Fachbuch, 2007
146 Seiten
1. Einführung in die Problematik
1.1 Korruption, ein geschichtliches, aber auch aktuelles Phänomen
1.2 Die Rechtslage in Deutschland
1.2.1 Das Strafgesetzbuch (StGB)
1.2.1.1 Delikte der §§ 331 – 334 StGB
1.2.1.2 Die Amtsträgereigenschaft
1.2.1.3 §§ 299, 300 Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr
1.2.2 Das Steuerrecht
1.2.3 Das Zivilrecht
1.2.4 Das Bundesministergesetz (BminG)
1.2.5 Die Abgeordnetenbestechung nach § 108 e StGB
1.3 Die Korruption in Deutschland
1.3.1 Der Begriff „Korruption“ in verschiedenen Wissenschaftsbereichen
1.3.2 Formen und Arten der Korruption
1.3.3 Wie verbreitet ist Korruption in Deutschland?
1.3.3.1 Verfahrenszahlen, Straftaten und Tatverdächtige (Quelle: BKA)
1.3.3.2 Das Dunkelfeld
1.3.3.3 Zielbereiche der Korruption
1.3.3.4 Der „Corruption Perceptions Index“ (CPI) und der „Bribe Payers Index“ (BPI)
1.3.4 Auswirkungen der Korruption
1.3.4.1 Schäden im materiellen Bereich
1.3.4.2 Schäden im immateriellen Bereich
1.4 Täter und Strukturen der Korruption
1.4.1 Die Principal-Agent-Theorie
1.4.2 Tatverdächtige
1.4.2.1 Angaben zu den „Nehmern“ (Korrumpierte) -Quelle: BKA 2005-
1.4.2.2 2.2 Angaben zu den „Gebern“ (Korrumpierer) -Quelle: BKA 2005-
1.4.2.3 Art und Höhe der Vorteile für „Nehmer“ und „Geber“
1.4.2.4 Situative Faktoren des Korrumpierens
1.4.2.5 Personale Faktoren des Korrumpierens
1.4.3 Unterschiedliche Strukturen => unterschiedliche Täter (nach B. Bannenberg)
1.4.3.1 Struktur I: Einzelfall-, Gelegenheits- und Bagatellkorruption
1.4.3.2 Struktur II: Die strukturelle Korruption (gewachsene Beziehungen)
1.4.3.3 Struktur III: Netzwerke
1.4.3.4 Täter der Strukturen II und III
1.4.3.5 Struktur IV: Organisierte Nicht-Wirtschaftskriminalität
1.5 Auswertungen aktueller Korruptionsfälle und Täterprofile (Presseberichte von TI 2005)
1.5.1 Bestimmung der Begriffe Fallanalyse/Täterprofiling
1.5.2 Korruption in der Wirtschaft
1.5.2.1 Korruptionsursachen und Tätermotive
1.5.2.2 Korruptionsfälle
1.5.3 Korruption in der öffentlichen Verwaltung
1.5.3.1 Ursachen und Tätermotive
1.5.3.2 Korruptionsfälle
1.5.4 Korruption in der Politik
1.5.4.1 Ursachen und Tätermotive
1.5.4.2 Korruptionsfälle
1.6 Korruptionsbekämpfung und Prävention
1.6.1 Erkennen von Korruption
1.6.2 Bekämpfung der Korruption in den einzelnen Bereichen
1.6.2.1 Problembewusstsein schaffen
1.6.3 Korruptionsprävention – Verhütung und Bekämpfung
1.6.4 Die 10 Gebote der Korruptionsbekämpfung (nach W. Schaupensteiner)
1.6.5 Organisationen der Korruptionsbekämpfung
1.6.5.1 Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF)
1.6.5.2 Transparency International (TI)
1.6.5.3 Business Crime Control (BCC)
1.6.5.4 Weltbank
1.7 Zusammenfassende Gedanken und Erkenntnisse
1.8 Korruptionsprävention im Spiegel der Zeit
Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen der Korruption vor dem Hintergrund zunehmender medialer Präsenz und öffentlichen Interesses in Deutschland detailliert zu untersuchen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse der Täterstrukturen und der Erstellung von Persönlichkeitsprofilen, um die Motive und Hintergründe wirtschaftskriminellen Handelns besser zu verstehen und entsprechende Präventionsansätze zu diskutieren.
Die Kultur der Korruption im Bermudadreieck Politk-Verwaltung-Wirtschaft
Korruption ist mittlerweile als Übel allgemein erkannt. Den Kampf dagegen haben sich Politik, Verwaltung und Wirtschaft erklärtermaßen aufs Panier geschrieben. Dabei wird leicht übersehen, dass es nach wie vor riesige Lücken und Schwachstellen bei der Bekämpfung von Korruption gibt, die auf andere Bereiche ausstrahlen und es auch dort erschweren, energisch gegen Korruption vorzugehen. Für die Korruption besonders anfällige Bereiche sind die Kommunen, generell die Politik und die Wirtschaft. Das hat systematische Gründe: In den Kommunen ist öffentliche Kontrolle ausgesprochen schwach. Bei der Bekämpfung politischer Korruption entscheiden Politiker in eigener Sache. In der Wirtschaft ist der Korrekte oft der Dumme im Wettbewerb. Hinzu kommt die fortschreitende Ökonomisierung von Staat und Verwaltung, einschließlich der neu entdeckten Neigung zum Sponsoring. Dadurch drohen überkommene Hemmungen gegen Korruption abgebaut zu werden. Diese besonders „corruptogenen“ Bereiche werden auch in der wissenschaftlichen Forschung eher stiefmütterlich behandelt.
