. Rassismus in Griechenland
3. Das Handbuch der Antirassistischen Erziehung von G. Tsiakalos
3.1 Entstehung und Konzept
3.2. Der Aspekt des „Fremden“ bei G. Tsiakalos
3.3 Der Ansatz von Posselt / Schumacher
3.4 Unterrichtsbeispiel von G. Tsiakalos
4. Exkurs: Wahrheit und Erkenntnis
5. Schlusswort
6. Anhang
6.1 Übersicht der Kapitel des Handbuches
6.2 Literaturverzeichnis:
Die vorliegende Master Thesis analysiert das Handbuch zur antirassistischen Erziehung von Georgios Tsiakalos und vergleicht dessen didaktische Ansätze mit westeuropäischer Literatur. Ziel der Arbeit ist es, die zentralen Leitgedanken des Handbuches herauszuarbeiten und die Relevanz einer systematischen antirassistischen Pädagogik im Kontext der spezifischen gesellschaftlichen Bedingungen in Griechenland und Deutschland aufzuzeigen.
3.2. Der Aspekt des „Fremden“ bei G. Tsiakalos
Im folgenden Abschnitt soll der Aspekt des „Fremden“, den Tsiakalos in dem Handbuch für Antirassistische Erziehung verwendet, explizit untersucht werden. Da dieser sich über die gesamte Arbeit erstreckt und nicht besonders gekennzeichnet ist, besteht die Schwierigkeit darin, markante Positionen zu bestimmen, ohne einer Diskussion des gesamten Buches zu erliegen.
Tsiakalos verwendet in dem Handbuch durchgehend einen Dreischritt, d. h. Einsichten, die er den Lesern vermitteln will, werden erst emotional vorgestellt, um Empathie zu erwecken, wobei dem Leser ein gewisser Sicherheitsabstand gewährt bleibt. Die Fakten werden meist so präsentiert, daß man den Eindruck gewinnen könnte, man selbst ist noch nicht betroffen.
Erst im zweiten Schritt werden die kognitiven Schlüsse gezogen, sozusagen die Summe errechnet. Aus der Konsequenz der beiden vorherigen Schritte wird zuletzt eine andere Haltung eingefordert, erklärt durch eine Funktionalität der Zusammenhänge auf einer höheren Ebene. So nähert Tsiakalos sich dem Aspekt des „Fremden“ über das erste Kapitel, in dem die Hintergründe der weltweiten Migrationsbewegungen beschrieben werden (siehe die Kapitelübersicht des HD im Anhang).
1. Vorwort: Der Autor erläutert den Anlass der Arbeit und die Motivation, sich mit Rassismus im Kontext aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen in Deutschland und Griechenland zu beschäftigen.
2. Rassismus: Dieses Kapitel definiert Rassismus als "Konstruktion" und untersucht dessen Ausprägungen in Deutschland nach 1989 sowie in Griechenland vor dem Hintergrund sozioökonomischer Veränderungen.
3. Das Handbuch der Antirassistischen Erziehung von G. Tsiakalos: Hier wird das Konzept des Handbuches, der Umgang mit dem „Fremden“ sowie der Ansatz von Posselt / Schumacher kritisch analysiert und ein konkretes Unterrichtsbeispiel vorgestellt.
4. Exkurs: Wahrheit und Erkenntnis: Der Autor reflektiert philosophisch über die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Vorurteilen und die Suche nach einer universellen Menschlichkeit.
5. Schlusswort: Die Arbeit fasst zusammen, dass Tsiakalos' Ansatz einen wichtigen Beitrag zur antirassistischen Praxis leistet, der über bloße moralische Appelle hinausgeht und strukturelle Veränderungen anstrebt.
6. Anhang: Enthält eine detaillierte Übersicht der Kapitel des untersuchten Handbuches sowie das vollständige Literaturverzeichnis.
Antirassistische Erziehung, Rassismus, Interkulturelle Bildung, Fremdenfeindlichkeit, Georgios Tsiakalos, Vorurteilsforschung, Migrationsbewegungen, Soziale Ausgrenzung, Pädagogik, Identitätsbildung, Konstruktivismus, Gesellschaftskritik, Menschenrechte, Xenophobie, Diskriminierung.
Die Arbeit analysiert das Handbuch für antirassistische Erziehung von Georgios Tsiakalos und vergleicht dessen Konzepte mit dem Stand der westeuropäischen interkulturellen Literatur.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse rassistischer Phänomene in Deutschland und Griechenland, dem pädagogischen Umgang mit dem "Fremden" sowie der kritischen Reflexion gesellschaftlicher Machtstrukturen.
Das Ziel ist es, die Leitgedanken des Tsiakalos-Handbuches zu extrahieren und aufzuzeigen, wie antirassistische Bildung systematisch in den Schulalltag integriert werden kann, um Vorurteile abzubauen.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die sowohl theoretische Konzepte der Erziehungswissenschaften als auch praktische didaktische Unterrichtsentwürfe untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Rassismus-Begriffs, die Analyse von Tsiakalos' Konzept und den Vergleich mit weiteren Ansätzen wie dem von Posselt und Schumacher.
Zentrale Begriffe sind Rassismus, antirassistische Erziehung, Interkulturalität, Fremdenfeindlichkeit, pädagogische Praxis und gesellschaftliche Konstruktion des „Fremden“.
Das Fremde wird als eine soziale Konstruktion betrachtet, die durch gezielte pädagogische Maßnahmen – wie den Dreischritt aus Einsicht, kognitivem Schluss und Haltungsänderung – entschlüsselt werden muss.
Griechenland wird zunehmend als Einwanderungsland wahrgenommen, wobei das Land jedoch noch stark von einer traditionellen, graecochristlichen Identität geprägt ist, die eine offene Auseinandersetzung mit dem Rassismus erschweren kann.
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