Diplomarbeit, 2006
143 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Themenspezifische Abgrenzungen und theoretische Grundlagen des Change Management
2.1 Definition des Change Management
2.2 Ziele des Change Management
2.3 Ausgewählte theoretische Grundlagen des Change Management
2.3.1 Form und Intensität des Wandels
2.3.2 Prozessverläufe des Wandels
2.3.3 Von der Organisationsentwicklung zum Change Management
2.4 Ein Bezugrahmen des Change Management
2.4.1 Erläuterungen zum Bezugrahmen des Change Management
2.4.2 Handlungsfelder im Bezugsrahmen
2.4.2.1 Zusammenhang von Wandel und Strategie
2.4.2.2 Führung im Wandel
2.4.2.3 Organisationsstruktur als Ausdruck des Wandels
2.4.2.4 IuK-Technologie als inhärenter Auslöser von Wandel
2.4.2.5 Unternehmungskultur
2.4.3 Change Management-Instrumente und unterstützende Funktionen
2.4.3.1 Kommunikation und Information als Katalysatoren des Wandels
2.4.3.2 Projektmanagement
2.4.3.3 Wandlungscontrolling
2.4.3.4 Personalmanagement
2.5 Inhabergeführte Unternehmungen im Wandel
2.6 Beschaffung in Unternehmen
2.6.1 Ziele der Beschaffung
2.6.2 Aufgaben der Beschaffung
2.6.3 Ausgewählte elektronische Beschaffungssysteme
2.6.3.1 Elektronische Marktplätze
2.6.3.2 Schwarze Bretter oder „Bulletin Boards“
2.6.3.3 Elektronische Börsen
2.6.3.4 Online-Auktionen und elektronische Ausschreibungen
2.6.3.5 Elektronische Katalogsysteme
2.6.3.6 „Desktop-Purchasing“- und integrierte „E-Procurement“-Systeme
2.6.4 Potenziale elektronischer Beschaffungssysteme
2.6.5 Grenzen elektronischer Beschaffungssysteme
3 Strategische und operative Planung des Change Management
3.1 Strategieentwicklung auf der Planungs- und Steuerungsebene
3.1.1 Strategieentwicklung als Initialisierung von Wandelprozessen
3.1.2 „Drehbuch“ des Strategie- und Wandlungsprozess
3.2 Integrierte Betrachtung der strategischen Einflussfaktoren des Wandels
3.2.1 Konzepte der integrierten Betrachtung
3.2.2 Analyse der Umweltfaktoren und aktueller Entwicklungen in der Automobilzulieferindustrie
3.2.2.1 Automobilindustrie im Wandel
3.2.2.2 Prognostizierte Auswirkungen auf die Zulieferunternehmen
3.2.2.3 Chancen und Risiken der Zulieferunternehmen
3.2.3 Analyse unternehmungsinterner Faktoren
3.2.3.1 Kritische Wettbewerbsfaktoren in Zulieferunternehmen
3.2.3.2 Stärken und Schwächen von Zulieferunternehmen
3.2.4 Implikationen und strategische Optionen für Zulieferer
3.3 Implikationen auf der Beschaffungsebene
3.3.1 Strukturelle Implikationen für die Beschaffung
3.3.1.1 Anforderungen an die strukturelle Prozessgestaltung
3.3.1.2 Anforderungen an das Güter- und Lieferantenmanagement
3.3.2 Kompetenz- und kooperationsorientierte Implikationen für die Beschaffung
3.3.2.1 Anforderungen an die Mitarbeiterentwicklung und -führung
3.3.2.2 Anforderungen an soziale und technische Kooperations-kompetenzen
3.4 Zielformulierung und Konzeption für das Wandelprojekt der Beschaffung
4 „Balanced Scorecard“-gestütztes Change Management bei der Einführung elektronischer Beschaffungssysteme
4.1 Grundlagen der „Balanced Scorecard“
4.1.1 „Balanced Scorecard”-Konzept
4.1.2 Die „Balanced Scorecard“ als Kommunikations- und Change Management-Instrument
4.1.3 Balanced-Scorecard“-basiertes Management von Pilotprojekten
4.2 Gestaltung der „Mobilisierungsphase“ eines BSC-Pilotprojektes
4.3 Entwicklung der „Balanced Scorecard“ für die Einführung elektronischer Beschaffungssysteme
4.3.1 Bestimmung der BSC-Dimensionen
4.3.2 Bestimmung der strategischen Ziele
4.3.3 Bestimmung von Wirkungszusammenhängen
4.3.4 Bestimmung von Kennzahlen und Zielwerten
4.3.5 Bestimmung von Aktionen
4.4 Beispielhafte Darstellung der BSC-Dimensionen für das Pilotprojekt der Beschaffung
