Diplomarbeit, 2007
63 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen der Unternehmenslogistik und der RFID-Technologie
2.1. Unternehmenslogistik: Definition, Teilbereiche, Aufgaben und Ziele
2.2. Grundlagen der RFID-Technologie
2.2.1. Bestandteile und Funktionsweise eines RFID-Systems
2.2.2. Technische Unterscheidungsmerkmale und Klassifizierung von RFID-Systemen
2.2.3. Ebenen der Kennzeichnung
3. Vorstellung ausgewählter Anwendungsgebiete der RFID-Technologie in den Teilbereichen der Unternehmenslogistik
3.1. Der Einsatz von RFID in der Beschaffungslogistik
3.1.1. RFID-gestützter Wareneingang
3.1.2. Lagermanagement mit RFID
3.2. RFID-gestützte Produktionslogistik
3.2.1. Materialflussplanung und -steuerung auf der Basis von Echtzeitinformationen
3.2.2. Effiziente Ablaufgestaltung in der Produktion durch RFID-Kanban
3.3. Rationalisierung der Distributionslogistik mittels RFID
3.3.1. Kommissionierung getaggter Objekte
3.3.2. RFID-gestützter Warenausgang
3.3.3. Tracking und Tracing: Sendungsverfolgung mit RFID
3.3.4. Kennzeichnung von Mehrwegbehältern: RFID im Behältermanagement
3.4. RFID in der Entsorgungslogistik
4. Risiken eines RFID-Einsatzes im Unternehmen
4.1. Mögliche Sicherheitsdefizite von RFID-Systemen
4.2. RFID und Datenschutz
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das umfangreiche Spektrum der Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technologie innerhalb der Unternehmenslogistik, um deren Potentiale und Grenzen unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und datenschutzrechtlicher Aspekte zu strukturieren.
3.1.1. RFID-gestützter Wareneingang
Die Radio Frequency Identification bietet eine Reihe von Möglichkeiten, um den Prozess des Wareneingangs effizienter zu gestalten.
Ein am Auflieger eines LKWs angebrachter Transponder, auf dem ein digitaler Lieferschein gespeichert ist, ermöglicht einen direkten und automatischen Abgleich der Liefer- und Bestelldaten, sobald der Lastwagen an einer mit einem Lesegerät ausgestatteten Laderampe andockt. Ohne manuelles Handling werden die Richtigkeit von Art, Menge und Liefertermin des laut Lieferschein geladenen Materials überprüft. Treten Unstimmigkeiten auf, wird dies dem Wareneingangspersonal signalisiert. Fällt der Abgleich hingegen positiv aus, wird der Wagen zur Entladung freigegeben. Die z.B. per Gabelstapler entnommen Paletten werden durch ein Gate geführt. Alle auf bzw. in dem Ladungsträger befindlichen Transponder werden im Pulk erfasst und ausgelesen. So wird ersichtlich, ob die tatsächlich geladenen Objekte denen auf dem Lieferschein in Art und Menge entsprechen. Das Scannen einzelner Barcodes zur Identifikation sowie ein manuelles Zählen entfallen, da die Tags auch in größeren Mengen gleichzeitig und ohne Sichtkontakt von der Empfangseinheit gelesen werden können. Die vereinnahmten Güter werden gleichzeitig im Warenwirtschaftssystem verbucht. Mittels mit dem Transponder gekoppelter Sensoren, die in bestimmten Intervallen die Umgebungstemperatur messen und auf dem Chip speichern, kann überprüft werden, ob die Kühlkette unterbrochen wurde und die transportierten Produkte evtl. unbrauchbar geworden sind.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den wachsenden Wettbewerbsdruck und die Rolle der RFID-Technologie als innovative Lösung für logistische Herausforderungen.
2. Grundlagen der Unternehmenslogistik und der RFID-Technologie: Dieses Kapitel schafft ein einheitliches Verständnis der logistischen Basisfunktionen sowie der technischen Funktionsweise und Klassifizierung von RFID-Systemen.
3. Vorstellung ausgewählter Anwendungsgebiete der RFID-Technologie in den Teilbereichen der Unternehmenslogistik: Hier werden spezifische RFID-Anwendungen in der Beschaffung, Produktion, Distribution und Entsorgung detailliert untersucht.
4. Risiken eines RFID-Einsatzes im Unternehmen: Das vierte Kapitel analysiert Sicherheitsdefizite gegenüber Angriffen sowie die datenschutzrechtlichen Bedenken beim Einsatz von Transpondern.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert die Potentiale der Technologie und weist darauf hin, dass eine flächendeckende Etablierung maßgeblich von sinkenden Kosten und verbesserten Standards abhängt.
RFID, Unternehmenslogistik, Materialflusssteuerung, Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Distributionslogistik, Entsorgungslogistik, Transponder, Smart Label, Tracking und Tracing, Behältermanagement, Supply Chain, Datenschutz, Datensicherheit, Automatisierung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Einsatzmöglichkeiten und den technischen sowie organisatorischen Grenzen der RFID-Technologie innerhalb der verschiedenen Bereiche der Unternehmenslogistik.
Die Arbeit fokussiert sich auf die logistischen Kernprozesse: Wareneingang, Lagermanagement, Materialfluss in der Produktion, Kommissionierung, Warenausgang, sowie die Sendungsverfolgung und das Behältermanagement.
Ziel ist es, ein strukturiertes Bild der RFID-Nutzung zu vermitteln, Potentiale zur Prozessoptimierung aufzuzeigen und gleichzeitig die bestehenden technologischen und ethischen Barrieren kritisch zu beleuchten.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und eine strukturierte Aufarbeitung logistischer Szenarien, um den Nutzen und die Herausforderungen von RFID systematisch darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in Anwendungsbeispiele der verschiedenen Logistikstufen und eine anschließende Risikobewertung bezüglich technischer Sicherheit und Datenschutzaspekten.
Die zentralen Schlagworte sind RFID-Technologie, Supply Chain Management, Materialflusssteuerung, Tracking & Tracing sowie Datenschutz.
RFID ermöglicht durch die Synchronisation von Material- und Informationsfluss eine dezentrale Steuerung, etwa durch RFID-Kanban, wodurch Bestände gesenkt und die Termintreue durch Echtzeit-Daten erhöht werden.
Da es sich bei Mehrwegbehältern oft um teures Anlagegut handelt, amortisieren sich die Kosten für RFID-Tags schnell. Die Technologie bietet die Grundlage für ein effizientes Tracking, das Suchaufwand drastisch reduziert und die Inventur automatisiert.
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