Diplomarbeit, 2007
122 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Lebensphase Jugend
2.1 Abgrenzung zur Lebensphase Kindheit
2.2 Abgrenzung zur Lebensphase Erwachsenenalter
2.3 Lebensbereiche Jugendlicher
2.3.1 Lebensbereich Schule
2.3.3 Lebensbereich Familie
2.3.3 Lebensbereich peer groups
2.4 Zusammenfassung
3 Soziale Benachteiligung im Jugendalter
3.1 Das allgemeine Befinden sozial benachteiligter Jugendlicher
3.2 Sozial benachteiligte Jugendliche und Gesundheit
3.3 Sozial benachteiligte Jugendliche und Schulbildung
3.3.1 Einfluss von sozialer Benachteiligung auf die Wahl des Schultyps
3.3.2 Einfluss von sozialer Benachteiligung auf den Schulerfolg
3.4 Zusammenfassung
4. Spezielle Problemlagen sozial benachteiligter Jugendlicher
4.1 Gewalterfahrungen in der Familie
4.1.1 Formen von Gewalt
4.1.2 Ursachen für das Ausüben von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
4.2 Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Stieffamilien
4.2.1 Der Stiefvater als Eindringling
4.2.2 Die verschiedenen Rollen des Stiefvaters
4.2.3 Gewalt in Stieffamilien
4.3 Alkoholmissbrauch der Eltern
4.4 Verhaltensauffälligkeiten bei sozial benachteiligten Jugendlichen
4.4.1 Definition des Begriffes „verhaltensauffällig“
4.4.2 Verhaltensauffälligkeiten als Folge von Gewalterfahrungen und Trauma
4.4.3 Verhaltensauffälligkeiten als Folge von sozialer Randständigkeit und wechselnder Erziehungspraktiken
4.4.4 Verhaltensauffälligkeiten und geschlechtstypische Unterschiede
4.5 Zusammenfassung
5 Die betreute Wohngemeinschaft für Jugendliche
5.1 Die Entstehung von Jugendwohngemeinschaften in Österreich
5.2 Das Konzept der koedukativen Wohngemeinschaft für Jugendliche
5.2.1 Ziele der koedukativen Wohngemeinschaft
5.2.2 Zielgruppen der koedukativen Wohngemeinschaft
5.2.3 Die Mitarbeiter/innen der koedukativen Wohngemeinschaft
5.2.4 Die Methodik der koedukativen Wohngemeinschaft
5.3 Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
5.3.1 Die Zusammenarbeit mit den Eltern
5.3.2 Die Zusammenarbeit mit Jugendbehörden
5.3.3 Die Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendpsychiatrie
5.4 Zusammenfassung
6 Forschungsprojekt über sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft
6.1 Die betreute Wohngemeinschaft Spatz’nnest
6.1.1 Zielgruppen der Wohngemeinschaft Spatz’nnest
6.1.2 Das Betreuerteam der Wohngemeinschaft Spatz’nnest
6.1.3 Die Ziele der Wohngemeinschaft Spatz’nnest
6.1.4 Das Leben in der Wohngemeinschaft Spatz’nnest
6.2 Ziele und Inhalte des Forschungsprojektes
6.3 Stichprobe und Methodisches Vorgehen
6.4 Präsentation der Forschungsergebnisse von weiblichen Jugendlichen
6.4.1 Die Familie
6.4.2 Die Wohngemeinschaft
6.4.3 Das Betreuerteam
6.4.4 Freundschaften und peer groups
6.4.5 Ausbildung
6.4.6 Lebensentwürfe
6.5 Präsentation der Forschungsergebnisse von männlichen Jugendlichen
6.5.1 Die Familie
6.5.2 Die Wohngemeinschaft
6.5.3 Das Betreuerteam
6.5.4 Freundschaften und peer groups
6.5.5 Ausbildung
6.5.6 Lebensentwürfe
6.6 Sichtweisen der befragten Betreuerinnen
6.6.1 Die Familie
6.6.2 Die Wohngemeinschaft
6.6.3 Das Betreuerteam
6.6.4 Freundschaften und peer groups
6.6.5 Ausbildung
6.6.6 Lebensentwürfe
6.7 Diskussion der Forschungsergebnisse
6.7.1 Die Familie
6.7.2 Die Wohngemeinschaft
6.7.3 Das Betreuerteam
6.7.4 Freundschaften und peer groups
6.7.5 Ausbildung
6.7.6 Lebensentwürfe
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensbedingungen und Entwicklungschancen von sozial benachteiligten Jugendlichen in der betreuten Wohngemeinschaft "Spatz'nnest". Dabei wird analysiert, wie diese alternative Wohnform dazu beitragen kann, familiäre Defizite auszugleichen, psychische Stabilität zu fördern und die soziale Integration der Jugendlichen zu unterstützen.
