Masterarbeit, 2007
97 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 VORBEMERKUNGEN
1.2 FORSCHUNGSGEGENSTAND UND ZIELE
1.3 AUFBAU, METHODIK UND GRENZEN DER ARBEIT
1.4 DATENGRUNDLAGE, -QUALITÄT UND DATENSCHUTZ
1.5 AUSWAHL DER ZU UNTERSUCHENDEN KOMMUNEN
2 URSACHEN UND FOLGEN DES LEERSTANDES
2.1 ENTWICKLUNGEN AUF DEM SÄCHSISCHEN WOHNUNGSMARKT
2.1.1 Entwicklungen der Nachwendezeit
2.1.2 Zukünftige Entwicklungen
2.2 ENTWICKLUNGEN SÄCHSISCHER STÄDTEGRUPPEN IM VERGLEICH
2.2.1 Entwicklung der Nachfrage nach städtischem Wohnraum
2.2.2 Entwicklung des Wohnungsangebotes
2.3 ZWISCHENFAZIT: AUSMAß UND URSACHEN DES LEERSTANDES
2.4 FOLGEN DES LEERSTANDES UND DER SCHRUMPFUNG
2.4.1 Folgen des Angebotsüberhanges für die Wohnungswirtschaft
2.4.2 Externe Effekte des Wohnungsleerstandes
2.4.3 Schrumpfung und ihre Konsequenzen für die Effizienz städtischer Strukturen und deren Finanzierung
2.5 THEORIEN DER WOHNSTANDORTENTSCHEIDUNG
2.5.1 Gravitationsmodelle und makroökonomische Erklärungsansätze
2.5.2 Individuelle Entscheidungskalküle der Wohnstandortwahl
2.6 ZWISCHENFAZIT: LOKALE EINFLUSSMÖGLICHKEITEN
3 DAS PROGRAMM „STADTUMBAU OST“
3.1 DAS BUND – LÄNDER – PROGRAMM „STADTUMBAU OST“
3.1.1 Ziele
3.1.2 Förderinstrumente
3.1.3 Finanzielle Ausstattung
3.2 AUFWERTUNG ALS STRATEGIE DER SICHERUNG VON NACHFRAGEPOTENTIALEN IN STÄDTISCHEN WOHNQUARTIEREN
3.2.1 Empirische Befunde der Wohnstandortzufriedenheit und Wanderungsmotivationen
3.2.2 Instrumente der Aufwertung im Rahmen des Programms „Stadtumbau Ost“ im Einzelnen
Exkurs: „Gute Beispiele“ aus der Förderpraxis des Stadtumbaus
3.3 ZWISCHENFAZIT: POTENTIALE DER AUFWERTUNG IM RAHMEN DES PROGRAMMS „STADTUMBAU OST“
4 BEWERTUNG DER AUFWERTUNGSPRAXIS SÄCHSISCHER STÄDTE
4.1 BEWERTUNG DER ALLGEMEINEN EFFIZIENZ
4.1.1 Kriterien der Effizienzbewertung im Einzelnen
4.1.2 Effizienzbewertung
4.1.3 Ergebnisse
4.2 BEWERTUNG DER EFFEKTIVITÄT
4.2.1 Allgemeine Effektivitätsanalyse – Bewertung der Mittelverteilung
4.2.1.1 Einschätzung der Aufwertungspotentiale
4.2.1.2 Ergebnisse der allgemeinen Effektivitätsanalyse
4.2.2 Bewertung der Mittelverwendung
4.2.2.1 Methodischer Aufbau und Kriterien der Bewertung
4.2.2.2 Der differenzierte Zielkatalog des Programms „Stadtumbau Ost“
4.2.2.3 Kriterien der Effektivität
4.2.2.4 Ergebnisse der Effektivitätsbewertung verfügbarer Aufwertungsmaßnahmen
4.2.3 Bewertung der realisierten Mittelverwendung in den Städtetypen
4.2.3.1 Aufwertungsstädte
4.2.3.2 Wohnstädte
4.2.3.3 Rückbaustädte
4.3 ZWISCHENFAZIT: EFFIZIENZ UND EFFEKTIVITÄT DER FÖRDERUNG
5 FAZIT
Diese Arbeit untersucht die Effektivität und Effizienz des Förderprogramms „Stadtumbau Ost“ in Sachsen. Ziel ist es, zu analysieren, ob durch Aufwertungsmaßnahmen – unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung – die Probleme schrumpfender Wohnungsmärkte in sächsischen Kommunen nachhaltig adressiert werden können, um eine Stabilisierung zu erreichen.
1.2 Forschungsgegenstand und Ziele
In Reaktion auf die Probleme der ostdeutschen Wohnungsmärkte wurde im Jahr 2001 das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ beschlossen. Darin sind umfangreiche Fördermittel für den Rückbau bestehender Überkapazitäten und für die Aufwertung städtischer Quartiere vorgesehen. Verfolgt wird damit ein Zielkatalog, der neben der Bereinigung des Wohnungsmarktes auch die Attraktivität ostdeutscher Städte steigern und die Folgen der demographischen Entwicklung mildern soll.
