Examensarbeit, 2005
121 Seiten, Note: 1,0
0. Einleitung
1. Theoretische Grundlagen
1.1. Gruppenarbeit
1.1.1 Gemeinsames Lernen: Lehrplan NRW
1.1.2 Der Begriff Gruppenarbeit
1.1.2.1 In der Schule
1.1.2.2 In der Umwelt
1.1.3 Auswirkungen von Gruppenarbeit auf Schüler der Grundschule
1.1.4 Zusammensetzung der Gruppen
1.1.5 Kriterien für gute Gruppenarbeit
1.1.6 Mögliche Probleme
1.1.6.1 Soziales Faulenzen
1.1.6.2 Reflektiertes Denken
1.1.6.3 Problembezogene Fragen
1.1.6.4 Interaktionsklassen
1.1.6.5 Metakommunikation
1.1.6.6 Stress durch Erklärerrolle
1.1.6.7 Zeitaufwand
1.1.7 Lehrerverhalten vor und während des Gruppenunterrichtes
1.1.8 Zusammenfassung
1.2 Geeignete Aufgaben für den Gruppenunterricht
1.2.1 Konzeption der Aufgaben
1.2.2 Leitfragen zur Offenheit und Zielorientierung
1.3 Problemhaltige Textaufgaben
1.3.1 Textaufgaben
1.3.2 Lernvoraussetzungen bei Sachaufgaben
1.3.3 Fördermöglichkeiten
1.3.4 Besonderheiten problemhaltiger Denk- und Sachaufgaben
1.3.5 Einteilung der Problemaufgaben
1.3.6 Prozesse und Phänomene beim Problemlösen
1.3.7 Entwicklung von mathematischen Fähigkeiten
1.4 Zusammenfassung
2. Entwicklung der Versuchsaufgaben
2.1 Aufgabenfindung
2.1.1 Entscheidung für Problemaufgaben
2.1.2 Verworfene Idee
2.2 Die Testaufgaben
2.2.1. Einstiegsaufgabe - Vortest
2.2.2. Aufgabe 2
2.2.3. Aufgabe 3
2.2.4 Nachtest
2.2.5 Differenzierung
2.3 Zusammenfassung
3. Durchführung der Testreihe
3.1 Äußere Begebenheiten
3.1.1 Die Schule
3.1.2 Die Schulklasse
3.1.3 Die Gruppenzusammensetzung
3.1.4 Organisation
3.2 Einführung der problemhaltigen Aufgaben
3.2.1 Einführungsaufgaben
3.2.1.1 Geometrisch – physikalischer Hintergrund und offene Elemente
3.2.1.2 Besonderheiten in den Aufgabebedingungen
3.3 Die Testreihe
3.3.1 Einführung der neuen Aufgaben
3.3.2 Auszüge aus den Lösungswegen der Gruppe A
3.3.3 Auszüge aus den Lösungswegen der Gruppe B
3.3.4 Differenzierungsaufgabe
3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.4.1 Die Entwicklung der Lösungswege
3.4.2 Die Entwicklung der Strategien
3.4.3 Zusammenfassung der Gruppenergebnisse und Folgerungen
3.5 Allgemeine Folgerungen und gewonnene Erkenntnisse
4. Resümee und weiterführende Fragen
4.1 Resümee
4.2 Weiterführende Fragen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Interaktionsverhalten bei Grundschulkindern auf ihre Problemlösefähigkeit während mathematischer Aufgabenstellungen in Kleingruppen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, inwiefern soziale Interaktion und Kommunikation zwischen Schülern die Problemlösungsprozesse fördern oder hemmen und welche Bedingungen für eine erfolgreiche Gruppenarbeit in der Primarstufe erfüllt sein müssen.
