Diplomarbeit, 2007
54 Seiten, Note: 1,3
Einführung
Relevanz der Thematik
Problem- / Fragestellung
Herangehensweise / Methodik
1. Theoretische Grundlagen
1.1 Kultur
1.1.1 Definition des Kulturbegriffs
1.1.2 Kulturdimensionen nach Hofstede
1.1.2.1 Machtdistanz
1.1.2.2 Kollektivismus vs. Individualismus
1.1.2.3 Feminine vs. maskuline Kulturen
1.1.2.4 Unsicherheitsvermeidung
1.1.2.5 Langfristige vs. kurzfristige Orientierung
1.1.3 Anwendung der Kulturdimensionen von Hofstede auf Russland
1.1.3.1 Studie von Naumov und Puffer zur Charakterisierung der russischen Kultur anhand der Dimensionen von Hofstede
1.1.4Kritische Analyse der Arbeiten von Hofstede und Naumov/Puffer
1.2 Kommunikation
1.2.1 Definition des Kommunikationsbegriffs
1.2.2 Kommunikationstheorie von Schulz von Thun
1.2.2.1 Ein psychologisches Modell der zwischenmenschlichen Kommunikation
1.2.2.2 Agieren und reagieren: mögliche Ursachen von Kommunikationsstörungen
1.2.3 Interkulturelle Kommunikation
1.2.3.1 Das Kulturstandard-Konzept von Thomas
1.2.3.2 Russische Kulturstandards
1.2.3.3 Verbale interkulturelle Kommunikation
1.2.3.4 Nonverbale interkulturelle Kommunikation
1.2.3.5 Monochronistische vs. polychronistische Zeitauffassung
1.2.4 Marktkommunikation
1.2.4.1 Definition der Marktkommunikation
1.2.4.2 Klassische Marktkommunikation (above the line advertising)
1.2.4.3 Nicht-klassische Marktkommunikation (below the line advertising)
1.2.4.4 Produktwerbung für Investitionsgüter
1.3 Verhandlungen
1.3.1 Definition des Verhandlungsbegriffs
1.3.2 Drei Verhandlungsphasen nach Ghauri
1.3.3 Definition der Verhandlungsstrategie
1.3.4 Verhandlungsstrategien nach Pruitt
1.3.4.1 Nicht integrative Verhandlungsstrategien
1.3.4.2 Integrative Verhandlungsstrategien
1.3.5 Das Dual Concern Modell von Pruitt/Rubin
1.3.6 Einige Elemente des russischen Verhandlungsstils
1.4 Zwischenfazit
2. Erkenntnisse über Kommunikation russischer Unternehmen im deutschen Markt aus der Perspektive russischer Top-Manager
2.1 Marktkommunikation von russischen Unternehmen im deutschen Markt
2.1.1 Deskriptiver Teil
2.1.2 Messe als Kommunikationskanal
2.1.3 Kulturabhängigkeit der Produkte der russischen Unternehmen
2.1.4 Werbemaßnahmen
2.1.5 Zielgruppe
2.1.6 Ziel der Marktkommunikation
2.1.7 Werbekanäle
2.1.8 Ergebnisse des Messeauftritts
2.2 Russisches Businessmeeting: ein Beispiel zur Charakterisierung russischer Businesskultur
2.2.1 Verbale Kommunikation
2.2.2 Präsentation
2.2.3 Die russische Zeiteinstellung
2.2.4 Nonverbale Kommunikation
2.2.4.1 Dress-Code
2.2.4.2 Arbeitsklima
2.3 Russische Verhandlungsstrategien
2.3.1 Integrative Verhandlungsstrategien russischer Unternehmen
2.3.1.1 Das Porträt deutscher Geschäftspartner aus russischer Perspektive
2.3.1.2 Aufbau der Geschäftspartnerbeziehung
2.3.1.3 Merkmale einer optimalen Geschäftspartnerbeziehung
2.3.1.4 Prioritätssetzung bei den Verhandlungen
2.3.1.5 Kurzfristige vs. langfristige Orientierung bei den Verhandlungen
Die Diplomarbeit beleuchtet die kulturell-bedingten Aspekte der Kommunikation und Interaktion russischer Unternehmen auf dem deutschen Markt, um Empfehlungen für den Aufbau erfolgreicher Geschäftsbeziehungen zu entwickeln. Im Zentrum steht die Untersuchung von interkultureller Begegnungssituation, Marktkommunikation und Verhandlungsführung.
