Diplomarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Ziel
1.2. Vorgehensweise
1.3. Einordnung von Dachser Langenau
1.3.1. Lindt & Sprüngli bei Dachser Langenau
1.3.1.1. Artikelstruktur
1.3.1.2. Saison- und Jahresware
1.3.1.3. Schnell- und Langsamdreher
2. Charakterisierung von Kommissionierzonen
2.1. Die Vergleichskriterien
2.1.2. Wegstrecke
2.1.3. Dauer der Kommissionierung
2.1.4. Kommissionierleistung
2.1.5. Mitarbeiterbedarf
2.1.6. Lagerplätze und Lagermiete
3. Statische Kommissionierzone (Ist-Zustand)
3.1. Lageranordnung und Lagerplatzvergabe
3.2. Aufbau der Kommissionierzone
3.2.1. Wegstrecke
3.2.2. Umlagerungen
3.3. Wegstrecke beim Kommissionieren
3.4. Dauer der Kommissionierung
3.5. Kommissionierleistung
3.6. Mitarbeiterbedarf
3.7. Lagerplätze und Lagermiete
4. Dynamische Kommissionierzone (Plan-Varianten)
4.1. Lagerplatzvergabe
4.2. Aufbau der Kommissionierzone
4.2.1. Wegstrecke
4.2.2. Umlagerungen
4.3. Plan-Variante 1
4.3.1. Wegstrecke beim Kommissionieren
4.3.2. Dauer der Kommissionierung
4.3.3. Kommissionierleistung
4.3.4. Mitarbeiterbedarf
4.4. Plan-Variante 2
4.4.1. Wegstrecke beim Kommissionieren
4.4.2. Dauer der Kommissionierung
4.4.3. Kommissionierleistung
4.4.4. Mitarbeiterbedarf
4.5. Plan-Variante 3
4.5.1. Wegstrecke beim Kommissionieren
4.5.2. Dauer der Kommissionierung
4.5.3. Kommissionierleistung
4.5.4. Mitarbeiterbedarf
4.6. Lagerplätze und Lagermiete
5. Vergleich des Ist-Zustands mit den Plan-Varianten
5.1. Wegstrecke
5.1.1. Wegstrecke beim Kommissionieren
5.1.2. Wegstrecke beim Aufbau der Kommissionierzone
5.2. Dauer der Kommissionierung
5.3. Kommissionierleistung
5.4. Mitarbeiterbedarf
5.4.1. Kommissionierer
5.4.2. Staplerfahrer
5.5. Lagerplätze und Lagermiete
6. Ergebnisse des Vergleichs bezogen auf Saisonzeit
6.1. Wegstrecke
6.1.1. Wegstrecke beim Kommissionieren
6.1.2. Wegstrecke beim Aufbau der Kommissionierzone
6.2. Dauer der Kommissionierung
6.3. Kommissionierleistung
6.4. Mitarbeiterbedarf
6.4.1. Kommissionierer
6.4.2. Staplerfahrer
6.5. Lagerplätze und Lagermiete
7. Ergebnisse des Vergleichs bezogen auf Tage mit besonders wenigen Kommissionierpicks
8. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Wirtschaftlichkeit einer dynamischen Kommissionierzone im Vergleich zu einer statischen Kommissionierzone am Beispiel von Lindt & Sprüngli beim Logistikdienstleister Dachser zu evaluieren, wobei die Kriterien Wegstrecke, Kommissionierdauer, Kommissionierleistung und Mitarbeiterbedarf im Fokus stehen.
1.3.1. Lindt & Sprüngli bei Dachser Langenau
Lindt & Sprüngli ist ein international tätiger Schweizer Schokoladenhersteller mit Unternehmenssitz in Kilchberg (Schweiz), der im Jahr 2006 mit 7044 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,5 Milliarden Schweizer Franken (entspricht ca. 1,5 Milliarden Euro, Umrechnungskurs vom 25.04.2007) erwirtschaftete. Mit sechs Produktionsstandorten in Europa und zwei in den USA sowie eigenen Vertriebs- und Verkaufsgesellschaften auf vier Kontinenten ist Lindt & Sprüngli einer der führenden Hersteller im Premium Schokolademarkt, der in mehr als 80 Ländern der Welt vertreten ist.
Die Firma Dachser übernimmt in ihrem Distributionslager in Langenau für Lindt & Sprüngli einen Großteil der Lagerung und Distribution der Produkte für den Raum Memmingen, Kempten, Nürnberg, Ulm. „Ein Distributionslager“, wie das in Langenau, „empfängt die Artikel, lagert sie, kommissioniert sie und versorgt letztendlich die Kunden.“
Die zu kommissionierenden Artikel werden dabei von Lindt jeden Morgen in Langenau angeliefert. Über das Jahr hinweg schwankt bei der Firma Dachser Langenau die tägliche Zahl an Kommissionierpicks stark. Sie reicht an schwachen Tagen von wenigen Hundert Picks, vor allem in den Sommermonaten, bis zu mehreren Tausend Picks.
