Examensarbeit, 2006
102 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Gliederung der Examensarbeit
2 Die spanische Sprache
2.1 Klassifikation
2.2 Verbreitung
3 Historische Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts
3.1 bis 1945
3.2 1945 bis heute
4 Bildungspolitische Aspekte des Fremdsprachenlernens
4.1 Allgemeine staatliche Regelungen des Fremdsprachenunterrichts
4.2 Rahmenrichtlinien des Fremdsprachenunterrichts an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen
5 Situation der Fremdsprachenausbildung an berufsbildenden Schulen
5.1 Stellenwert der Fremdsprachen und insbesondere des Spanischen an berufsbildenden Schulen (quantitative Aspekte)
5.1.1 Deutschland
5.1.2 Niedersachsen
5.2 Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
6 Fremdsprachen aus unternehmerischer Sicht
6.1 Fremdsprachenbedarf der Unternehmen
6.2 Interkulturelle Kompetenz als neue Schlüsselkompetenz
6.2.1 Schlüsselkompetenzen
6.2.2 Interkulturelle Kompetenz
7 Facetten des modernen Fremdsprachenunterrichts
7.1 Überblick
7.2 Handlungsorientierung
7.3 Ganzheitlichkeit
7.4 Sozialformen
7.4.1 Grundformen
7.4.2 Weitere Sozialformen
7.5 Neue Medien
7.6 Bilingualer Unterricht
8 Resümee
Die Arbeit analysiert den Status quo des Fremdsprachenunterrichts an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen, mit besonderem Fokus auf der quantitativen Entwicklung des Spanischunterrichts im Vergleich zu anderen Fremdsprachen. Dabei wird untersucht, welche Rolle Fremdsprachen sowie interkulturelle Kompetenz aus unternehmerischer Sicht spielen und welche didaktischen Prinzipien einen erfolgreichen Fremdsprachenunterricht in diesem Kontext fördern können.
2.1 Klassifikation
Dass unter romanischen Sprachen wie dem Französischen, dem Spanischen oder dem Italienischen große Ähnlichkeiten bestehen, ist schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Tausende Wörter haben einen gleichen Wortstamm und werden außerdem vielfach sehr ähnlich ausgesprochen. Im Zuge der Kolonialisierung wurde allerdings ebenfalls aufgedeckt, dass sogar Dialekte aus weit entfernten Teilen der Welt – wie z.B. aus Indien – auffällige Gemeinsamkeiten mit europäischen Sprachen aufweisen. Es wurde offensichtlich, dass vor langer Zeit eine gemeinsame Muttersprache bestanden haben muss. Heute steht fest, dass vor ca. 6.000 Jahren eine indoeuropäische (oder auch indogermanische) Ursprache existierte. Aus den verschiedenen Dialekten dieser Ursprache entwickelten sich im Laufe der Zeit verschiedene Sprachen, die sich im weiteren Verlauf ihrerseits in mehrere Tochtersprachen zergliederten (vgl. PALMER 1990, S. 3 ff.). Einige dieser neu entwickelten Sprachen wie das Anatolische sind im Laufe der Zeit aus verschieden Gründen wieder ausgestorben. Die bekannteste heute nicht mehr als Muttersprache verwendete Sprache ist offenkundig das Latein, das noch vor weniger als 2.000 Jahren durch die starke Ausbreitung des “Imperium Romanum“ in großen Teilen Europas und Nordafrikas gesprochen wurde. Doch auch in dieser Zeit hat sich – bedingt durch die enormen räumlichen Distanzen – das Lateinische unterschiedlich weiterentwickelt. Das Latein in Italien hörte sich demnach anders an als in den Provinzen Spaniens (vgl. MADER 2000, S. 9).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit vor, wobei der Spanischunterricht an berufsbildenden Schulen in den Kontext der Globalisierung und der wachsenden Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen für die berufliche Zukunft gesetzt wird.
2 Die spanische Sprache: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Einführung in die Klassifikation und die weltweite Verbreitung der spanischen Sprache als eine der wichtigsten Weltsprachen.
3 Historische Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts: Das Kapitel zeichnet chronologisch die institutionelle Entwicklung der Fremdsprachenvermittlung in Deutschland von der Antike bis in die Gegenwart nach.
4 Bildungspolitische Aspekte des Fremdsprachenlernens: Hier werden die staatlichen Regelungen, Rahmenrichtlinien und die Rolle der Kultusministerkonferenz im Kontext der Fremdsprachenausbildung an niedersächsischen berufsbildenden Schulen analysiert.
5 Situation der Fremdsprachenausbildung an berufsbildenden Schulen: Basierend auf statistischen Daten wird der Stellenwert und die quantitative Entwicklung verschiedener Fremdsprachen an berufsbildenden Schulen in Deutschland und Niedersachsen untersucht.
6 Fremdsprachen aus unternehmerischer Sicht: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Bedarf an Fremdsprachen und interkultureller Kompetenz aus Sicht der Unternehmen sowie den Konsequenzen für die berufliche Bildung.
7 Facetten des modernen Fremdsprachenunterrichts: Hier werden zentrale didaktische Prinzipien wie Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Sozialformen und der Einsatz neuer Medien als Grundlagen für einen modernen Fremdsprachenunterricht diskutiert.
8 Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Fremdsprachenvermittlung an berufsbildenden Schulen.
Fremdsprachenunterricht, berufsbildende Schulen, Spanisch, Niedersachsen, Globalisierung, interkulturelle Kompetenz, Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Sprachlehrforschung, Fremdsprachenbedarf, KMK-Zertifikat, moderne Medien, Sprachenfolge, Didaktik, Wirtschaftsbeziehungen.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung, Verbreitung und didaktische Gestaltung des Fremdsprachenunterrichts an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen, mit einem besonderen Fokus auf der spanischen Sprache.
Die Schwerpunkte liegen auf der bildungspolitischen Verankerung, der statistischen Entwicklung des Fremdsprachenangebots, den Anforderungen der Wirtschaft an Fremdsprachenkenntnisse und modernen didaktischen Konzepten.
Das Ziel ist es, den Status quo des Spanischunterrichts an berufsbildenden Schulen aufzuzeigen, Probleme wie den Lehrermangel zu beleuchten und aufzuzeigen, wie ein erfolgreicher, berufsbezogener Fremdsprachenunterricht gestaltet sein sollte.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Entwicklungen, bildungspolitischer Rahmenrichtlinien sowie einer quantitativen Auswertung von statistischen Daten des Statistischen Bundesamtes.
Der Hauptteil analysiert die historische und bildungspolitische Situation, quantifizierte Fremdsprachenzahlen, den Fremdsprachenbedarf aus Unternehmenssicht sowie didaktische Konzepte wie Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit und den Einsatz neuer Medien.
Zentrale Begriffe sind Fremdsprachenunterricht, berufsbildende Schulen, Spanisch, Globalisierung, interkulturelle Kompetenz, Handlungsorientierung und berufsbezogene Fremdsprachen.
Während Englisch die dominierende Fremdsprache bleibt, hat sich Spanisch in Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern und im Vergleich zum Französischen in den letzten Jahren zu einer bedeutenden zweiten Fremdsprache entwickelt.
Angesichts der fortschreitenden Globalisierung und Internationalisierung der Arbeitswelt reicht bloßes sprachliches Wissen nicht aus; interkulturelle Kompetenz wird notwendig, um Missverständnisse in globalen Geschäftsbeziehungen zu vermeiden.
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