1.2.3.2 Russische Kulturstandards
Eine Interaktion auf interkultureller Ebene erfordert ein gewisses Maß an Bereitschaft die fremden Kulturstandards zu verstehen und diese in eigene Verhaltensmuster zu integrieren.
Die Pädagogin und Slawistin Astrid Ertelt-Vieth befragte 1996 bis 1999 russische Austauschschüler im Alter von 14 bis 18 Jahren vor und nach einer Deutschlandsreise. Vor der Reise stellte sie den Russen Fragen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung und zu Auto- und Fremdstereotypen. Während der Reise beobachtete sie das Verhalten von Schülern beim interkulturellen Kontakt mit deutschen Schülern.
Nach der Reise analysierte sie interkulturelle Interaktionssituationen und Konflikte. Die Begegnung mit den Deutschen machte sowohl russische als auch deutsche Kulturstandards sichtbar und dementierte einige Fremdstereotypen. Die in der Kindheit verinnerlichten Werte, Denk- und Verhaltensmuster der russischen Austauschschüler stimmten mit deutschen Verhaltensmustern nicht überein und führten zu Missverständnissen oder zu interkulturellen Konflikten.
Einführung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas aufgrund des wachsenden russischen Marktes und definiert die Forschungsfragen bezüglich interkultureller Interaktion und Marktkommunikation.
1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das wissenschaftliche Fundament über Kulturkonzepte, Kommunikationsmodelle von Schulz von Thun und Thomas sowie Strategien für Verhandlungen.
2. Erkenntnisse über Kommunikation russischer Unternehmen im deutschen Markt aus der Perspektive russischer Top-Manager: Dieser Hauptteil analysiert empirische Ergebnisse einer qualitativen Befragung von russischen Managern bezüglich ihrer Marktkommunikation, Verhandlungspraktiken und Erfahrungen im deutschen Markt.
Russische Unternehmen, deutscher Markt, interkulturelle Kommunikation, Marktkommunikation, Kulturstandards, Verhandlungsstrategien, Hofstede, Geschäftsbeziehungen, Businessmeeting, interkulturelle Konflikte, qualitative Befragung, Win-Win Lösung, Management, Paternalismus, interkulturelles Marketing.
Die Arbeit untersucht die Kommunikation und Interaktion russischer Unternehmen, die auf dem deutschen Markt agieren, aus der spezifischen Sicht russischer Top-Manager.
Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung interkultureller Kommunikation, die Analyse russischer Marktkommunikation in Deutschland sowie die Identifikation russischer Verhandlungsstrategien.
Das Ziel ist die Gewinnung von Erkenntnissen über die interkulturelle Interaktion, um konkrete Empfehlungen für deutsche Geschäftsleute zu formulieren, die erfolgreichere Geschäftsbeziehungen mit russischen Partnern anstreben.
Neben einer umfassenden Literatur- und Theorieanalyse bildet eine qualitative Befragung von sechs russischen Top-Managern anlässlich von Messen das methodische Herzstück der Untersuchung.
Der Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse: Er beleuchtet den Auftritt russischer Unternehmen auf Messen, analysiert das Verhalten in Businessmeetings und bewertet die bevorzugten Verhandlungsstrategien der russischen Akteure.
Wichtige Begriffe sind interkulturelle Kommunikation, Kulturstandards, Marktkommunikation, Verhandlungsstrategien sowie die Perspektive russischer Top-Manager im bilateralen Geschäftskontext.
Sie beschreibt die Fähigkeit zur Hinwendung zum Gegenüber und zur Duldsamkeit, was die russische Offenheit und Bereitschaft zum Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen betont.
Aufgrund der zweifachen Dekodierung der Nachricht (Deutsch-Englisch-Russisch) und bestehender Vorurteile entstehen häufig Missverständnisse, die ein qualifizierter Dolmetscher abmildern kann.
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