Bachelorarbeit, 2018
70 Seiten, Note: 2,0
2 Einleitung
3 Literaturdiskussion
3.1 Entwicklung der Wahlbeteiligung in Deutschland
3.2 Einflussfaktoren
3.3 Soziale Lage
3.4 Alter
3.5 Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland
4 Theoretischer Rahmen
4.1 Forschungsansatz
4.2 Alter der Bevölkerung
4.3 Arbeitslosigkeit
4.4 Wohnsituation
4.5 Untersuchungsebene und Untersuchungszeitraum
4.6 Hypothesenbildung
5 Operationalisierung und Analysemethode
5.1 Analyseziel
5.2 Datengrundlage
5.3 Variablen
5.3.1 Abhängige Variable - Wahlbeteiligung
5.3.2 Unabhängige Variablen und Kontrollvariablen
5.4 Analysemethode
6 Empirische Analyse
6.1 Analyse, Ergebnisse und Hypothesentests
6.2 Bedeutung für Forschungsfrage und theoretische Rückanbindung
7 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Wahlbeteiligung in Deutschland bei der Bundestagswahl 2013 auf Ebene der Stadtbezirke, wobei insbesondere regionale Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland analysiert werden.
4.1 Forschungsansatz
In der empirischen Wahlforschung finden verschiedene theoretische Ansätze zur Erklärung von Wählerverhalten und Wahlergebnissen Anwendung. Neben den wichtigen, soziologischen und sozialpsychologischen Ansätzen, die jeweils Einstellungen der Menschen oder Gruppenzugehörigkeiten direkt betrachten (Schäfer 2013: 42), sind die Wahlgeographie und die Politische Ökologie als theoretische Richtungen innerhalb der Wahlforschung herauszuheben. Diese dienen zur Veranschaulichung und Beschreibung räumlicher Verteilungen von Wahlergebnissen sowie der Erklärung, welche Effekte von regionalen Strukturen auf das Wahlverhalten ausgehen (Falter/Winkler 2014: 137). Der auf Rudolf Heberle zurückgehende Ansatz der Politischen Ökologie befasst sich dabei überwiegend mit dem Einfluss sozioökonomischer Rahmenbedingungen auf räumlichen Ebenen, wie zum Beispiel der wirtschaftlichen Struktur eines Gebietes oder das Auftreten bestimmter Ethnien in einer Region, hinsichtlich des Verhaltens von Wählern und Stimmanteilen für bestimmte Parteien in den untersuchten Räumen (ebd.: 138). Neben der Untersuchung politscher Traditionen, der Religions- und Sozialstrukturen spielen auch Konjunkturfaktoren wie beispielsweise die Höhe der Arbeitslosigkeit als relevante Einflussgröße auf die Wahl von Parteien und die Wahlbeteiligung eine zentrale Rolle beim Ansatz der Politischen Ökologie (ebd.: 148).
Ziel dieses Ansatzes ist es, mit Hilfe von Aggregatdaten für zusammenhängende territoriale Gebilde, wie zum Beispiel für eine Stadt, einen Stadtteil oder einen Stimmbezirk, Aussagen über die Wählerschaft treffen zu können. Die Grundlage für die Analysen bilden dabei einerseits keine, aus Umfragen erlangten Daten zu geäußerte Wahlabsichten, wie sie häufig bei Wahlanalysen Anwendung finden, sondern Daten über vergangenes Wahlverhalten aus den jeweiligen Regionen und andererseits zum Beispiel Informationen über die Gesamtverteilungen bestimmter Indizes in dieser Region, die ihrerseits ebenfalls nicht den einzelnen Personen zuordenbar sind.
2 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Wahlen in der Demokratie dar und führt in das Problem sinkender Wahlbeteiligungen sowie die Forschungsfrage der Arbeit ein.
3 Literaturdiskussion: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Forschungsstand zur Wahlbeteiligung, relevante Einflussfaktoren wie soziale Lage und Alter sowie die Spezifika des Ost-West-Vergleichs.
4 Theoretischer Rahmen: Hier werden der forschungsleitende Ansatz der Politischen Ökologie erläutert, die Variablen definiert und die Hypothesen für die Untersuchung formuliert.
5 Operationalisierung und Analysemethode: Dieser Abschnitt beschreibt die Datengrundlage basierend auf Aggregatdaten von 929 Stadtbezirken sowie die methodische Vorgehensweise mittels OLS-Regressionen.
6 Empirische Analyse: Hier werden die Ergebnisse der deskriptiven Datenanalyse und der verschiedenen Regressionsmodelle präsentiert und auf ihre Signifikanz geprüft.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet die Bestätigung der Hypothesen und reflektiert die Aussagekraft der gewählten Forschungsmethode.
Wahlbeteiligung, Bundestagswahl 2013, Aggregatdatenanalyse, OLS-Regression, Arbeitslosigkeit, Wohnbebauung, Alter der Bevölkerung, Ost-West-Unterschiede, Stadtbezirke, Wahlforschung, Politische Ökologie, Nichtwähler, Soziale Lage, Demografischer Wandel, Wahlverhalten.
Die Bachelorarbeit untersucht, welche sozioökonomischen Faktoren die Wahlbeteiligung in Deutschland beeinflussen und ob sich hierbei Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland zeigen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf den Einfluss von Arbeitslosigkeit, der Wohnsituation sowie der Altersstruktur der Bevölkerung auf die Wahlbeteiligung auf Ebene der Stadtbezirke.
Die Forschungsfrage lautet: "Welchen Einfluss haben sozioökonomische Bedingungen auf die Wahlbeteiligung?" Ziel ist es, diese Zusammenhänge mittels einer Aggregatdatenanalyse für die Bundestagswahl 2013 zu ermitteln.
Es wird eine räumliche Aggregatdatenanalyse angewendet, wobei multivariate OLS-Regressionen zum Einsatz kommen, um die Einflüsse der unabhängigen Variablen auf die Wahlbeteiligung zu prüfen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung der Datengrundlage (929 Stadtbezirke in 19 Städten), die methodische Operationalisierung sowie die Durchführung und Interpretation der Regressionsanalysen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wahlbeteiligung, Aggregatdatenanalyse, OLS-Regression, Arbeitslosigkeit, Wohnbebauung und Ost-West-Vergleich.
Die Arbeitslosigkeit bestätigt sich als signifikant negativer Einflussfaktor auf die Wahlbeteiligung, wobei dieser Effekt in ostdeutschen Regionen stärker ausgeprägt ist als in westdeutschen.
Die Wohnbebauung, gemessen am Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern, zeigt einen leicht positiven Zusammenhang mit der Wahlbeteiligung, was auf sozioökonomisch stabilere Wohnverhältnisse in diesen Gebieten hindeutet.
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