Doktorarbeit / Dissertation, 2007
446 Seiten, Note: gut
1 Untersuchungsrahmen
1.1 Aufgabenstellung und Zielsetzung
1.2 Bedeutung der Biodiversität
1.3 Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität
1.4 Ökonomische Bewertung der Biodiversität
1.4.1 Ökonomischer Wert
1.4.2 Öffentliches Gut
1.4.3 Wohlfahrtstheoretische Einordnung
1.4.4 Ökonomischer Gesamtwert
2 Befragungskonzept
2.1 Pretest und Focus-group als Voruntersuchungen
2.2 Struktur und Inhalt der Bevölkerungsbefragungen
2.3 Frageform und Materialien
2.4 Durchführung der Hauptbefragungen in der Bundesrepublik Deutschland und in Schleswig-Holstein
3 Kontingente Bewertungsmethode
3.1 Marktsimulation
3.2 Zahlungsbereitschaft als Wohlfahrtsmaß
3.3 Beschreibung des Umweltgutes und deren Umweltwirkungen
3.4 Ermittlung der Zahlungsbereitschaft mittels der Fonds-Idee
3.5 Verhalten und Einstellungen als hypothetische Erklärungsgrößen für die geäußerte Zahlungsbereitschaft
3.6 Vermeidung potentieller Verzerrungsmöglichkeiten
4 Statistische Auswertung
4.1 Deskriptive Statistik
4.1.1 Soziodemographische Kennzahlen
4.1.2 Akzeptanz der Maßnahmen und des Programms
4.1.3 Akzeptanz der Maßnahmen im Bundesgebiet und in Schleswig-Holstein
4.1.4 Untersuchte Korrelationen zur Akzeptanz des Programms
4.1.5 Umweltspezifische Verhaltens- und Einstellungsfragen
4.2 Aufbereitung des Datenmaterials
4.2.1 Skalierung der Variablen
4.2.2 Aufteilung des Datensatzes entsprechend der Untersuchungsgebiete
4.2.3 Abgrenzung der Antwortverweigerer und Definition der Null-Werte
4.3 Zahlungsbereitschaftsanalyse
4.3.1 Zusammenführung der Zahlungsbereitschaftsgrößen zu einer Standardvarianten
4.3.2 Zahlungsbereitschaftsgrößen der Befragten im Bundesgebiet
4.3.3 Zahlungsbereitschaftsgrößen der Befragten in Schleswig-Holstein
4.3.4 Zusammenfassende Darstellung der ermittelten Zahlungsbereitschaften
4.3.5 Mittlere Zahlungsbereitschaften bei unterschiedlichen Annahmen
4.3.6 Mittlere Zahlungsbereitschaften bei unterschiedlicher Fragenreihenfolge
4.3.7 Auswirkungen bei Einbeziehung der indifferenten Personengruppe
4.3.8 Auswirkungen der Zusatzfrage zur Revisionsmöglichkeit
4.3.9 Vergleich des Pretests mit der Hauptbefragung
4.4 Faktorenanalyse
4.4.1 Durchzuführende Rechenschritte
4.4.2 Beschreibung der Datenmatrix
4.4.3 Behandlung fehlender Werte
4.4.4 Variablenauswahl und Korrelation
4.4.5 Test auf Stichprobeneignung
4.4.6 Wahl des Extraktionsverfahrens
4.4.7 Anzahl der Faktoren
4.4.8 Rotationsmethode
4.4.9 Interpretation der Faktoren
4.4.10 Faktorwerte
4.5 Regressionsanalysen
4.5.1 Prüfung der Regressionsfunktion und Bedeutung der Koeffizienten
4.5.2 Methoden der Regressionsanalysen
4.5.3 Lineare Regressionen zur Zahlungsbereitschaft der Bundesbürger für das Bundesgebiet und für Schleswig-Holstein
4.5.4 Semi-log Regressionen zur Zahlungsbereitschaft der Bundesbürger für das Bundesgebiet und für Schleswig-Holstein
4.5.5 Lineare Regressionen zur Zahlungsbereitschaft der Schleswig-Holsteiner für Schleswig-Holstein und für das Bundesgebiet
4.5.6 Semi-log Regressionen zur Zahlungsbereitschaft der Schleswig-Holsteiner für Schleswig-Holstein und für das Bundesgebiet
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung
5.2 Methodik
5.2.1 Aussagekraft der Daten
5.2.2 Vermeidung potentieller Verzerrungen
5.3 Stellenwert
5.3.1 Ökonomische Bedeutung
5.3.2 Politikberatung
5.3.3 Märkte für Biodiversität: Ausgesuchte Beispiele
Die Arbeit untersucht den sozioökonomischen Nutzen der Biodiversität in deutschen Wäldern. Zentrales Ziel ist es, die Zahlungsbereitschaft der Bevölkerung für Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung biologischer Vielfalt im Wald zu quantifizieren, um damit eine Entscheidungsgrundlage für forstpolitische Maßnahmen zu schaffen und die ökonomische Bedeutung von Biodiversität zu verdeutlichen.