4.4.1 Darstellung einer Finanzdimension
4.4.2 Darstellung einer Kundendimension
4.4.3 Darstellung einer Dimension für Kooperation und Beziehungsmanagement
4.4.4 Darstellung einer Dimension für interne Prozesse und intraorganisatorische Zusammenarbeit
4.4.5 Darstellung einer IuK-Infrastruktur- und Mitarbeiterkompetenzdimension
4.5 Einsatz und Verstetigung des BSC-Management
4.5.1 Management der BSC in der Beschaffung und für den Systemeinsatz
4.5.2 Controlling und regelmäßige Kommunikation
4.5.3 Kontinuierliche Ausrichtung und Optimierung
4.5.4 Übertragbarkeit in der Unternehmung
4.6 Grenzen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung des BSC-Konzeptes
5 Fallstudienuntersuchung zu elektronischen Beschaffungssystemen in inhabergeführten Zulieferunternehmen der Automobilindustrie
5.1 Planung und Durchführung der Fallstudien
5.2 Fallstudie 1: Alpha GmbH & Co. KG
5.2.1 Daten zur Unternehmung und Beschaffung der Alpha GmbH & Co. KG
5.2.2 Elektronische Beschaffungssysteme: Planung, Einführung und Nutzung
5.2.3 Beurteilung des Systemeinsatzes und Ausblicke
5.3 Fallstudie 2: Omega Automotive Deutschland GmbH & Co. KG
5.3.1 Daten zur Unternehmung und zur Beschaffung der Omega Automotive Deutschland GmbH & Co. KG
5.3.2 Elektronische Beschaffungssysteme: Planung, Einführung und Nutzung
5.3.3 Beurteilung des Systemeinsatzes und Ausblicke
5.4 Diskussion der Fallstudien und der theoretischen Konzeptionen
5.4.1 Fallstudienübergreifender Vergleich
5.4.2 Reflexion der Fallstudien anhand theoretischer Betrachtungen
5.4.2.1 Reflexion zum Einsatz elektronischer Beschaffungssysteme in inhabergeführten Zulieferunternehmen
5.4.2.2 Reflexion über den Einführungs- und Wandelprozess
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie inhabergeführte Zulieferunternehmen der Automobilindustrie durch ein ganzheitliches, auf der "Balanced Scorecard" basierendes Change Management erfolgreich elektronische Beschaffungssysteme einführen können, um den Herausforderungen der Branche zu begegnen.
2.1 Definition des Change Management
Der Begriff „Change Management“ wird in der deutschsprachigen Literatur zu meist mit dem „Management von Wandel“, „Wandlungsmanagement“ oder dem Management von Veränderung übersetzt (Picot/Freudenberg/Gassner 1999, 2; Krüger 2002a, 17; vgl. Doppler/Lauterburg 2005, 149). Betrachtet man die Literatur und die Historie zum Thema, so stellt man fest, dass die Beschreibungen zum Change Management äußerst heterogen und unübersichtlich ausfallen. Daher lässt sich eine allgemeingültige Definition zum Change Management nicht formulieren (vgl. Claßen et al. 2005, 16).
Dennoch kann jede Veränderung in einer Organisation, ob intendiert oder emergent entstanden, als ein Wandel angesehen werden. Damit ist Change Management keine Innovation, sondern lediglich die aktive vorausschauende Anpassung an die sich verändernden Rahmenbedingungen (vgl. Vahs 2005, 260; Claßen et al. 2005, 4). Das Change Management trägt somit der Komplexität von unterschiedlichen Anforderungen und Handlungen in stetigen Veränderungsprozessen Rechnung (vgl. Claßen et al. 2005, 4-7). Es ist die Begleitung von strategisch intendierten Zielen, die eine mehr oder weniger starke Veränderung des Unternehmens beabsichtigen und wiederum emergente Effekte auslösen (vgl. Pettigrew/Whipp 2004, 281). Dabei versucht das Management des Wandels die systemische Sichtweise von der Komplexität und Unplanbarkeit sozialer Systeme und die Unvorhersehbarkeit von Auswirkungen im Wandelprozess, durch ständige Anpassungen zu berücksichtigen (vgl. Claßen et al. 2005, 7; Van de Ven/Poole 1995, 534-535; Luhmann 1987, 158-159).