1.1.2.1 In der Schule
„Gruppenunterricht ist eine Sozialform des Unterrichts, bei der durch zeitlich begrenzte Teilung des Klassenverbandes in mehrere Abteilungen arbeitsfähige Kleingruppen entstehen, die gemeinsam an der von der Lehrerin gestellten oder selbst erarbeiteten Themenstellung arbeiten und deren Arbeitsergebnisse in späteren Unterrichtsphasen für den Klassenverband nutzbar gemacht werden können. Gruppenarbeit ist die in dieser Sozialform von den Schülerinnen und der Lehrerin geleistete zielgerichtete Arbeit, soziale Interaktion und sprachliche Verständigung.“
Diese Definition von Gruppenarbeit stellt die bloße, körperliche Organisation von Schülern in Gruppen dar. Es werden keine inhaltlichen Einschränkungen zur Gruppenorganisation genannt. Demnach entsteht Gruppenarbeit, unter Vernachlässigung der Gruppenstärke, wenn sich mehrere Schüler zu einer Gruppe zusammenfinden und arbeiten. Die Schüler arbeiten gemeinsam und zielgerichtet an einem Problem, das sie später dem Klassenverband präsentieren. Die Form der Vorstellung ist ihnen freigestellt. Während der Gruppenarbeit sind die Schüler dazu angehalten, sich untereinander zu verständigen. Dies geschieht überwiegend durch Sprache und soziale Interaktion. In keiner anderen Unterrichtsform ist der Redeanteil der Schüler höher. Am Ende der Gruppenarbeit wird immer ein gemeinsames Endprodukt realisiert, auf das sich die Gruppe geeinigt hat. Die Anzahl der sich beteiligten Gruppenmitglieder an dem Ergebnis wird nicht beachtet.
Die Gruppenarbeit steht im Kontrast zur Einzelarbeit bei der jeder Schüler alleine tätig wird und autonom ein Problem erarbeitet. Am Ende einer solchen Arbeitsphase stellt jeder Schüler sein individuelles Ergebnis vor. Die Kommunikation mit anderen Mitschülern ist dabei sekundär zu betrachten.
0. Einleitung: Stellt die Relevanz von Gruppenarbeit als Schlüsselqualifikation in der Grundschule dar und formuliert die zentralen Fragen nach dem Einfluss von Interaktion auf die Problemlösefähigkeit.
1. Theoretische Grundlagen: Definiert den Begriff der Gruppenarbeit, beleuchtet ihre Auswirkungen auf Grundschulkinder und diskutiert Kriterien für eine erfolgreiche Umsetzung im Unterricht.
2. Entwicklung der Versuchsaufgaben: Beschreibt die methodische Herangehensweise bei der Auswahl und Konzeption problemhaltiger Sachaufgaben, die zur Förderung der Interaktion in den Testgruppen dienten.
3. Durchführung der Testreihe: Dokumentiert die praktische Umsetzung, analysiert die Arbeitsprozesse in den Kleingruppen anhand von Fallbeispielen und fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen.
4. Resümee und weiterführende Fragen: Fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und reflektiert über Möglichkeiten zur weiteren Erforschung der Interaktionsprozesse.
Gruppenarbeit, Problemlösen, Grundschule, Interaktion, Kommunikation, Mathematischer Unterricht, Kooperatives Lernen, Sachaufgaben, Sozialkompetenz, Problemlösefähigkeit, Lernstrategien, Kleingruppen, Schülerverhalten, Lehrperson, Reflexion.
Die Arbeit untersucht, wie die Interaktion zwischen Grundschulkindern beim Bearbeiten von mathematischen Problemen deren Problemlösefähigkeit beeinflusst.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Gruppenarbeit, die Konzeption problemhaltiger Aufgaben sowie die praktische Analyse von Gruppenprozessen in der Primarstufe.
Es wird erforscht, wie sich soziale Interaktion und die Kommunikation in Kleingruppen auf die Qualität des mathematischen Problemlösens bei Drittklässlern auswirken.
Die Arbeit nutzt Fallstudien, bei denen Gruppenarbeitsphasen gefilmt und die entstandenen Kinderdokumente sowie das Gesprächsverhalten qualitativ analysiert wurden.
Im Hauptteil wird die Entwicklung der spezifischen Aufgabenserie sowie die detaillierte Durchführung der Testreihe in einer dritten Klasse mit verschiedenen Kleingruppen beschrieben.
Die zentralen Begriffe sind Gruppenarbeit, Interaktionsverhalten, mathematisches Problemlösen und kooperatives Lernen.
Die Autorin betont, dass die Lehrperson sich in Gruppenphasen zurücknehmen sollte, um die Kinder zur Eigenverantwortung und zum selbstständigen Entdecken von Lösungswegen anzuregen.
Da sie nicht auf Anhieb mit Routinemethoden lösbar sind, erfordern sie logisches Denken und Austausch, was den Kommunikationsbedarf und somit die Interaktion zwischen den Kindern fördert.
Die Gruppe B war stark durch die dominante Art eines Schülers geprägt, was den kooperativen Prozess hemmte, da die anderen Kinder die Lösungswege teilweise unreflektiert übernahmen, anstatt sie selbst zu verstehen.
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