Diplomarbeit, 2007
104 Seiten, Note: 1,0
I THEORETISCHER HINTERGRUND
1 Einleitung
2 PatientInnen auf der Intensivstation
2.1 Informationsbedürfnis chirurgischer PatientInnen
2.2 Ängste der PatientInnen
2.2.1 Bewältigungsstrategie
2.2.2 Studien zum Angsterleben
2.3 Belastungsfaktoren für PatientInnen
2.4 Musik auf der Intensivstation
2.4.1 Musikwahl
2.4.2 Reaktionen der PatientInnen
3 Angehörige auf der Intensivstation
3.1 Studien über Angehörige auf der Intensivstation
3.2 Der erste Besuch auf der Intensivstation
3.3 Ängste der Angehörigen
3.4 Die wichtige Rolle der Angehörigen
4 Pflegeanamnese auf der Intensivstation
5 Kommunikation
5.1 Zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion
5.2 Begriffsbestimmung
5.3 Die fünf pragmatischen Axiome nach Watzlawick
5.4 Die gestörte Kommunikation
5.5 Kommunikation auf der Intensivstation
5.5.1 Grundregeln für die Kommunikation auf der Intensivstation
5.5.2 Umgang mit IntensivpflegepatientInnen
5.5.3 Richtlinien zur Kommunikation mit IntensivpatientInnen
II EMPIRISCHER TEIL
1 Forschungsfragen und Hypothese
2 Methode
2.1 Zugang zum Forschungsfeld
2.2 Untersuchungsablauf
2.3 Stichprobe
3 Fragebogen
3.1 Erstellung des Fragebogens
3.2 Gestaltung der Fragen
3.3 Aufbau
3.4 Verwendete Skalen
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Analyse
4.1.1 Aufenthalt auf der Intensivstation
4.1.2 Angst
4.1.3 Umgang mit Schmerzen
4.1.4 Beatmung und Kommunikation
4.1.5 Katheter und Sonden
4.1.6 Privatheit auf der Intensivstation
4.1.7 Soziodemographische Daten
4.1.7.1 Altersstruktur
4.1.7.2 Geschlecht
4.2 Weitere Ergebnisse
4.2.1 Hypothese
4.2.2 Gegenüberstellung einzelner Gruppen
4.2.2.1 Geschlechtsspezifische Unterschiede
4.2.2.2 Unterschiede zwischen PatientInnen mit und ohne frühere Aufenthalte auf Intensivstationen
4.2.2.3 Unterschiede zwischen Altersgruppen
4.2.2.4 Zusammenhang zwischen Erhalt von Kathetern und Angst
5 Diskussion und Ausblick
Diese Arbeit evaluiert den Informationsstand von PatientInnen vor einem geplanten Aufenthalt auf einer chirurgischen Intensivstation, um den Zusammenhang zwischen dem Erhalt präoperativer Informationen und dem Ausmaß der Ängste der Betroffenen zu untersuchen. Ziel ist es, Unklarheiten aufzudecken und Möglichkeiten zur Verbesserung der präoperativen Betreuung aufzuzeigen.
2 PatientInnen auf der Intensivstation
Sarah Russell führte 1999 eine Studie auf der Intensivstation des Royal Melbourne Hospital in Australien durch. Es wurden 298 Patienten zu ihren Wahrnehmungen, Erinnerungen und Erfahrungen auf der Intensivstation befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Erinnerungen der PatientInnen oft viel weiter zurück gehen und detaillierter sind als angenommen wird. So erinnerte sich eine Patientin, dass sie nackt im Bett lag und gewaschen wurde, während sich die Pflegepersonen über ihr Privatleben unterhielten. Ein anderer Patient verglich die Station mit einem Kriegsgebiet. Oft erinnerten sich PatientInnen zum Beispiel an bestimmte Teile eines Gesprächs, Pflegepersonen, die ihnen das Gefühl der Sicherheit gaben und Angehörige, die ihnen vom Leben außerhalb des Spitals erzählten.
Mangel an Kommunikation, fehlende Privatsphäre, Angst, Schmerzen und kontinuierlicher Lärm stellten die größten Probleme für PatientInnen auf der Intensivstation dar.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung der Studie ein, den Informationsstand von PatientInnen vor einem geplanten Aufenthalt auf einer chirurgischen Intensivstation zu evaluieren.
2 PatientInnen auf der Intensivstation: Das Kapitel beleuchtet psychologische und physische Aspekte des Aufenthalts, wie Ängste, Belastungsfaktoren und die Bedeutung von Musik zur Beruhigung.
3 Angehörige auf der Intensivstation: Hier wird die Rolle der Angehörigen, deren eigene Ängste und die Notwendigkeit, diese in den Versorgungsprozess einzubinden, thematisiert.
4 Pflegeanamnese auf der Intensivstation: Dieses Kapitel definiert die Pflegeanamnese als Fundament des Pflegeprozesses und erläutert ihre Bedeutung für eine individuelle Patientenbetreuung.
5 Kommunikation: Der theoretische Rahmen wird hier durch Watzlawicks Kommunikationsaxiome gebildet und auf die spezifischen Bedingungen und Herausforderungen der Intensivstation übertragen.
II EMPIRISCHER TEIL: Dieser Teil beschreibt die durchgeführte quantitative Studie, deren Methodik, die Erstellung des Fragebogens sowie die deskriptive Analyse und Auswertung der Ergebnisse.
Intensivstation, Patientenaufklärung, Angstbewältigung, Kommunikation, Pflegeprozess, Patienteninformation, chirurgischer Aufenthalt, Angehörigenbetreuung, Pflegeanamnese, präoperative Vorbereitung, psychische Belastung, Fragebogentechnik, Patientenzufriedenheit, Stressreduktion.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation des Informationsstandes von PatientInnen vor einem geplanten chirurgischen Eingriff mit anschließendem Aufenthalt auf einer Intensivstation.
Zentrale Felder sind die psychischen Belastungen der PatientInnen, die Bedeutung der Kommunikation und Information, die Rolle der Angehörigen sowie die pflegerische Betreuung auf der Intensivstation.
Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem Grad der präoperativen Information und der Angst der PatientInnen vor dem Intensivaufenthalt zu erfassen.
Die Datenerhebung erfolgte mittels einer quantitativen Studie auf Basis eines schriftlichen Fragebogens, der an 100 PatientInnen verteilt wurde.
Neben theoretischen Grundlagen zur Kommunikation und Intensivpflege bildet der empirische Teil den Schwerpunkt, der die erhobenen Daten analysiert und die aufgestellte Hypothese prüft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Intensivpflege, Patientenaufklärung, Angstreduktion, Kommunikation und empirische Pflegeforschung beschreiben.
Die Studie bestätigte die Hypothese, dass PatientInnen signifikant weniger Angst vor dem Intensivaufenthalt haben, je besser sie sich vorab informiert fühlen.
Die Studie zeigt, dass Patienten die Möglichkeit der Information über den Erhalt persönlicher Utensilien oder Besuchsmöglichkeiten als wichtig empfinden, wobei hier noch erhebliches Verbesserungspotenzial besteht.
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