Examensarbeit, 2004
97 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Pädagogische Aspekte
1.1 Die Aufgabe der Sehgeschädigtenpädagogik hinsichtlich technischer Rehabilitationshilfen
1.2 Elektronische Hilfen für Sehbehinderte als optisch-physiologische Kompensationsmaßnahmen
1.3 Visuelle Wahrnehmung
1.3.1 Der visuelle Wahrnehmungsprozess bei unbeeinträchtigten Sehfunktionen und bei Sehbehinderung
1.3.2 Ableitungen für die Notwendigkeit einer elektronischen Low-Vision-Brille
1.4 Grundlegende Aspekte von Sehschädigung
2 Optometrische, medizinische und funktionale Aspekte – Sechs Sehfunktionsstörungen
2.1 Verminderte Sehschärfe
2.1.1 Über die Sehschärfe
2.1.2 Ophthalmologische Faktoren
2.1.3 Funktionale Auswirkungen
2.1.4 Sehschärfeparameter
2.2 Eingeschränktes Gesichtsfeld
2.2.1 Über das Gesichtsfeld
2.2.2 Ophthalmologische Faktoren
2.2.3 Funktionale Auswirkungen
2.2.4 Gesichtsfeldparameter
2.3 Verminderte Kontrastempfindlichkeit
2.3.1 Über den Kontrast und die Kontrastempfindlichkeit
2.3.2 Ophthalmologische Faktoren
2.3.3 Funktionale Auswirkungen
2.3.4 Kontrastparameter
2.4 Farbsinnstörung
2.4.1 Über Störungen des Farbsinns
2.4.2 Ophthalmologische Faktoren
2.4.3 Funktionale Auswirkungen
2.4.4 Parameter des Farbsinns
2.5 Erhöhte Lichtbedürftigkeit
2.5.1 Über das Licht und die Lichtbedürftigkeit
2.5.2 Ophthalmologische Faktoren
2.5.3 Funktionale Auswirkungen
2.5.4 Beleuchtungsparameter bei Lichtbedürftigkeit
2.6 Blendungsempfindlichkeit
2.6.1 Über die Blendung
2.6.2 Ophthalmologische Faktoren
2.6.3 Funktionale Auswirkungen
2.6.4 Beleuchtungsparameter bei Blendung
2.7 Anmerkungen zu psycho-visuellen Phänomenen
3 Technische Aspekte
3.1 Simulationen von Sehbehinderung als Voraussetzung für die Entwicklung einer elektronischen Brille
3.2 Mögliche Funktionsweisen der geplanten Low-Vision-Brille
3.3 Bereits existierende Elektronikbrillen
Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Parameter für die Entwicklung einer elektronischen Low-Vision-Brille durch die Zusammenführung pädagogischer, optometrischer und technischer Aspekte zu erarbeiten, um die Alltagsbelastung bei Sehbehinderungen zu minimieren.
1.3.1 Der visuelle Wahrnehmungsprozess bei unbeeinträchtigten Sehfunktionen und bei Sehbehinderung
Obwohl beeinträchtige Sehfunktionen zu teils gravierenden Lebenserschwerungen führen, determinieren sie „den auf Sinnerfassung und Lebensbedeutung gerichteten Wahrnehmungsprozess“18 nicht ausschließlich. Dieser Sachverhalt soll im folgenden Subkapitel mit der Darstellung des visuellen Wahrnehmungsprozesses deutlich gemacht werden. Dabei folge ich NATERs Dreischritt: Nach dem ersten Schritt, der modellhaften Darstellung der ungestörten visuellen Wahrnehmung, wende ich mich im zweiten Schritt der gestörten und damit erschwerten Wahrnehmung zu, um daraus im dritten Schritt die Notwendigkeit einer Low-Vision-Brille zur Initiierung von Kompensation zu deduzieren.
Der visuelle Wahrnehmungsprozess konstituiert sich aus zwei Phasen. In der vielfältigen wahrnehmungspsychologischen Fachliteratur ist hin und wieder auch von einer Dreiphasigkeit zu lesen, was zumeist auf eine andere hermeneutische Herangehensweise zurückzuführen ist und somit ein anderes Postulat innerhalb der entsprechenden Theoriebildung darstellt. Es handelt sich demnach eher um formale als um inhaltliche Unterschiede. ZIMBARDO spricht z. B. von der „sensorischen Empfindung“, „Wahrnehmung im engeren Sinn“ und „Klassifikation“.19 Die Grenzen im Vergleich zu anderen Konzepten sind hierbei fließend. Beispielsweise ließen sich die Phase I und II zusammenfassen oder die Phase III als ein Ineinanderübergehen von Phase II und III postulieren. Trotz differenter Strukturdarstellungen und Begrifflichkeiten herrscht dennoch weitgehende Einigkeit über die zwei grundlegenden Wahrnehmungsphasen: Visuelle Wahrnehmung bedeutet im Wesentlichen Figuration und Identifikation.
1 Pädagogische Aspekte: Beleuchtet die Rolle der Sehgeschädigtenpädagogik im interdisziplinären Entwicklungsprozess technischer Hilfen und den notwendigen Wahrnehmungsprozess bei Sehbehinderung.
2 Optometrische, medizinische und funktionale Aspekte – Sechs Sehfunktionsstörungen: Analysiert detailliert spezifische Störungen wie Sehschärfe, Gesichtsfeld und Kontrastempfindlichkeit und deren funktionale Auswirkungen für die Planung technischer Kompensationsmittel.
3 Technische Aspekte: Diskutiert technologische Realisierungsansätze für Low-Vision-Brillen, inklusive der Bedeutung von Computersimulationen und dem Vergleich existierender Systementwürfe.
Low-Vision-Brille, Sehbehinderung, Rehabilitationspädagogik, Visuelle Wahrnehmung, Kontrastempfindlichkeit, Sehschärfe, Gesichtsfeld, Elektronische Sehhilfe, Kompensation, Augenoptik, ophthalmologische Faktoren, Bildverarbeitung, Simulation, Adaptationsvermögen, Assistive Technologie.
Die Hausarbeit untersucht die Anforderungen an die Entwicklung einer elektronischen "Low-Vision-Brille" unter pädagogischen, medizinischen und technischen Gesichtspunkten.
Im Fokus stehen die Identifikation klinischer und funktionaler Parameter von Sehfunktionsstörungen sowie deren Übertragbarkeit in eine technische, alltagsorientierte Hilfssoftware.
Das Ziel ist es, ein Verfahren anzuregen, das bestehende optische Sehhilfen durch die gezielte elektronische Modulation visueller Reize ergänzt, um psychische und physische Belastungen bei Sehbehinderten zu reduzieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Zusammenführung epidemiologischer und physiologischer Daten sowie der Evaluierung technischer Konzepte basiert.
Der Hauptteil erarbeitet sechs häufige Sehfunktionsstörungen, beleuchtet deren medizinische Ursachen und leitet daraus funktionale Parameter für die Konzipierung von Brillen-Software ab.
Die Arbeit dreht sich primär um Begriffe wie Low-Vision-Brille, elektronische Kompensation, Sehgeschädigtenpädagogik, Kontrastempfindlichkeit und funktionale Diagnostik.
Es dient als technischer Rahmen, in dem die Forschungsergebnisse der Fachabteilung für Rehabilitationstechnik zur Blickrichtungsanalyse und Bildmodifikation integriert werden können.
Sie ist eine wichtige physiologische Kompensationsstrategie, die durch die Brille unterstützt werden muss, indem Bildinformationen auf funktionstüchtige Netzhautareale projiziert werden.
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