Magisterarbeit, 2006
84 Seiten, Note: 1,3
Das Ziel dieser Untersuchung ist, Arthur Schopenhauers Willensmetaphysik zugänglich zu machen und ihr neu zu begegnen. Dabei steht die These im Zentrum, dass die Willensmetaphysik ihre endgültige Form durch den Bezug auf Leid und Erlösung findet. Die Autorin untersucht Schopenhauers "Philosophie des Leidens" mit dem Ziel, Leid und die Möglichkeit der Erlösung umfassend zu verstehen.
Kapitel 1 führt in die Thematik des Leids und der zentralen Positionen Schopenhauers ein. Kapitel 2 widmet sich der Darstellung und Interpretation der Schopenhauerschen Willensmetaphysik unter Berücksichtigung des Problems des Leides. Die Autorin analysiert die Objektivation des Willens, die Rolle des Egoismus und die Entstehung von Leid in der Welt. In Kapitel 3 legt die Autorin eine vertiefende Analyse des Schopenhauerschen Willensbegriffs vor, wobei sie insbesondere die Prozessualität und Substantialisierung des Willens in den Blick nimmt. Die Auseinandersetzung mit der Kritik von Kuno Fischer an der Schopenhauerschen Willensmetaphysik bildet einen weiteren Schwerpunkt dieses Kapitels.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schopenhauersche Willensmetaphysik, das Leid als zentrale Kategorie der Philosophie, die Prozessualität und Substantialisierung des Willens, die Rolle der Ethik, die Kritik an der traditionellen Metaphysik und die Interpretationen von Schopenhauers Willensmetaphysik durch Kuno Fischer und Julius Frauenstädt.
Schopenhauer sieht den irrationalen „Willen“ als das wahre Wesen der Welt. Da dieser Wille niemals dauerhaft befriedigt werden kann, ist das Dasein grundlegend durch Leid geprägt.
Während der Wille Leid erzeugt, bietet die Erkenntnis (insbesondere die intuitive Erkenntnis) einen Weg zur Verneinung des Willens und damit zur Erlösung vom Leid.
Für Schopenhauer ist der Wille das „Ding an sich“ – die Realität hinter den Erscheinungen, die wir durch Raum, Zeit und Kausalität wahrnehmen.
Die Askese ist eine Form der Willensverneinung, durch die der Mensch versucht, sich von den Bedürfnissen und dem damit verbundenen Leiden des Daseins zu befreien.
Weil er das menschliche Leben als einen ständigen Kampf (bellum omnium contra omnes) ansieht, der von Egoismus und unstillbarem Verlangen getrieben wird.
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