Magisterarbeit, 2006
116 Seiten, Note: 2,1
Die vorliegende Magisterarbeit befasst sich mit der Konstruktion von politischer Öffentlichkeit in TV Talkshows, insbesondere im Kontext der deutschen Fernsehsendungen Sabine Christiansen und HART aber fair. Ziel der Arbeit ist es, die medientheoretischen Ansätze des soziokulturellen Konstruktivismus von Siegfried J. Schmidt auf die Analyse der politischen Gesprächsrunden anzuwenden.
Kapitel zwei behandelt die Theorie des Radikalen Konstruktivismus und beleuchtet seine Grundannahmen und Kritikpunkte. Kapitel drei führt den soziokulturellen Konstruktivismus von Siegfried J. Schmidt ein, wobei die Entwicklung der Konzepte von Kommunikation, Kultur und Medien im Vordergrund steht.
Kapitel vier untersucht den gesellschaftlichen Wandel durch Massenmedien, insbesondere durch Fernsehen. Es werden die Instrumente der Wirklichkeitskonstruktion durch Massenmedien sowie ihre Rolle in der Sozialisation betrachtet. Die Kritik an den Massenmedien und der Einfluss auf den gesellschaftlichen Wandel werden am Beispiel von politischen Fernsehrunden diskutiert.
Kapitel fünf konzentriert sich auf die Fernsehtypischen Inszenierungselemente von Polit-Talkshows, am Beispiel von Sabine Christiansen und HART aber fair. Es werden die Sendungsstruktur, Moderation, Teilnehmerstruktur, Themenauswahl und die technisch-visuelle Vermittlung analysiert.
Die Arbeit thematisiert zentrale Konzepte des soziokulturellen Konstruktivismus, insbesondere im Kontext der Medien- und Kulturtheorie. Dabei stehen die Konstruktion von politischer Öffentlichkeit, Massenmedien als Instrumente der Wirklichkeitskonstruktion und der Einfluss des Fernsehens auf die Sozialisation im Vordergrund. Die Analyse konzentriert sich auf die Analyse von TV Talkshows, speziell auf Sabine Christiansen und HART aber fair, und beleuchtet deren Bedeutung für die öffentliche Meinungsbildung und die Gestaltung von politischen Diskursen.
Gemäß dem soziokulturellen Konstruktivismus konstruieren Massenmedien eine eigene Wirklichkeit. Zuschauer orientieren sich oft an diesen medialen Vorgaben, wodurch sich gesellschaftliche und kulturelle Werte verändern.
Schmidt betrachtet Medien, Kultur und Kommunikation als untrennbare Einheit (Medienkultur). Er untersucht, wie Massenmedien als Instrumente der Wirklichkeitskonstruktion und Sozialisation fungieren.
Die Arbeit analysiert die Sendungen "Sabine Christiansen" und "HART aber fair" hinsichtlich ihres Settings, ihrer Themenwahl und ihrer Teilnehmerstruktur.
Dies beschreibt den Prozess, bei dem sich politische Akteure und Inhalte zunehmend an die Logik und die Inszenierungsbedürfnisse der Massenmedien (insbesondere des Fernsehens) anpassen müssen.
Die Analyse zeigt, dass die Auswahl der Gäste (Politiker, Experten, Betroffene) maßgeblich beeinflusst, welcher Diskursraum für die Öffentlichkeit konstruiert wird und welche Argumente dominieren.
Talkshows bestimmen durch die Auswahl ihrer Themen, worüber die Gesellschaft spricht. Sie haben somit eine enorme Macht bei der Priorisierung politischer Probleme in der öffentlichen Wahrnehmung.
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