Öffentliche Fördermittel für Städtebau und Stadtentwicklung stehen aus ökonomischer Sicht stets in dem Verdacht, einer ineffizienten und ineffektiven Verwendung zugeführt zu werden. Dies resultiert aus der Annahme, dass Entscheidungs- und Kostenträger keine Einheit bilden und es so unter Missachtung des Konnexitätsprinzips zu einer übermäßigen Inanspruchnahme fremder Mittel kommt. Das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ bildet in diesem Zusammenhang keine Ausnahme. Insbesondere Maßnahmen zur Gestaltung des Wohnumfeldes oder des öffentlichen Raumes erscheinen aufgrund von Schwierigkeiten bei der Erfolgsbilanzierung problematisch. Im Gegensatz zu Maßnahmen, die auf eine Reduzierung des Wohnungsbestandes abzielen, können hier nur bedingt Kennzahlen wie Abriss- oder Leerstandsquoten als Maßstab der Bewertung herangezogen werden. Für eine Einzelbewertung der unternommenen Schritte wäre es notwendig, unter anderem kleinräumige Wanderungsanalysen und Befragungen zur Wohnstandortzufriedenheit durchzuführen. Bisherige Betrachtungen konzentrierten sich überwiegend auf die Untersuchung einzelner Teilaspekte des Stadtumbaus. Geringere Aufmerksamkeit wurde der generellen Verwendung und Vergabepraxis der Fördermittel für Aufwertung gewidmet. Dies erscheint jedoch notwendig, da ohne eine vergleichende Bewertung nur eingeschränkte Erkenntnisse über effektive und effiziente Alternativen der Verwendung von Fördermitteln möglich sind.
Die vorliegende Arbeit schließt an dieser Problematik an. Unter der zentralen Fragestellung „Können bestehende Ansätze der Aufwertung, unter Berücksichtigung der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung, einen effektiven und effizienten Beitrag zur Lösung der Probleme auf städtischen Wohnungsmärkten leisten?“ soll eine Systematik für eine vergleichende Bewertung von Aufwertungsmaßnahmen am Beispiel sächsischer Städtegruppen entwickelt werden.
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in das Problem des Wohnungsleerstands in Ostdeutschland ein, definiert das Forschungsziel und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Datenbasis der Arbeit.
2 URSACHEN UND FOLGEN DES LEERSTANDES: Hier werden die Entwicklungen auf dem sächsischen Wohnungsmarkt analysiert, Ursachen und Folgen der Schrumpfung untersucht und theoretische Konzepte der Wohnstandortwahl diskutiert.
3 DAS PROGRAMM „STADTUMBAU OST“: Dieses Kapitel detailliert die Ziele, Förderinstrumente und die finanzielle Ausstattung des Programms sowie die Strategie der Aufwertung als Mittel zur Sicherung von Nachfragepotentialen.
4 BEWERTUNG DER AUFWERTUNGSPRAXIS SÄCHSISCHER STÄDTE: Der Hauptteil bietet eine methodische Bewertung der Effizienz und Effektivität der eingesetzten Fördermittel in unterschiedlichen sächsischen Städtegruppen.
5 FAZIT: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet die Aufwertungspraxis kritisch und gibt Empfehlungen für eine zielgenauere Mittelverwendung.
Stadtumbau Ost, Sachsen, Wohnungsleerstand, demographischer Wandel, Aufwertung, Rückbau, Wohnstandortwahl, Nutzwertanalyse, Fördermittel, Stadtentwicklung, Leerstandsursachen, Nachfragepotentiale, Infrastruktur, Stadtplanung, Mittelverwendung.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit des Förderprogramms „Stadtumbau Ost“ in Sachsen und untersucht, inwieweit Aufwertungsmaßnahmen dazu beitragen können, die Probleme schrumpfender städtischer Wohnungsmärkte zu lösen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Analyse der Leerstandsursachen, die Darstellung der Förderinstrumente, die Bewertung der Mittelverteilung nach Städtetypen sowie die theoretische Fundierung der Wohnstandortwahl.
Die zentrale Frage lautet, ob bestehende Aufwertungsansätze vor dem Hintergrund der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung einen effektiven und effizienten Beitrag zur Lösung der Wohnungsmarktprobleme leisten können.
Die Autorin nutzt eine modifizierte Kosten-Nutzwertanalyse, um die Effektivität und Effizienz der Fördermittelverwendung in verschiedenen sächsischen Städtegruppen vergleichend zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Analyse der Ursachen und Folgen von Leerstand, eine detaillierte Darstellung des Stadtumbau-Programms sowie eine empirische Bewertung der tatsächlichen Aufwertungspraxis in sächsischen Kommunen.
Die wichtigsten Begriffe sind Stadtumbau, Wohnungsmarkt, demographischer Wandel, Leerstand, Aufwertung, Rückbau, Fördermittel und Stadtentwicklung.
In diesen Kommunen liegt der Fokus naturgemäß stärker auf dem physischen Rückbau überzähliger Bestände als auf einer qualitativen Aufwertung, was die dort geringere Auszahlungsquote erklärt.
Die Arbeit kritisiert, dass ein Großteil der Fördermittel in diesen Städten in periphere Lagen fließt, was im Sinne einer effizienten, auf Stadtkerne fokussierten Stadtentwicklung als kontraproduktiv angesehen wird.
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