Der Begriff „Pick“ stammt aus dem Englischen und bezeichnet den Greifvorgang beim Aufnehmen eines Artikels. Leider ist die Begriffsabgrenzung zwischen Pick und Entnahmeposition nicht definiert, so dass Zahlendiskrepanzen entstehen können zwischen der Anzahl der Entnahmepositionen und der Anzahl der Picks. In der vorliegenden Arbeit wird jedoch unter einem Pick jeder Greifvorgang verstanden, der durchgeführt wird. Somit kann eine Entnahmeposition auch mehrere Picks enthalten. Vor allem in den Zeiträumen vor Ostern und Weihnachten - der so genannten Saison - nimmt die Anzahl zu kommissionierender Artikel stark zu. Während dieser Zeit werden zum Teil täglich bis zu 20.000 Picks durchgeführt.
1. Einleitung: Die Arbeit befasst sich mit der Auslagerung von Logistikfunktionen und dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit einer dynamischen Kommissionierzone bei Dachser Langenau für Lindt & Sprüngli zu bewerten.
2. Charakterisierung von Kommissionierzonen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Kommissionierung, definiert die Vergleichskriterien für die Untersuchung und beschreibt die methodische Vorgehensweise anhand von 27 Referenzaufträgen.
3. Statische Kommissionierzone (Ist-Zustand): Die aktuelle statische Lagerplatzvergabe wird analysiert, inklusive der Lageranordnung, der Wegstrecken und des Personalbedarfs.
4. Dynamische Kommissionierzone (Plan-Varianten): Hier werden drei verschiedene Varianten der dynamischen Lagerplatzvergabe erarbeitet, simuliert und deren Auswirkungen auf die Kommissionierleistung und den Mitarbeiterbedarf berechnet.
5. Vergleich des Ist-Zustands mit den Plan-Varianten: Die Ergebnisse aus dem Ist-Zustand und den drei Plan-Varianten werden gegenübergestellt, um die effektivste Methode zu identifizieren.
6. Ergebnisse des Vergleichs bezogen auf Saisonzeit: Die Auswirkungen der dynamischen Kommissionierung werden auf die besonders pick-intensiven Saisonzeiten übertragen, um festzustellen, ob die Vorteile auch unter Hochlast bestehen bleiben.
7. Ergebnisse des Vergleichs bezogen auf Tage mit besonders wenigen Kommissionierpicks: Die Analyse wird auf Tage mit geringem Auftragsvolumen angewendet, um das Einsparungspotenzial unter verschiedenen Lastbedingungen zu bestätigen.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass eine dynamische Kommissionierzone außerhalb der Saison sinnvoll ist und eine deutliche Verbesserung der Wirtschaftlichkeit gegenüber dem aktuellen statischen System bietet.
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Die Diplomarbeit untersucht die wirtschaftliche Optimierung der Lagerplatzvergabe für das Unternehmen Lindt & Sprüngli am Standort des Logistikdienstleisters Dachser in Langenau durch den Vergleich statischer und dynamischer Kommissionierkonzepte.
Zentrale Themen sind die Kommissionierung, die Lagerverwaltung, die Prozessoptimierung hinsichtlich Wegstrecken sowie die wirtschaftliche Bewertung von Personal- und Lagerkosten.
Das Ziel ist festzustellen, ob die Einführung einer dynamischen Kommissionierzone im Hinblick auf Wegstrecke, Kommissionierdauer, Kommissionierleistung und Mitarbeiterbedarf wirtschaftlich sinnvoll ist.
Es wurde eine quantitative Analyse basierend auf 27 Referenzaufträgen aus drei Tagen des Jahres 2007 durchgeführt, um Ist-Daten mit verschiedenen simulierten dynamischen Plan-Varianten zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Ist-Zustands, die Erarbeitung und Simulation von drei dynamischen Plan-Varianten, deren Vergleich sowie eine spezifische Auswertung der Ergebnisse bezogen auf Saisonzeiten und Tage mit geringem Pick-Aufkommen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Kommissionierung, dynamische Kommissionierzone, Wirtschaftlichkeit, Wegstrecke, Lagerplatzvergabe und Mitarbeiterbedarf.
Die dynamische Kommissionierung ermöglicht durch eine intelligentere Artikelverteilung deutlich kürzere Wegstrecken und eine höhere Kommissionierleistung, was wiederum den Personalbedarf senkt und Lagerkapazitäten für eine externe Vermietung freisetzen kann.
Die Arbeit analysiert, dass die Vorteile der dynamischen Kommissionierung insbesondere außerhalb der Saison sehr deutlich sind, während während der Saison aufgrund von Wartezeiten und hohem Personalaufkommen die Komplexität zunimmt.
Ja, Umlagerungen verursachen zusätzlichen Arbeitsaufwand durch Staplerfahrer. Dennoch zeigen die Berechnungen, dass die durch die dynamische Zone erzielte Mitarbeiterreduktion bei den Kommissionierern die zusätzlichen Umlagerungskosten überkompensiert.
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