Diplomarbeit, 2006
141 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND
2.1 ERFINDERFORSCHUNG
2.1.1 Was ist ein Erfinder?
2.1.2 Zum Prozess des Erfindens
2.1.3 Erfolgsdeterminanten beim Erfinden
2.1.4 Diagnostik
2.2 OPERATIVE INTELLIGENZ UND KOMPLEXES PROBLEMLÖSEN
2.2.1 Was ist komplexes Problemlösen?
2.2.2 Entwicklung des Konstruktes „operative Intelligenz“
2.2.3 Merkmale der operativen Intelligenz
2.2.4 Verwendung von Computerszenarios
2.2.5 Parallelen zwischen komplexem Problemlösen und Erfinden
3. FORSCHUNGSFRAGEN
4. METHODEN
4.1 OPERATIONALISIERUNG DER VERWENDETEN KONSTRUKTE
4.1.1 Prädiktor 1: Komplexes Problemlösen
4.1.2 Prädiktor 2: Steuerung von divergentem und konvergentem Denken
4.1.3 Kriterium: Erfolg beim Erfinden
4.2 KONTROLLVARIABLEN
4.3 STATISTISCHE HYPOTHESEN UND DATENANALYSEVERFAHREN
4.4 UNTERSUCHUNGSDESIGN
4.5 STICHPROBE
4.5.1 Vorüberlegungen zur Stichprobe
4.5.2 Beschreibung der Stichprobe
4.6 DURCHFÜHRUNG
5. ERGEBNISSE
5.1. DATENANALYSE
5.1.1 Komplexes Problemlösen – FSYS 2.0
5.1.2 Steuerung von divergentem und konvergentem Denken – FKP
5.1.3 Erfolg beim Erfinden
5.1.4 Methodische Voraussetzungen der Datenanalyseverfahren
5.2.HYPOTHESENPRÜFUNG
5.2.1 Hypothese 1
5.2.2 Hypothese 2
5.2.3 Interkorrelation der Prädiktoren
5.3 WEITERFÜHRENDE RECHNUNGEN
5.3.1 Zusammenhang zwischen komplexem Problemlösen und Erfindererfolg
5.3.2 Zusammenhang zwischen Steuerung von dD und kD und Erfindererfolg
6. DISKUSSION
6.1 EINSCHRÄNKUNGEN DIESER UNTERSUCHUNG
6.2 ZUSAMMENFASSUNG UND ALLGEMEINE DISKUSSION DER ERGEBNISSE
6.3 BEITRAG ZUR FORSCHUNG
6.4 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht kognitive Determinanten des Erfolgs von Erfindern, wobei der Fokus auf dem Konstrukt der operativen Intelligenz liegt. Ziel ist es zu prüfen, ob die komplexe Problemlösefähigkeit und die bewusste Steuerung von divergentem und konvergentem Denken als Prädiktoren für den Erfindererfolg fungieren können.
Divergentes Denken
Denkt man an kognitive Variablen in der Kreativitätsforschung, kommt man um eine nicht umhin: das divergente Denken (dD). Die Unterscheidung von divergentem und konvergentem Denken wurde von Guilford eingeführt. Unter konvergentem Denken (kD) versteht er ein logisches Vorgehen, das in eine einzige Richtung zielt – die eine richtige Antwort zu finden. Das divergente Denken beinhaltet eine breit angelegte Informationssuche und die Entwicklung möglichst vieler Ideen.
Krause definiert es als ein Denken, „welches nach verschiedenen Richtungen fortschreitet. Es wechselt beim Problemlösen die Richtung, sobald dies erforderlich ist, und führt somit zu einer Mannigfaltigkeit von Antworten, die alle richtig und angemessen sein können“ (zit. nach Hemmer-Junk, 1994, S.68). Diese können auf vielfältige Art und Weise zustande kommen: durch unübliche Assoziationen, durch den Wechsel von Perspektiven oder Denkrichtungen und durch die Berücksichtigung vieler Aspekte. Charakteristisch für das divergente Denken sind laut Guilford folgende Aspekte (nach Brander, 1985 und Hemmer-Junk, 1994):
• Flüssigkeit (Fähigkeit, zu einem Problem oder einer Sache möglichst viele Ideen oder Assoziationen zu generieren),
• Originalität (Entwickeln von ungewöhnlichen, überraschenden Ideen),
• Elaboration (sich in ein Problem vertiefen, es weiter denken sowie eine Lösung detailliert ausarbeiten zu können),
1. EINLEITUNG: Einführung in das Forschungsfeld der psychologischen Erfinderforschung und Erläuterung der Motivation, den Prozess des Erfindens mit komplexem Problemlösen zu vergleichen.
2. THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND: Umfassende Darstellung bestehender Theorien zur Erfinderforschung und zum Konzept der operativen Intelligenz im Kontext komplexer Problemsituationen.
3. FORSCHUNGSFRAGEN: Ableitung der zentralen Forschungsfragen basierend auf der Annahme, dass Erfinder über eine hohe operative Intelligenz verfügen.
4. METHODEN: Detaillierte Beschreibung der Operationalisierung der Konstrukte durch das FSYS 2.0 Computerszenario und den FKP-Fragebogen sowie das Design der Untersuchung.
5. ERGEBNISSE: Darstellung der statistischen Datenanalyse, Hypothesenprüfung und weiterführender Berechnungen zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den Prädiktoren und dem Erfindererfolg.
6. DISKUSSION: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse, Einschränkungen der Studie sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Operative Intelligenz, komplexes Problemlösen, Erfinder, Erfindererfolg, divergentes Denken, konvergentes Denken, FSYS 2.0, FKP, kognitive Prozessvariablen, Patent, Kreativitätsforschung, Innovationsprozess, psychologische Diagnostik, Leistungsfähigkeit.
Die Diplomarbeit untersucht, ob kognitive Merkmale wie die operative Intelligenz und die Fähigkeit zum komplexen Problemlösen den Erfolg von Erfindern vorhersagen können.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der psychologischen Erfinderforschung mit Theorien zur operativen Intelligenz und dem komplexen Problemlösen, operationalisiert durch Computersimulationen und Fragebögen.
Es wird untersucht, ob Erfinder mit einer höheren operativen Intelligenz erfolgreicher sind als solche mit einer weniger stark ausgeprägten Ausprägung dieser Fähigkeit.
Es kommen das Computerszenario FSYS 2.0 zur Erfassung komplexen Problemlösens und der "Fragebogen zur Erfassung kognitiver Prozessvariablen" (FKP) zum Einsatz, ergänzt durch Regressionsanalysen und Korrelationsrechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodische Operationalisierungen, die Ergebnisanalyse der Stichprobe (46 Erfinder) und die Diskussion der Befunde hinsichtlich der Hypothesen.
Zu den zentralen Begriffen zählen operative Intelligenz, komplexes Problemlösen, Erfindererfolg, divergentes/konvergentes Denken und die Validität von Testinstrumenten in der Erfinderforschung.
Das Alter korreliert mit der Zeit, die zur Erfindertätigkeit zur Verfügung stand, und beeinflusst die Ausbildung heuristischer Expertise, was das Abschneiden im komplexen Szenario beeinflussen kann.
Entgegen der ursprünglichen Annahme konnte kein positiver linearer Zusammenhang zwischen den FSYS-Leistungsskalen und dem Erfindererfolg (Erfolg5) statistisch nachgewiesen werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