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des strukturellen Wandels in der Automobilzulieferindustrie ein und definiert das Ziel der Arbeit, einen ganzheitlichen Change Management-Prozess mittels "Balanced Scorecard" für inhabergeführte Unternehmen zu konzipieren.
2 Themenspezifische Abgrenzungen und theoretische Grundlagen des Change Management: Hier werden die theoretischen Fundamente des Change Management, die besonderen Herausforderungen für inhabergeführte Unternehmen sowie die Ziele und Arten elektronischer Beschaffungssysteme erläutert.
3 Strategische und operative Planung des Change Management: Das Kapitel widmet sich der initialen Strategieentwicklung, der Analyse von Umwelt- und internen Faktoren sowie den Implikationen für die Beschaffung, um das Wandelprojekt methodisch zu planen.
4 „Balanced Scorecard“-gestütztes Change Management bei der Einführung elektronischer Beschaffungssysteme: Dieser Kernteil erläutert das Konzept der "Balanced Scorecard", deren Entwicklungsschritte für ein Wandelprojekt in der Beschaffung und wie sie als Kommunikations- und Steuerungsinstrument eingesetzt wird.
5 Fallstudienuntersuchung zu elektronischen Beschaffungssystemen in inhabergeführten Zulieferunternehmen der Automobilindustrie: Anhand zweier Fallstudien wird die theoretische Konzeption mit der gelebten Praxis in inhabergeführten Unternehmen verglichen und kritisch reflektiert.
6 Schlussbetrachtung: Das Abschlusskapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Diplomarbeit zusammen und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung integrierter IuK-Systeme in der Branche.
Change Management, Balanced Scorecard, E-Procurement, Automobilzulieferindustrie, inhabergeführte Unternehmen, Beschaffung, Prozessgestaltung, Wandlungsmanagement, Strategische Planung, IuK-Systeme, Elektronische Marktplätze, Lieferantenmanagement, Organisationsentwicklung, Unternehmenswandel, Fallstudien
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung elektronischer Beschaffungssysteme in inhabergeführten Zulieferunternehmen der Automobilindustrie unter Anwendung eines ganzheitlichen Change Managements auf Basis der "Balanced Scorecard".
Die zentralen Felder umfassen Change Management-Theorien, elektronische Beschaffungs-Technologien (wie E-Procurement und ERP), strategische Unternehmensführung sowie die spezifischen Rahmenbedingungen des industriellen Mittelstands.
Ziel ist es, einen ganzheitlichen, auf der Balanced Scorecard basierenden Prozess zu entwerfen, der inhabergeführten Unternehmen dabei hilft, die Einführung neuer Beschaffungstechnologien erfolgreich mit den notwendigen organisatorischen und kulturellen Veränderungen zu verknüpfen.
Es wird eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse vorgenommen, ergänzt durch eine qualitative Fallstudienuntersuchung mit Leitfadeninterviews in zwei ausgewählten Zulieferunternehmen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Change Managements geklärt, gefolgt von der strategischen Planung und dem konkreten Einsatz des Balanced Scorecard-Konzepts für das Einführungsprojekt. Abschließend wird die Theorie in den Fallstudien an der Praxis gespiegelt.
Zu den prägenden Begriffen gehören Change Management, Balanced Scorecard, E-Procurement, Automobilzulieferindustrie und inhabergeführte Unternehmen.
Inhabergeführte Unternehmen weisen oft spezifische Führungsstrukturen auf, wie eine geringere Delegation von Führungsaufgaben und limitierte Ressourcen, was die Einführung komplexer IT-gestützter Wandelprojekte erschwert.
Die Balanced Scorecard dient hier als integratives Managementinstrument, um die mehrdimensionalen Ziele der Systemeinführung mit strategischen Unternehmenszielen, internen Prozessen und Mitarbeiterkompetenzen zu synchronisieren.
Die Fallstudien zeigen, dass in der Praxis oft eine isolierte technische Einführung stattfindet, ohne die kulturellen und strategischen Aspekte des Wandels ausreichend zu berücksichtigen, was die Wirksamkeit der Systeme mindert.
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