4.1.1 Formen von Gewalt
Der Begriff „Gewalt gegen Kinder“ ist dem Begriff der Kindesmisshandlung bedeutungsgleich und „steht dabei für die Gesamtmenge aller Formen negativ bewerteter Einwirkungen, Akte und Unterlassungen, gleich welcher Modalität, die Kinder betreffen“ (Wetzels 1997, S.59).
Gewalt kann sowohl physische als auch psychische Erscheinungsformen annehmen. Bereits das Miterleben von Gewalthandlungen zwischen den Eltern wird als psychische Gewalt angesehen. Des Weiteren beinhalten beide Erscheinungsformen auch den Bereich der elterlichen Vernachlässigung (vgl. Lamnek/Luedtke/Ottermann 2006, S.117). Eine weitere Form von Gewalt stellt außerdem die sexuelle Gewalt dar, durch welche die betroffenen Kinder und Jugendlichen besonders schwer traumatisiert werden können. Die soeben genannten Formen von Gewalt sollen nachfolgend aufgezeigt werden.
Physische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche kann verschiedene Ausprägungen haben. Dazu zählen insbesondere folgende Handlungen:
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Lebensphase Jugend ein und stellt die Relevanz von alternativen Wohnformen für sozial benachteiligte Jugendliche dar.
2 Lebensphase Jugend: In diesem Kapitel werden die allgemeinen Entwicklungsaufgaben und Lebensbereiche Jugendlicher sowie deren Abgrenzung zum Kindes- und Erwachsenenalter theoretisch erläutert.
3 Soziale Benachteiligung im Jugendalter: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Belastungen sozial benachteiligter Jugendlicher in den Bereichen Gesundheit, Wohlbefinden und schulische Bildung.
4. Spezielle Problemlagen sozial benachteiligter Jugendlicher: Es werden familiäre Faktoren wie Gewalt, Stieffamilienkonstellationen und Alkoholmissbrauch sowie deren Einfluss auf Verhaltensauffälligkeiten bei Jugendlichen behandelt.
5 Die betreute Wohngemeinschaft für Jugendliche: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Konzept und die methodischen Grundlagen koedukativer Jugendwohngemeinschaften sowie deren Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.
6 Forschungsprojekt über sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft: Dieser Hauptteil präsentiert die konkreten Ergebnisse der qualitativen Studie in der Einrichtung Spatz'nnest hinsichtlich der Lebenssituation der Jugendlichen.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen und bewertet die Wirksamkeit der betreuten Wohngemeinschaft für die positive Entwicklung der Jugendlichen.
Soziale Benachteiligung, Jugendalter, Betreute Wohngemeinschaft, Familiäre Problemlagen, Erziehung, Psychische Stabilität, Sozialpädagogik, Spatz'nnest, Verhaltensauffälligkeiten, Gewalterfahrung, Identitätsentwicklung, Integration, Ausbildung, peer groups, Jugendforschung.
Die Diplomarbeit untersucht die Lebenssituation von sozial benachteiligten Jugendlichen, die in einer betreuten, sozial- und erlebnispädagogischen Wohngemeinschaft leben.
Die Arbeit beleuchtet die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Entwicklung, die familiären Belastungsfaktoren der Jugendlichen sowie das Konzept und die Wirksamkeit von betreuten Jugendwohngemeinschaften.
Das Hauptziel besteht darin, darzustellen, wie sich die Jugendlichen in der alternativen Lebensform der Wohngemeinschaft fühlen und inwiefern diese zur Persönlichkeitsentwicklung und Stabilisierung beiträgt.
Die Autorin führt eine qualitative Untersuchung mittels Leitfadeninterviews mit sechs Jugendlichen und zwei Betreuungspersonen durch, um deren subjektive Sichtweisen und Erfahrungen abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Themen Jugendphase, soziale Benachteiligung und Problemlagen in Familien sowie den empirischen Teil, der das Forschungsprojekt im "Spatz'nnest" evaluiert.
Zentrale Begriffe sind soziale Benachteiligung, betreute Wohngemeinschaft, pädagogische Intervention, psychosoziale Entwicklung, Jugendhilfe und Lebensbewältigung.
Die Jugendlichen erfahren im "Spatz'nnest" im Gegensatz zu ihren oft belastenden Herkunftsfamilien ein gewaltfreies, strukturiertes Umfeld, das ihnen Sicherheit bietet und die individuelle Entfaltung sowie soziale Integration fördert.
Gleichaltrigengruppen spielen eine wichtige Rolle für die Identitätsentwicklung, bieten gegenseitige Unterstützung und ermöglichen den Austausch über Interessen, wenngleich sie auch Konfliktpotenzial bergen.
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