Diplomarbeit, 2007
132 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Relevanz und Ziele der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das ethische Führungsverhalten von Führungskräften gegenüber ihren Mitarbeitern
2.2 Das Organizational Citizenship Behavior
2.3 Die Leader-Member-Exchange-Theorie
3. Stand der Forschung und Herleitung der Hypothesen
3.1 Aktueller Stand der Forschung zum ethischen Führungsverhalten von Führungskräften gegenüber ihren Mitarbeitern
3.2 Theoretische Herleitung der Hypothesen
3.2.1 Der Zusammenhang zwischen dem ethischen Führungsverhalten von Führungskräften gegenüber ihren Mitarbeitern und dem Organizational Citizenship Behavior der Geführten
3.2.2 Leader-Member-Exchange als Moderator-Variable
4. Instrument und Methode
4.1 Fragebogenkonstruktion
4.1.1 Konstruktion der EF-Skala
4.1.2 Übernahme der OCB- und LMX-Skalen
4.1.3 Aufbau des Fragebogens
4.2 Datenerhebung und Stichprobe
4.3 Voraussetzungen für die Datenanalyse
5. Vorbereitende Analyse
5.1 Beschreibung der Stichprobe
5.2 Validität und Reliabilität des Messinstruments
5.2.1 Faktorielle Struktur der Konstrukte
5.2.2 Reliabilität der Skalen
5.2.3 Indexbildung und Kennwerte der Skalen in der Endfassung
5.3 Soziodemographische Effekte auf das ethische Führungsverhalten
6. Ergebnisse der Hypothesenprüfung
6.1 Prüfung von Hypothese 1
6.2 Prüfung von Hypothese 2
7. Diskussion
7.1 Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens
7.2 Zusammenfassung der Ergebnisse und Folgerungen für die zukünftige Forschung
8. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Konstruktion einer Skala zur Messung des ethischen Führungsverhaltens (EF) von Führungskräften gegenüber ihren Mitarbeitern sowie die anschließende empirische Erhebung und Hypothesenprüfung in der deutschen Führungspraxis, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen EF und dem freiwilligen Arbeitsengagement (OCB) der Mitarbeiter unter Berücksichtigung der Leader-Member-Exchange-Theorie (LMX) untersucht wird.
2.1 Das ethische Führungsverhalten von Führungskräften gegenüber ihren Mitarbeitern
Seit Anfang der 90er Jahre hat sich die Wirtschaftsethik zunehmend als eigenständiger interdisziplinärer Wissenschaftsbereich herausgebildet. Philosophen und Wirtschaftswissenschaftler beschäftigen sich in diesem Kontext mit der Frage, wie die ökonomische Rationalität mit moralischen Normen und Idealen zu vereinbaren ist (Enderle 1993: 1285f.).
Neben der Unternehmens- und Managementethik stellt die Führungsethik den dritten Teilbereich der Wirtschaftsethik dar (siehe Abbildung 2).
Sie ist auf der Mikroebene der Unternehmung angesiedelt (Jäger 2000: 25) und befasst sich mit der Frage, wie die Beziehungen zwischen Führungskräften und Geführten in hierarchischen strukturierten Organisationen menschenwürdig und fair gestaltet werden können (Ulrich 1995b: V). Ziel dieses Wissenschaftsbereichs ist die Formulierung normativer Grundsätze, welche die gegenseitige Anerkennung der Menschen als Wesen gleicher Würde (Ulrich 1995a: 564) trotz der asymmetrischen Machtverteilung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter gewährleisten können.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Führungsethik ein, begründet die Relevanz der Arbeit und erläutert den Aufbau der Diplomarbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Voraussetzungen der zentralen Konstrukte EF, OCB und LMX definiert und voneinander abgegrenzt.
3. Stand der Forschung und Herleitung der Hypothesen: Dieses Kapitel stellt den aktuellen Forschungsstand zum ethischen Führungsverhalten dar und leitet daraus ein theoretisches Modell sowie zwei zu prüfende Hypothesen ab.
4. Instrument und Methode: Hier wird die Konstruktion des Fragebogens sowie das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung und Stichprobenauswahl beschrieben.
5. Vorbereitende Analyse: Dieses Kapitel umfasst die Beschreibung der Stichprobe, die statistische Überprüfung der Gütekriterien des Messinstruments sowie die Analyse soziodemographischer Effekte.
6. Ergebnisse der Hypothesenprüfung: Hier erfolgt die statistische Prüfung der zwei aufgestellten Hypothesen mittels Regressionsanalysen.
7. Diskussion: Dieses Kapitel bietet eine kritische Reflexion des methodischen Vorgehens sowie eine Zusammenfassung und Diskussion der erzielten Befunde im Hinblick auf zukünftige Forschung.
8. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel schließt die Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und deren Implikationen für die Praxis ab.
Ethisches Führungsverhalten, EF, Organizational Citizenship Behavior, OCB, Leader-Member-Exchange, LMX, Führungsethik, Mitarbeiterführung, Personalführung, Arbeitsethik, Arbeitsengagement, Unternehmensethik, empirische Studie, Führungskräfte
Die Arbeit befasst sich mit der Erfassung und Analyse des ethischen Führungsverhaltens deutscher Führungskräfte und dessen Einfluss auf das freiwillige Engagement ihrer Mitarbeiter.
Die zentralen Themen sind ethisches Führungsverhalten (EF), Organizational Citizenship Behavior (OCB) und Leader-Member-Exchange (LMX).
Das primäre Ziel ist die Entwicklung einer Skala zur Messung des ethischen Führungsverhaltens und die Untersuchung, ob dieses Verhalten einen positiven Einfluss auf das OCB der Mitarbeiter hat.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels schriftlicher Befragung von 243 deutschen Führungskräften durchgeführt und mittels statistischer Regressionsanalysen ausgewertet.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Herleitung der Hypothesen, die methodische Konstruktion des Fragebogens sowie die statistische Auswertung und Diskussion der erhobenen Daten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie ethisches Führungsverhalten, Mitarbeiterbindung, Führungsethik und freiwilliges Arbeitsengagement charakterisieren.
Im Gegensatz zu vielen normativ-philosophischen Abhandlungen im Bereich Führungsethik liegt hier ein empirischer Fokus auf dem tatsächlichen, messbaren Führungsverhalten in der deutschen Praxis.
Es wurde vermutet, dass die Qualität der Austauschbeziehung (LMX) den Zusammenhang zwischen ethischem Verhalten und Mitarbeiterengagement beeinflussen könnte, was jedoch in der statistischen Prüfung nicht bestätigt werden konnte.
Die Ergebnisse deuten auf ein generell stark ausgeprägtes ethisches Führungsverhalten bei den untersuchten Managern hin, wobei jedoch bei jüngeren Führungskräften eine Tendenz zu stärker opportunistischem Verhalten beobachtet werden konnte.
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