Magisterarbeit, 2007
91 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Der Klimabegriff
2.1.1 Kritik am Klimabegriff
2.2 Dimensionen, Determinanten und Auswirkungen des Klimas
2.2.1 Dimensionen des Klimas
2.2.2 Determinanten des Klimas
2.2.3 Auswirkungen des Klimas
2.3 Maßnahmen zur Förderung des Klimas
2.3.1 Förderprogramm für begabte SchülerInnen
2.3.2 Trainingsprogramm zur Erhöhung der Lernmotivation
2.3.3 Gemeinschaftsbildende Projekte
2.4 Die Projektmethode
2.4.1 Definition der Projektmethode
2.4.2 Grundmuster der Projektmethode
2.4.3 Grenzen der Methode
2.4.4 Zusammenfassung der Maßnahmen zur Förderung des Klimas
2.5 Die Evaluation
2.5.1 Der Begriff der Evaluation
2.5.2 Evaluation pädagogischer Interventionen
3 Zentrale Fragestellungen der Arbeit
4 Empirischer Teil
4.1 Gegenstand der Evaluation
4.2 Organisatorischer Rahmen der Untersuchung
4.2.1 Das Schülerreferat Mannheim
4.2.2 Das Gymnasium
4.3 Erhebungsdesign
4.4 Die Stichprobe
4.5 Operationalisierung
4.5.1 Die abhängigen Variablen
4.5.2 Die unabhängigen Variablen
4.5.3 Kontrollvariablen
5 Ergebnisse
5.1 Einfluss der Intervention
5.1.1 Einfluss der Intervention auf das Klassenklima
5.1.2 Einfluss der Intervention auf das Klassennetzwerk
5.1.3 Allgemeines lineares Modell
5.1.4 Subjektive Wahrnehmung der Teilnehmer
5.2 Einfluss der Netzwerkstellung
6 Diskussion und Ausblick
7 Literatur
8 Anhang
8.1 Weitere Tabellen (A1 bis A4)
8.2 Fragebogen EW 1
8.3 Fragebogen EW 2
Die vorliegende Magisterarbeit evaluiert die Auswirkungen einer Kurzintervention in Form einer Projektwoche auf das Klassenklima und die soziale Netzwerkstruktur innerhalb von drei Schulklassen. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob durch die Projektmethode das soziale Miteinander, die Klassengemeinschaft und die individuelle Wahrnehmung des Lernumfeldes messbar verbessert werden können.
2.4.1 Definition der Projektmethode
„Eine Gruppe von Lernenden bearbeitet ein Gebiet. Sie plant die Arbeiten selbst und führt sie auch aus. In der Regel steht am Ende ein sichtbares Produkt.“
So definiert Karl Frey (1990, S. 12) die Projektmethode. Dabei betont er vor allem den Unterschied zum Begriff des Projektunterrichts, da Konzeption und Beispiele seines Buches „Die Projektmethode“ über institutionell organisierten Unterricht hinausgehen. Die Projektmethode ist eine offene Lernform und kennzeichnet sich durch besondere Merkmale und Aufgaben der Teilnehmer. Es werden dazu verschiedene typische Merkmale aufgelistet, welche die Unterschiede zu anderen Lernmethoden deutlich machen. Die wichtigsten werden hier beschrieben (vgl. ebd., S. 15):
Projektinitiative wird aufgegriffen
Gewisse Umgangsformen werden festgelegt
Begrenzter zeitlicher Rahmen
Selbständiges Planen und Einteilen
Gegenseitige Information
Aufarbeitung sozialer oder individueller Prozesse
Selbständige Festlegung von Arbeitszielen und Schritten zu deren Erreichung
Abgleich von persönlichen und gruppenmäßigen Interessen
Aufspüren und Lösen auftretender Spannungen und Konflikte
Befassen mit realen Situationen und Gegenständen
Auseinandersetzen mit aktuellen und sie selbst betreffenden Fragen
1 Einleitung: Beschreibt die Probleme des deutschen Schulsystems und begründet das Interesse an der Evaluation der Projektwoche des Schülerreferats zur Stärkung sozialer Kompetenzen.
2 Theoretischer Hintergrund: Definiert das Konstrukt des sozialen Klimas, erläutert dessen Dimensionen und diskutiert die Projektmethode sowie Grundlagen der Evaluation pädagogischer Maßnahmen.
3 Zentrale Fragestellungen der Arbeit: Leitet auf Basis des CIPP-Modells die Hypothesen ab, die den Zusammenhang zwischen der Projektwoche und dem Klassenklima bzw. dem sozialen Netzwerk untersuchen.
4 Empirischer Teil: Detaillierte Darstellung des Evaluationsgegenstands, des methodischen Vorgehens, der Stichprobe sowie der Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen.
5 Ergebnisse: Präsentation der empirischen Daten zur Wirkung der Intervention auf das Klassenklima und die Netzwerkstruktur sowie Analyse der subjektiven Teilnehmerwahrnehmung.
6 Diskussion und Ausblick: Synthese der Ergebnisse, kritische Würdigung des Forschungsdesigns und Fazit zur Eignung der Projektwoche als Instrument zur Schulentwicklung.
Projektwoche, Klassenklima, Schülerreferat, Evaluation, Soziale Netzwerke, Gemeinschaft, Rivalität, Lernbereitschaft, Störneigung, Projektmethode, Schulsozialarbeit, Soziometrie, Zentralität, Prestige, Pädagogische Intervention.
Die Arbeit evaluiert eine einwöchige Projektinterventionsmaßnahme, die vom Schülerreferat Mannheim durchgeführt wird, um das soziale Gefüge und das Klima in Schulklassen zu verbessern.
Die Arbeit behandelt die Konzepte des Klassenklimas, der Projektmethode in der Pädagogik sowie die Analyse sozialer Netzwerke mittels soziometrischer Daten.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die Projektwoche signifikante positive Effekte auf die Dimensionen Gemeinschaft, Rivalität, Lernbereitschaft und Störneigung hat und wie sich die Netzwerkstellung der SchülerInnen auf diese Wahrnehmung auswirkt.
Es handelt sich um ein Quasi-Experiment mit drei Messgruppen (Experimentalgruppe, Kontrollgruppe), das quantitative Fragebögen und soziometrische Netzwerkanalysen (Software UCINET/NETDRAW) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Klimabegriffs und der Projektmethode, eine genaue Beschreibung des Erhebungsdesigns sowie eine ausführliche statistische Auswertung der gewonnenen Daten.
Die Arbeit ist im Bereich der Schulforschung verortet, mit Schwerpunkten auf Klassennetzwerken, sozialer Kompetenzförderung und der Evaluation pädagogischer Programme.
Das Schülerreferat fungiert als Kooperationspartner und Durchführer der Intervention, wobei die Autorin die Wirkung dieser Maßnahme auf die teilnehmenden Gymnasialklassen wissenschaftlich untersucht.
Die Projektwoche zeigt zwar keinen signifikanten Einfluss auf alle Klimadimensionen, trägt jedoch dazu bei, die Störneigung innerhalb einer Klasse zu stabilisieren, während die Teilnehmer die Intervention subjektiv als sehr positiv für die Klassengemeinschaft bewerten.
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