Bachelorarbeit, 2005
56 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffserklärung
2.1 Kultur
2.2 Übersetzen
3 Übersetzungsprozess
3.1 Übersetzung als interkulturelle Kommunikation
3.2 Äquivalenz
4 Lakunen
4.1 Definition
4.2 Semiotische Prozesse der Lakunisierung
4.3 Lakunenklassifikation
4.4 Anwendung des Lakunen-Modells
5 Schwierigkeiten beim Übersetzen: Übersetzungsproblematik
5.1 Vorgehensweisen
5.2 Strategien der Eliminierung von Lakunen
6 Praktischer Teil
6.1 Deutsch-polnische Übersetzung
6.1.1 Radek Knapp: Herrn Kukas Empfehlungen
6.1.2 Florian Illies: Generation Golf
6.1.3 Alexa Henning von Lange: Woher ich komme
6.2 Polnisch-deutsche Übersetzung
6.2.1 Paweł Huelle: Castrop
6.2.2 Dorota Masłowska: Wojna polsko-ruska pod flagą biało-czerwoną
7 Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht kulturelle Probleme bei der Übersetzung zwischen dem Deutschen und Polnischen. Dabei ist das primäre Ziel, die Anwendbarkeit des Lakunen-Modells in der Analyse und Praxis der literarischen Übersetzung aufzuzeigen und Strategien zur Überwindung kultureller Leerstellen zu erarbeiten.
1 Einleitung
"Każdy język to odrębny świat". Während eines Gesprächs zu diesem Thema äußerte sich Sława Lisiecka, eine polnische Übersetzerin, folgendermaßen:
"Każdy język bowiem ma przede wszystkim swój odrębny system pojęciowy, odrębną strukturę gramatyczną, składniową, swoiste przysłowia, idiomy (czyli utrwalone zwroty), które, przełożone dosłownie, na ogół tracą sens we własnym języku. [...] nie jesteśmy w stanie bardzo wiernie i dokładnie przekładać z żadnego obcego języka słowa po słowie. Musimy posługiwać się własnymi konstrukcjami, typowymi dla naszego języka. Musimy pisać zdania we własnym języku tak, żeby dobrze brzmiały, żeby były poprawnie skonstruowane." (Lisiecka 2003)
Dieses Zitat stellt meiner Ansicht nach eine gute Einführung in die Materie des Übersetzens in zweierlei Hinsicht dar. Erstens beschäftigt sich Lisiecka selbst mit dem Übersetzen und hat eine Reihe von bekannten Autoren ins Polnische übertragen, und zweitens kann man im Zitat viele übersetzungsrelevante Probleme entdecken. Jede Sprache ist anders und unterscheidet sich von einer anderen lexikalisch, stilistisch usw. Deswegen kann die Übersetzung nie wortwörtlich sein. Man muss vor allem seine eigene Sprache gut beherrschen, um richtig formulieren und um die Probleme beim Übersetzen lösen zu können. Ihre Schlussfolgerung könnte man folgendermaßen auslegen: man soll aus der Fremdsprache in die eigene Sprache so übersetzen, dass niemand erkennen kann, dass es sich um eine Übersetzung handelt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen des Übersetzens anhand des Zitats der Übersetzerin Sława Lisiecka und definiert das Ziel der Arbeit, das Lakunen-Modell als Werkzeug zur Überwindung kultureller Bedeutungsunterschiede zu untersuchen.
2 Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Termini Kultur und Übersetzen, wobei Kultur als ein System von Kodes verstanden wird, deren Beherrschung für die erfolgreiche Arbeit eines Übersetzers unerlässlich ist.
3 Übersetzungsprozess: Es wird dargestellt, dass Übersetzung weit mehr als eine rein sprachliche Übertragung ist, sondern als interkulturelle Kommunikation fungiert, bei der äquivalente Relationen zwischen Ausgangs- und Zieltext hergestellt werden.
4 Lakunen: Das Kapitel führt den Begriff der Lakune ein – eine Lücke im Verständnis oder im lexikalischen System – und klassifiziert diese in verschiedene Typen, um kulturelle Differenzen zwischen Sprachen systematisch erfassbar zu machen.
5 Schwierigkeiten beim Übersetzen: Übersetzungsproblematik: Hier werden die methodischen Ansätze und konkrete Vorgehensweisen zur Bewältigung von Übersetzungsschwierigkeiten sowie Strategien zur Eliminierung von Lakunen vorgestellt.
6 Praktischer Teil: Im praktischen Teil werden die theoretischen Erkenntnisse an konkreten deutsch-polnischen und polnisch-deutschen Literaturbeispielen analysiert und auf ihre praktische Umsetzung geprüft.
7 Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst zusammen, dass die Kenntnis der fremden Kultur und die Berücksichtigung der konnotativen Ebene für den Übersetzer unerlässlich sind, um die kulturellen Unterschiede erfolgreich zu überbrücken.
Übersetzung, Kultur, Lakunen-Modell, Interkulturelle Kommunikation, Äquivalenz, Sprachliche Differenz, Übersetzungsprozess, Literaturtransfer, Sprachnorm, Soziokultureller Kontext, Konnotation, Textanalyse, Übersetzungsschwierigkeiten, Sprachmittler.
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Probleme, die bei der Übersetzung literarischer Texte zwischen dem Deutschen und Polnischen auftreten, mit einem besonderen Fokus auf kulturelle Unterschiede.
Zentrale Themen sind der Prozess der interkulturellen Kommunikation, der Begriff der Äquivalenz sowie die Anwendung des sogenannten Lakunen-Modells zur Identifikation und Überwindung kultureller Lücken in übersetzten Texten.
Das Ziel ist es, die Anwendung des Lakunen-Modells bei der Analyse und Übersetzung eines Textes darzustellen und zu zeigen, wie kulturelle Probleme in der Übersetzungspraxis gelöst werden können.
Die Autorin nutzt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Übersetzungswissenschaftler und wendet diese in einer praktischen Analyse auf konkrete literarische Beispiele an, um Strategien für die Übersetzungspraxis abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Übersetzungsprozess und Lakunen sowie einen praktischen Teil, in dem konkrete Übersetzungsbeispiele analysiert und die Anwendung verschiedener Lösungsstrategien aufgezeigt werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Übersetzung, Lakunen-Modell, Interkulturelle Kommunikation, Kultur, Äquivalenz, Übersetzungsschwierigkeiten und literarischer Transfer.
Unter einer Lakune versteht sie eine Lücke im übersetzten Text, die aufgrund kultureller Besonderheiten, Verhaltensnormen oder Konventionen entsteht, für die im Zielsprachsystem keine direkte Entsprechung existiert.
Es hilft dem Übersetzer, kulturelle Divergenzen zwischen Ausgangs- und Zielsprache systematisch zu erkennen, zu klassifizieren und Strategien wie Kompensation oder Explikation anzuwenden, um die Verständlichkeit des Textes zu sichern.
Die konnotative Ebene ist entscheidend, da Wörter über ihre rein denotative Bedeutung hinaus kulturelle, stilistische oder emotionale Assoziationen tragen, die für die Wirkung eines literarischen Textes essenziell sind.
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