1.1 Aufgabenstellung und Zielsetzung
Die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald wachsen weltweit. Die Erhaltung und umweltverträgliche Entwicklung der Wälder sind Aufgabe der internationalen Umwelt- und Forstpolitik, um die vielfältigen Funktionen und Nutzungen der Wälder zu sichern. Der Erhalt und die Förderung von Biodiversität sind ein zentrales Thema der Konferenz der Vereinten Nationen über „Umwelt und Entwicklung“ (UNCED) in Rio de Janeiro 1992 gewesen. Die Konferenz und ihre Ergebnisse werden als Meilenstein des internationalen Dialogs über die Zukunft der Menschheit und als Wegweiser für die weltweite Zusammenarbeit zur Bewältigung dieser Anforderungen angesehen.
Vor diesem Hintergrund wird die Bewertung biologischer Vielfalt zunehmend zum Gegenstand ökonomischer Untersuchungen. Während in vielen Fällen nicht die biologische Vielfalt selbst, sondern einzelne biologische Ressourcen, wie z.B. Gene, Arten oder ein Ökosystem bewertet werden, bezieht sich die biologische Vielfalt auf deren Variabilität. Der Artikel 2 des internationalen Übereinkommens zur Konvention über biologische Vielfalt definiert Biodiversität als „die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter u. a. Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören; dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten und zwischen den Arten sowie die Vielfalt der Ökosysteme“ (PEARCE, 2001). Dieses Übereinkommen ist eines der drei internationalen Übereinkommen der Vereinten Nationen, die auf der Rio-Konferenz 1992 unterzeichnet wurden. Es hat die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biodiversität zum Inhalt. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich im Rahmen dieser Konvention zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Biodiversität verpflichtet (KORN et al., 1999).
1 Untersuchungsrahmen: Einleitung in die Bedeutung der Biodiversität im forstpolitischen Kontext und theoretische Fundierung der ökonomischen Bewertung.
2 Befragungskonzept: Detaillierte Darstellung des methodischen Aufbaus der Bevölkerungsbefragung inklusive Pretest und Fokusgruppen.
3 Kontingente Bewertungsmethode: Erläuterung der theoretischen Grundlagen und praktischen Umsetzung der KBM zur Erfassung nicht marktgebundener Umweltgüter.
4 Statistische Auswertung: Umfangreiche deskriptive Datenanalyse sowie Durchführung von Faktoren- und Regressionsanalysen zur Bestimmung von Einflussgrößen auf die Zahlungsbereitschaft.
5 Diskussion: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich ihrer Relevanz für die Politikberatung und die ökonomische Bewertung von Naturschutzleistungen.
Biodiversität, Wald, Kontingente Bewertungsmethode, Zahlungsbereitschaft, Ökonomische Bewertung, Sozioökonomie, Umweltpolitik, Nachhaltigkeit, Faktorenanalyse, Regressionsanalyse, Bevölkerungsbefragung, Naturhaushalt, Konsumentenrente, Deutschland, Schleswig-Holstein.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der monetären Bewertung von Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität in deutschen Wäldern aus sozioökonomischer Perspektive.
Die zentralen Felder umfassen die ökonomische Theorie von Umweltgütern, die empirische Messung von Präferenzen mittels Befragungen sowie die statistische Modellierung von Zahlungsbereitschaften.
Ziel ist die Quantifizierung des Nutzens, den die Bevölkerung der Erhaltung der biologischen Vielfalt beimisst, sowie die Identifikation der Faktoren, die diese Zahlungsbereitschaft beeinflussen.
Es werden empirische Methoden wie die Kontingente Bewertungsmethode (KBM) sowie statistische Verfahren wie Faktoren- und Regressionsanalysen (linear und semi-logarithmisch) angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in das Befragungskonzept, die theoretische Herleitung der Bewertungsmethode sowie die detaillierte statistische Analyse des Datenmaterials aus dem Bundesgebiet und Schleswig-Holstein.
Wichtige Begriffe sind Biodiversität, Zahlungsbereitschaft, ökonomische Bewertung, KBM, Waldökosysteme und Sozioökonomie.
Schleswig-Holstein wurde gewählt, um Unterschiede zwischen einer bundesweiten Betrachtung und einer regionalen Zielgebietsbefragung zu untersuchen, da hier spezifische ökologische und forstliche Gegebenheiten vorliegen.
Dies ist ein methodischer Ansatz im Rahmen der Befragung, bei dem den Befragten die Möglichkeit gegeben wird, ihre zuvor genannte Zahlungsbereitschaft anzupassen, um die Erfolgswahrscheinlichkeit für die Realisierung des Programms zu erhöhen.
Obwohl theoretisch eine positive Korrelation erwartet wurde, zeigt die Arbeit, dass der Einfluss des Haushaltseinkommens aufgrund von Diskontinuitäten (z.B. Angabe von persönlichem statt Haushaltseinkommen) und der Dominanz sozialpsychologischer Motive weniger stark ausgeprägt ist als angenommen.
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