Magisterarbeit, 2007
107 Seiten, Note: 1,3
Vorwort
I. Der Mikrokosmos des Bewusstseins
1.1. Einleitung: Epistemologische Grundprobleme
1.2. Arten und Formen des Bewusstseins in der Evolution
1.3. Phänomenale Eigenschaften und Merkmale des Erlebens
1.4. Ein Exkurs über das Leib-Seele-Problem
1.5. Neuere Theorien des Leib-Seele-Problems
1.5.1. Die Identitätstheorie
1.5.2. Der Funktionalismus
1.6. Das psychophysische Trilemma und die Wissenschaft
II. Die Neurobiologie des Bewusstseins
2.1. Gehirn und Körper
2.2. Neuronen, Synapsen, Mikroorgane
2.3. Die biologische Basis des Bewusstseins
2.3.1. Einleitung
2.3.2. Das limbische System
2.3.3. Fühlen, Bewerten, Handeln
2.3.4. Cortex und Neocortex
2.3.5. Das Ich im Gehirn - Bewusstes und Unbewusstes
2.4. Neurobiologische Entstehungshypothesen
2.4.1. Integration durch Synchronisation
2.4.2. Neuronale Codes
2.4.3. Die Grenzen der Hirnforschung
Die Arbeit untersucht den komplexen Problemkomplex des Bewusstseins durch eine Synthese aus phänomenologischen Ansätzen der Philosophie des Geistes und empirischen Erkenntnissen der Neurowissenschaften, um die Beziehung zwischen dem subjektiven Erleben und den neurophysiologischen Grundlagen des menschlichen Geistes zu erhellen.
1.1. Einleitung: Epistemologische Grundprobleme
Seit Descartes Diktum „Ich denke, also bin ich“, welches in den Meditationes (1641) zur Grundlage seiner Philosophie wurde, hat das abendländische Denken die zentrale Bedeutung des Bewusstseins in vielerlei Hinsicht anerkannt. Bewusstsein, welches die Grundlage allen Erlebens bildet, erscheint in der Tat als die einzige Gegebenheit, für deren Existenz wir unmittelbare Beweise haben. Alle sichtbaren Dinge, alle Töne und Gerüche, alle Wahrnehmungen, die uns die Sinne von der Welt „da draußen“ bringen, existieren einzig und allein als Teil unseres Bewusstseins. Die Gegenstände unserer (alltäglichen wie auch der wissenschaftlichen) Erkenntnis basieren auf dieser fundamentalen Gegebenheit.
Das Primat des Bewusstseins ergibt sich also aus dem Umstand, dass seine Existenz aller theoretischen oder empirischen Betrachtung zugrunde liegt. Noch bevor wir anfangen, über das Bewusstsein nachzudenken, ist uns das Phänomen bereits auf eine natürliche und vorerst unproblematische Weise gegeben. Niemand könnte Bewusstsein zum Gegenstand der Forschung erklären, wenn wir keinerlei natürliches Vorwissen darüber hätten; allein dieses implizite, vortheoretische Wissen macht es uns erst möglich, mit der Bewusstseinsforschung zu beginnen. Bewusstsein zu verstehen setzt also immer schon Bewusstsein voraus. Dies ist die Bedingung aller, so auch der objektiv-wissenschaftlichen Erkenntnis. Es gibt offenbar keinen Zweifel daran, dass auch eine „Wissenschaft“ des Bewusstseins immer ein von Subjekten des Erkennens gesteuertes Projekt sein wird. Bewusstsein lässt sich nicht hintergehen, es gibt für uns Menschen schlichtweg keine unabhängige, außerhalb seiner liegende Erkenntnisperspektive.
I. Der Mikrokosmos des Bewusstseins: Das Kapitel bietet eine Einführung in die erkenntnistheoretischen Grundprobleme des Bewusstseins sowie einen historischen Überblick über die philosophische Auseinandersetzung mit dem Leib-Seele-Problem.
II. Die Neurobiologie des Bewusstseins: Dieses Kapitel verlagert den Fokus auf die naturwissenschaftliche Perspektive, indem es die neurophysiologischen Grundlagen des Bewusstseins sowie die anatomischen und funktionalen Strukturen des Gehirns detailliert analysiert.
Bewusstsein, Leib-Seele-Problem, Philosophie des Geistes, Neurobiologie, Phänomenologie, Qualia, Neuronale Integration, Limbisches System, Neokortex, Identitätstheorie, Funktionalismus, Synchronisation, Neuronale Codes, Selbstbewusstsein, Intentionalität
Die Arbeit behandelt den Problemkomplex des Bewusstseins und untersucht, wie dieses Phänomen mit dem menschlichen Leben und der physischen Welt verknüpft ist.
Die zentralen Themen umfassen die Phänomenologie des Bewusstseins, die Geschichte der Philosophie des Geistes sowie die neurobiologischen Mechanismen des menschlichen Gehirns.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis des Bewusstseins durch eine interdisziplinäre Synthese aus philosophischer Reflexion und empirischer neurowissenschaftlicher Forschung zu erlangen.
Es wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der philosophische Argumentationsweisen mit dem aktuellen Wissensstand der empirischen Neuro- und Kognitionswissenschaften verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine phänomenologische Problemstellung, die Diskussion von Leib-Seele-Theorien und eine eingehende Analyse der biologischen Basis des Bewusstseins im Gehirn.
Kernbegriffe wie Bewusstsein, Qualia, Identitätstheorie, Funktionalismus und neuronale Integration fassen das inhaltliche Spektrum zusammen.
Diese Hypothese postuliert, dass einzelne, hochspezialisierte Neuronen für die Codierung spezifischer Konzepte oder Objekte verantwortlich sind, was jedoch im Hinblick auf die Kapazität des Gehirns als eher begrenzt diskutiert wird.
Das limbische System fungiert als zentrales Bewertungs- und Steuerungssystem, das Emotionen, Triebe und Instinkte reguliert und somit ein fundamentales Fundament für das bewusste Erleben und Handeln bildet.
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