Examensarbeit, 2007
48 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Erkenntnisse aus der Textproduktionsforschung
2.1 Das Schreibmodell von Hayes und Flower
2.1.1 Die drei Prozesse innerhalb des Schreibens
2.1.2 Benötigte kognitive Ressourcen
2.2 Das Schreibmodell von Bereiter und Scardamalia
2.2.1 Knowledge Telling
2.2.2 Knowledge Transforming
2.3 Zusammenfassung
3 Kollaboratives Lernen
3.1 Definition
3.2 Kollaboratives Lernen als pädagogische Methode
3.3 Zusammenfassung
4 Erkenntnisse aus der Hypertext- Forschung
4.1 Eigenschaften und Besonderheiten von Hypertexten
4.1.1 Vernetzung – Knoten und Links
4.1.2 Hypertext- Strukturen
4.1.3 Hypermedien
4.2 Lernen mit Hypertexten
4.2.1 Konstruktivismus
4.2.2 Die Annahme der kognitiven Plausibilität
4.2.3 Multi- Linearität
4.2.4 Externalisierung von Wissen
4.2.5 Medienkompetenz
4.2.6 Lernen mit Hypertexten - Unterstützung des knowledge transforming
4.2.7 Welche Texte lassen sich als Hypertext aufbereiten?
4.2.8 Hypertexte im Unterricht – Einführungsmöglichkeiten und Chancen
4.3 Probleme im Umgang mit Hypertext
4.3.1 Cognitive overhead
4.3.2 Herstellen lokaler Kohärenz
4.3.3 Herstellen globaler Kohärenz
4.3.4 Unzureichende inhaltliche Auseinandersetzung
4.4 Zusammenfassung
5. Wikis
5.1 Besonderheiten eines Wikis gegenüber anderen Hypertextsystemen
5.2 Wikis als Herausforderung für den Autor
5.3 Zusammenfassung
6. Vorstellung einer theoretisch entwickelten Lernumgebung
6.1 Kriterien für das Erstellen der Lernumgebung
6.2 Beschreibung der Lernplattform WiLeZu
6.2.1 Gäste
6.2.2 Schüler
6.2.3 Moderatoren
6.2.4 Administratoren
6.2.5 Profile
6.2.6 Beiträge
6.2.7 Linksetzung
6.2.8 Kommentieren
6.2.9 Bedienung
6.2.10 Ranking- System
6.2.11 Hilfe
6.3 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Wikis als kollaborative Lernumgebung im schulischen Kontext, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie durch dieses Medium ein intensiverer Wissenserwerb und die Ausbildung von Medienkompetenz bei Schülern gefördert werden können.
4.3.1 Cognitive overhead
Da dies ein Problem ist, welches eher für die Arbeit mit Hypertexten zutrifft, möchte ich es hier nur eher kurz anreißen, halte es aber doch für wichtig, es zumindest erwähnt zu haben.
Die sogenannte kognitive Überlastung meint die Anforderungen, die an den Leser eines Hypertextes gestellt werden und deren überlastende Wirkung. So muss ein Hypertext- Leser nicht nur den Text verstehen, sondern auch Navigationsentscheidungen treffen. Nach Conklin (1987) tritt dieses Problem nicht auf, wenn der Autor eines Textes diese Entscheidungen in der linearen Anordnung für den Leser getroffen hat.
Wenn wir davon ausgehen, dass ein Leser einen Link verfolgt, um weitere Informationen zu finden, jedoch am vorigen Knoten noch weitere interessante Links gesehen hat, muss er diese im Kopf behalten um sie später noch aufrufen zu können. Tritt dieses Problem öfter auf bleiben dem Leser weniger kognitive Ressourcen zur Verfügung um die eigentliche Aufgabe – das Verstehen des Textinhaltes – zu bewältigen (Gerdes, 1997).
Dieses Problem sollte dem Autor eines Hypertextes bekannt sein, um seinen Hypertext sinnvoll aufzubauen und schnelle Rücknavigation zu ermöglichen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kritische Auseinandersetzung der Pädagogik mit neuen Medien und führt die Zielsetzung der Arbeit ein, Hypertexte am Beispiel von Wikis als Lernmittel zu untersuchen.
2 Erkenntnisse aus der Textproduktionsforschung: Dieses Kapitel stellt zwei Schreibmodelle vor, um das Verständnis für Schreiben als problemorientierten Prozess (Knowledge Transforming) gegenüber automatisiertem Schreiben zu vertiefen.
3 Kollaboratives Lernen: Hier wird der Begriff kollaboratives Lernen definiert und als pädagogische Methode beleuchtet, die durch gezielte Prozesse den Wissenserwerb in Gruppen unterstützen soll.
4 Erkenntnisse aus der Hypertext- Forschung: Das Kapitel analysiert die theoretischen Grundlagen, Chancen und spezifischen Probleme (wie Cognitive Overhead und Kohärenz) beim Einsatz von Hypertexten im Unterricht.
5. Wikis: Dieses Kapitel definiert Wikis als dynamische Hypertexte und diskutiert deren spezifische Rolle und Herausforderungen bei der kollaborativen Arbeit von Schülern.
6. Vorstellung einer theoretisch entwickelten Lernumgebung: Hier wird die Lernplattform "WiLeZu" vorgestellt, die darauf ausgerichtet ist, die im Theorieteil erarbeiteten Kriterien für lernförderliches Arbeiten praktisch umzusetzen.
Kollaboratives Lernen, Wikis, Hypertext, Textproduktionsforschung, Wissenserwerb, Medienkompetenz, WiLeZu, Knowledge Transforming, Konstruktivismus, Lernplattform, Cognitive Overhead, Schüler, Unterricht, Hypermedien
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Wikis als spezielle Form des Hypertexts, um kollaboratives Lernen im schulischen Unterricht zu fördern und Medienkompetenzen zu entwickeln.
Die zentralen Themen umfassen die Textproduktionsforschung, die Theorie des kollaborativen Lernens, die Forschung zu Hypertexten sowie die praktische Konzeption einer Lernplattform.
Das Ziel ist es, Kriterien für den sinnvollen Einsatz von Wikis in der Schule zu erarbeiten, um ein "verstehendes Schreiben" (Knowledge Transforming) und eine produktive Zusammenarbeit der Schüler zu erreichen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Forschungsergebnisse (Textproduktions- und Hypertextforschung), um daraus Anforderungen für eine eigene, theoretisch entwickelte Lernumgebung (WiLeZu) abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von Schreibmodellen, eine Auseinandersetzung mit Hypertext-Problematiken und eine detaillierte Beschreibung der entwickelten Plattform "WiLeZu".
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie kollaboratives Lernen, Wikis, Hypertext, Knowledge Transforming, Medienkompetenz und Lernplattform charakterisieren.
Beim Knowledge Telling wird Wissen lediglich aus dem Gedächtnis abgerufen, während Knowledge Transforming eine tiefere, problemorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema erfordert, was durch die Arbeit mit Hypertexten unterstützt werden soll.
Es dient dazu, Schüler zu motivieren, sich intensiver mit dem Programm auseinanderzusetzen, wobei nicht nur die Anzahl der Beiträge, sondern auch deren strukturelle Qualität und der Schwierigkeitsgrad bewertet werden.
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