Diplomarbeit, 2007
66 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Methodik
3. Kurze Biologie der Honigbiene Apis mellifera
3.1. Biologische Grundlagen
3.2. Abwehr von Krankheitserregern
3.3. Ausbreitung und Virulenz von Krankheitserregern
4. Bienensterben
5. Mögliche Ursachen
5.1. Managementeinflüsse
5.1.1. Verwendung der Honigbienen
5.1.2. Fütterung
5.1.3. Zuchtmaßnahmen
5.1.4. Schädlingsbekämpfung
5.1.5. Routinebehandlung
5.2. Umwelteinflüsse
5.2.1. Pestizide
5.2.1.1. Anreicherung von Pestiziden
5.2.1.2. Imidacloprid
5.2.2. Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen
5.2.3. Strahlung des Mobiltelefon-Netzes
5.2.4. Nahrungsmangel
5.2.4.1. Nahrungsangebot
5.2.4.2. Konkurrenz
5.2.4.3. Klima und Witterung
5.3. Krankheiten
5.3.1. Bekannte Krankheiten
5.3.1.1. Varroatosis
5.3.1.2. Nosematosis
5.3.1.3. Viruskrankheiten
5.3.2. Unentdeckte Krankheiten
5.4. Unterkühlte Brut
5.5. Schwächung des Immunsystems
6. Gesamtfazit
6.1. Auswertung
6.2. Forschungsbedarf
6.3. Handlungsempfehlungen
6.3.1. Sofortmassnahmen
6.3.2. Monitoring
6.3.3. Senkung des Stressniveaus
7. Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist es, auf Grundlage der derzeitigen Kenntnisse über das Immunsystem und das Verhalten der Honigbiene die oft widersprüchlichen Untersuchungsergebnisse zu den möglichen Ursachen des Bienensterbens (Colony Collapse Disorder, CCD) gegenüberzustellen und Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Arbeit untersucht dabei insbesondere den Einfluss von Umweltfaktoren, Managementpraktiken und Krankheiten.
3.1. Biologische Grundlagen
Zur Gattung Apis zählen 9 Arten von denen 8 in Asien beheimatet sind (s. Abb. 1). Die Westliche Honigbiene Apis mellifera L. ist in Afrika, Europa und dem Nahen Osten in verschiedenen Unterarten verbreitet. Einige Unterarten haben sich an gemäßigtes Klima angepasst. Dabei erreicht die Unterart Apis mellifera mellifera am 60. Breitengrad die natürliche Verbreitungsgrenze im Norden, die mit der Verbreitungsgrenze der Haselnuss Corylus avellana übereinstimmt. Allen Arten gemeinsam ist eine typische Nestanlage aus senkrechten Wachswaben, die beidseitig mit sechseckigen Zellen für Brut und Vorräte versehen sind. (Ruttner 2003)
Die Westliche Honigbiene Apis mellifera L. gehört zu den hochentwickelten eusozialen Insekten die durch die Bildung von Kasten, hohe Individuenzahlen in der Kolonie, tägliche Versorgung des Nachwuchses, Nestbau, komplexe Formen der sozialen Fütterung (Trophallaxis) und Koloniegeruch (Elzinga 1978), sowie gemeinsame Brutpflege und Überlappung der Generationen (Buschinger 1985) charakterisiert werden.
Sie entstammen wie Ameisen und soziale Wespen der Ordnung Hymenoptera, innerhalb derer sich komplexe Verhaltensmuster entwickelt haben (Gillott 1980). Für die sozialen Formen dieser Ordnung ist die haplodiploide Geschlechtsbestimmung, bei der Männchen mit einem Chromosomensatz der Mutter aus unbefruchteten Eiern entstehen, von Bedeutung. Die Weibchen entwickeln sich aus befruchteten Eiern mit einem diploiden Chromosomensatz. (Buschinger 1985)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das mysteriöse Massensterben der Honigbiene ein und erläutert das Ziel der Arbeit, potenzielle Ursachen für dieses Phänomen zu diskutieren.
2. Methodik: Hier wird die Vorgehensweise bei der Literaturrecherche erläutert, welche Bibliotheken und Internet-Datenbanken umfasst.
3. Kurze Biologie der Honigbiene Apis mellifera: Dieses Kapitel beschreibt die biologischen Grundlagen, Abwehrmechanismen und die Übertragung von Krankheitserregern als Basis für das Verständnis des Bienensterbens.
4. Bienensterben: Eine historische Einordnung von Bienenvolkverlusten und die Definition der Symptome für das aktuelle Colony Collapse Disorder (CCD).
5. Mögliche Ursachen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert Managementeinflüsse, Umwelteinflüsse wie Pestizide und Strahlung, sowie verschiedene Krankheiten und deren Synergien.
6. Gesamtfazit: Das Fazit bewertet die untersuchten Risikofaktoren basierend auf Kriterien wie räumlicher Überschneidung und zeitlichem Auftreten und gibt Empfehlungen.
7. Zusammenfassung: Eine abschließende Synthese der Ergebnisse, die witterungsbedingten Proteinmangel als eine zentrale Ursache für CCD identifiziert.
Honigbiene, Apis mellifera, Colony Collapse Disorder, Bienensterben, Immunsystem, Varroamilbe, Pestizide, Imidacloprid, Proteinmangel, Arbeitsteilung, Hygieneverhalten, Krankheitserreger, Nosematosis, Stressfaktoren, Bestäubung.
Die Arbeit untersucht das sogenannte Bienensterben (Colony Collapse Disorder), bei dem ganze Völker plötzlich verschwinden, und diskutiert mögliche biologische und umweltbedingte Ursachen.
Zentrale Themen sind die Biologie der Honigbiene, die Auswirkungen menschlicher Einflüsse durch Landwirtschaft und Bienenhaltung sowie die Rolle von Parasiten und Krankheitserregern.
Das Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den Ursachen des Bienensterbens zusammenzufassen, widersprüchliche Ergebnisse zu bewerten und Schlussfolgerungen für Schutzmaßnahmen abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche unter Nutzung von Fachdatenbanken (BIOSIS, CAB), Bibliotheksbeständen und Internetquellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Managementpraktiken, Umwelteinflüssen wie Pestiziden und Mobilfunkstrahlung, Krankheiten wie Varroatosis sowie ernährungsphysiologische Defizite.
Wichtige Begriffe sind Colony Collapse Disorder, Apis mellifera, Varroamilbe, Pestizide, Proteinmangel und Immunsystem.
Beim CCD verschwinden die Flugbienen oft spurlos, während die Königin und Brut im Nest zurückbleiben, was sich von dem klassischen Sterben durch Verhungern oder Parasitenbefall unterscheidet.
Obwohl er oft diskutiert wurde, konnten Mobilfunknetze als direkte Hauptursache bisher nicht bestätigt werden; sie werden jedoch als potenzieller zusätzlicher Stressfaktor weiter kritisch hinterfragt.
Proteinmangel schwächt das Immunsystem der Bienen, reduziert die Brutpflege und beeinträchtigt die Fitness der Arbeiterinnen, was sie anfälliger für Krankheiten und Stress macht.
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