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein neuer Korruptionsfall auffliegt. Dies freilich als Beleg für ein gut funktionierendes Rechtssystem zu werten, hieße die Zustände in der real existierenden Wirtschaft zu verkennen. Ans Licht kommt nur, was entweder die Geschädigten der Justiz offenbaren oder was irgendwelchen Nutznießern in den Kram passt. So war es bei der Berliner Bankgesellschaft und beim Badischen Phantombohrer Flowtex, bei der Kölner Müllverbrennungsanlage wie bei dem westfälischen Springreiter und Pferdehändler. Selbst scheinbar über jeden Zweifel erhabene Institutionen und Firmen geraten ins Zwielicht. In Nürnberg fälschte die Bundesanstalt für Arbeit jahrelang systematisch die Vermittlungsstatistiken, in München frisierten die öffentlichen Alten- und Pflegeheime ihre Leistungsnachweise und das öffentlich-rechtliche Fernsehen taumelte: sieben Milliarden Euro Gebühren – aber kein gebührendes Programm ohne heimliche Hintertür einer undurchsichtigen Schleichwerbung.
Einführung in die Problematik: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz der Korruptionsthematik in Deutschland und definiert das Ziel der Arbeit, die Täterstrukturen genauer zu durchleuchten.
Die Rechtslage in Deutschland: Hier werden die zentralen gesetzlichen Bestimmungen gegen Korruption, insbesondere die einschlägigen Paragraphen des Strafgesetzbuches, detailliert dargelegt.
Die Korruption in Deutschland: In diesem Abschnitt werden wissenschaftliche Begriffsdefinitionen, statistische Verbreitungsanalysen und die materiellen wie immateriellen Auswirkungen der Korruption behandelt.
Täter und Strukturen der Korruption: Dieses Kapitel widmet sich der kriminologischen Betrachtung von Tätern, unterteilt in verschiedene Fallstrukturen und unter Anwendung der Principal-Agent-Theorie.
Auswertungen aktueller Korruptionsfälle und Täterprofile: Dieser Teil analysiert konkrete Praxisfälle aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik, um Täterprofile in der Realität abzugleichen.
Korruptionsbekämpfung und Prävention: Hier werden Strategien und Instrumente zur Eindämmung von Korruption diskutiert, inklusive konkreter Präventionsmaßnahmen für Unternehmen und Behörden.
Zusammenfassende Gedanken und Erkenntnisse: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse der Arbeit und formuliert ein Resümee zur Relevanz einer gelebten Unternehmenskultur.
Korruption, Wirtschaftskriminalität, Bestechung, Strafgesetzbuch, Prävention, Compliance, Täterprofiling, Compliance, Integrität, Transparenz, Principal-Agent-Theorie, Rechtsstaatlichkeit, Vorteilsannahme, Korruptionsbekämpfung, Unrechtsbewusstsein.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Korruption in Deutschland und setzt sich insbesondere mit der Persönlichkeit, den Motiven und den Strukturen hinter den Tätern in Politik, Wirtschaft und Verwaltung auseinander.
Zu den zentralen Themen gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen, die statistische Verbreitung, die unterschiedlichen Formen der Korruption sowie detaillierte Präventionsstrategien.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Täterprofil des Wirtschaftsstraftäters zu gewinnen, um durch eine präzise Täteranalyse effektivere Gegenmaßnahmen entwickeln zu können.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse, der Auswertung polizeilicher Statistiken (BKA) sowie einer kasuistischen Analyse aktueller Korruptionsskandale.
Der Hauptteil analysiert kriminologische Strukturen (wie das Korruptionsdreieck), die Principal-Agent-Theorie, spezifische Täter-Klassifizierungen und konkrete Beispiele aus verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren.
Hauptbegriffe sind Korruption, Wirtschaftskriminalität, Bestechung, Korruptionsprävention, Compliance und Täterprofiling.
Situative Korruption ist spontan und ungeplant, etwa bei einer Verkehrskontrolle. Strukturelle Korruption hingegen ist langfristig angelegt, erfordert gezielte Planung und gewachsene Beziehungsgeflechte.
Das fehlende Unrechtsbewusstsein bei Tätern ist ein zentraler Befund der Arbeit; viele Korruptionsakteure rechtfertigen ihr Handeln als "alltägliche Praxis" und negieren so die Illegalität ihrer Taten.
Medien fungieren als wichtige Kontrollinstanz; ihre Berichterstattung bringt Fälle ans Licht und erhöht den gesellschaftlichen sowie politischen Druck, Missstände aufzuarbeiten.
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