Examensarbeit, 2007
136 Seiten, Note: 1,0
1 Untersuchungsanlass und Zielsetzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsklärungen
2.1.1 Vorstellung
2.1.2 Einstellung
2.1.3 Erwartungen
2.1.4 Wunsch und Ideal
2.2 Grundlegende gesellschaftliche Aufgaben von Schule
2.3 Bedeutung des Lernens allgemein
2.3.1 Lernen vor und außerhalb der Schule
2.3.2 Lernen innerhalb der Schule
2.3.3 Förderungsmöglichkeiten schulischen Lernens
2.4 Bedeutung der Schule für Schüler
2.5 Relevanz der subjektiven Sicht von Schülern
3 Untersuchung
3.1 Untersuchungskonzept
3.1.1 Methodenwahl – Interview
3.1.2 Besonderheiten dieser Methode
3.1.3 Interview und Gütekriterien
3.2 Planung
3.2.1 Entwicklung des Interviewleitfadens
3.2.2 Auswahl der Schüler
3.3 Durchführung und Ablauf
3.4 Ergebnisse der einzelnen Interviewfragen:
3.4.1 Was lernst du eigentlich in der Schule?
3.4.2 Kann man das auch woanders lernen?
3.4.3 Warum musst du das eigentlich alles lernen?
3.4.4 Was sind deine Lieblingsfächer?
3.4.5 Welche Fächer magst du gar nicht?
3.4.6 Was gefällt dir besonders gut in der Schule?
3.4.7 Was gefällt dir weniger gut in der Schule?
3.4.8 Wie stellst du dir den/die beste/n Lehrer/in der Welt vor?
3.4.9 Was würdest du an deiner Schule ändern, wenn du es könntest?
4 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5 Zusammenfassung und Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht die subjektiven Vorstellungen von Grundschulkindern der 1. und 4. Jahrgangsstufe zur Frage „Warum gehen Kinder in die Schule?“. Ziel ist es, die Entwicklung dieser subjektiven Konstrukte (Einstellungen, Erwartungen, Wünsche und Idealbilder) im Verlauf der Grundschulzeit durch einen Vergleich der Altersgruppen nachzuvollziehen und somit einen Einblick in die Sichtweise der Schüler auf Schule und Unterricht zu gewinnen.
1 Untersuchungsanlass und Zielsetzung
Bereits vor dem ersten Schultag haben Kinder schon ganz konkrete Vorstellungen von Schule. Die meisten begegnen diesem Tag mit großer Erwartungshaltung. Sie wollen möglichst schnell Schreiben, Lesen und Rechnen lernen, um endlich intensiv an der Kultur der Erwachsenen teilnehmen zu können.
Doch der Eintritt in die Schule ist auch mit großen Veränderungen für die Kinder verbunden. Nicht nur die Struktur der Zeit ist anders als im Kindergarten und zu Hause, auch der Raum und seine Möglichkeiten ändern sich. Die Einrichtung des Klassenzimmers ist auf schulisches Lernen hin orientiert und bietet daher kaum mehr Rückzugsmöglichkeiten. Die Kinder sind oftmals gezwungen, lange an einem, ihnen zugewiesenen Platz stillzusitzen. Die Veränderungen in den sozialen Beziehungen belasten sie zusätzlich. Sie müssen sich nicht nur von den Eltern ablösen, sondern werden zusätzlich auch mit unbekannten Mitschüler und Lehrern konfrontiert.
Die Begegnung mit diesem komplexen, anfangs auch verwirrenden neuen Lebensraum prägt nachhaltig das Bild, das die Kinder von Schule und schulischem Lernen gewinnen. Aber mit dem Eintritt in die Schule ist dieses Bild keinesfalls vollständig, denn die Vorstellungen der Kinder entwickeln sich permanent aufgrund ihrer Erfahrungen, die sie im Laufe ihrer Schulzeit sammeln, weiter. Aus ihnen gehen Einstellungen, Erwartungen, Wünsche und Idealbilder hervor. Mit jedem Schultag kann es zu einer Modifikation dieses subjektiven Bildes kommen.
1 Untersuchungsanlass und Zielsetzung: Begründung der Relevanz, die Sicht von Schülern auf Schule und Unterricht zu erforschen, unter Einbeziehung der zentralen Leitfrage.
2 Theoretische Grundlagen: Definition der zentralen Begriffe wie Vorstellung, Einstellung und Erwartung sowie Darstellung der schulischen Funktionen und lernförderlicher Ansätze.
3 Untersuchung: Beschreibung des methodischen Konzepts, der Planung und Durchführung der Experteninterviews sowie tabellarische und grafische Aufbereitung der Ergebnisse.
4 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Analyse der gewonnenen Daten im Vergleich der Altersstufen sowie Diskussion der Motivationsunterschiede.
5 Zusammenfassung und Schlussbemerkung: Resümee über die Verlagerung von intrinsischer zu extrinsischer Motivation im Verlauf der Grundschulzeit und Forderungen an eine zukünftige Grundschule.
Grundschule, Schülervorstellungen, Motivationsentwicklung, Schulleben, Grundschulkinder, Interviewstudie, Einstellung, Erwartung, Lehrer-Schüler-Beziehung, Lernfreude, Qualifikationsfunktion, Sozialisation, subjektive Sicht, qualitative Forschung, Vergleichsstudie.
Die Arbeit untersucht die subjektive Perspektive von Grundschulkindern auf die Schule und den Unterricht, basierend auf einer Befragung von Erst- und Viertklässlern.
Die Schwerpunkte liegen auf den Vorstellungen von Schülern bezüglich des Sinns von Schule, ihren Erwartungen an Lehrer, ihren Lieblingsfächern sowie der Bedeutung von Schule als Lebensraum.
Das Ziel ist es, unter der Leitfrage „Warum gehen Kinder in die Schule?“ ein Verständnis für die individuelle Sichtweise der Schüler zu entwickeln und diese über die Grundschulzeit hinweg zu vergleichen.
Es wurde eine qualitative Untersuchung mittels teilstandardisierter Einzelinterviews durchgeführt, um spontane und detaillierte Aussagen der Kinder zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Darlegung des methodischen Konzepts und eine ausführliche Auswertung der einzelnen Interviewfragen mit tabellarischer und grafischer Unterstützung.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Motivation, subjektive Schülersicht, Grundschulpädagogik, soziale Interaktion und die Entwicklung des Lernverständnisses.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Erstklässler häufiger intrinsisch motiviert sind, während bei Viertklässlern extrinsische Faktoren wie Noten und der Übertritt an weiterführende Schulen in den Vordergrund rücken.
Soziale Kontakte, Pausen und Freundschaften werden von den Kindern beider Altersstufen als sehr bedeutsam bewertet und sind oft wichtiger als die inhaltlichen Aspekte des Unterrichts.
Ein idealer Lehrer sollte nach Meinung der Kinder vor allem nett, gerecht und hilfsbereit sein; die Erwartungen sind hierbei über die Altersstufen hinweg sehr konstant.
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