Diplomarbeit, 2007
78 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. Was ist ein Hedgefonds?
3. Anlagepolitische Abgrenzung von alternativen und traditionellen Investments
4. Besondere Eigenschaften von Hedgefonds
5. Hedgefondsstrategien
5.1 Marktneutrale Strategien
5.1.1 Equity Market Neutral
5.1.2 Fixed Income Neutral
5.1.3 Convertible Arbitrage
5.2 Ereignisorientierte Strategien
5.2.1 Merger Arbitrage
5.2.2 Distressed Securities
5.3 Opportunistische Strategien
5.3.1 Global Macro
5.3.2 Long/Short Equity
5.3.3 Short Selling
5.3.4 Emerging Markets
6. Anlagerisiken
6.1 Managementrisiko
6.2 Wirkungen des Leverage und des Zinsänderungsrisikos
6.3 Volumen und Liquidität
6.4 Prime Broker
6.5 Systemisches Risiko
7. Hedgefonds im Portfoliokontext
7.1 Wertentwicklung von Hedgefonds
7.2 Rendite-/Risikostruktur von Hedgefonds
7.3 Erhöhung der Portfolioeffizienz durch Hedgefonds
8. Rahmenbedingungen von Hedgefonds in Deutschland
8.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
8.2 Steuerliche Rahmenbedingungen
8.3 Beurteilung der aktuellen gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen
8.4 Ausblick auf die Auswirkungen der Einführung der Abgeltungssteuer
9. Der Hedgefondsmarkt
9.1 Der globale Hedgefondsmarkt
9.2 Der deutsche Hedgefondsmarkt
10. Der Nutzen von Dach-Hedgefonds für ein traditionelles Portfolio am Beispiel des Sauren Global Hedgefonds
10.1 Die Fondsdaten
10.2 Der Investmentprozess
10.3 Das Portfolio
10.4 Wertentwicklung und Beurteilung des Dach-Hedgefonds
11. Richtlinienkonforme Hedgefondskonzepte
11.1 130/30-Investmentfonds
11.2 Short-ETFs
11.3 Beurteilung richtlinienkonformer Hedgefondskonzepte
12. Schlusswort und Ausblick
Die Diplomarbeit analysiert die Entwicklung und den Nutzen von Hedgefonds in Deutschland nach der Einführung des Investmentgesetzes 2004, mit besonderem Fokus auf Dach-Hedgefonds und deren Eignung als Portfolioergänzung.
5.1.1 Equity Market Neutral
Equity Market Neutral basiert auf der Überlegung, dass sich Bewertungsunterschiede zwischen zwei Aktien innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder schließen. Bei dieser Long/Short Strategie wird eine nach Meinung des Managers unterbewertete Aktie gekauft und gleichzeitig eine „teuere“ Aktie verkauft (geshortet). Sinnvollerweise sollten beide Werte über ein ähnliches Beta verfügen, wodurch das systematische Marktrisiko nahezu ausgeschaltet wird. Der Betafaktor vergleicht die prozentualen Veränderungen eines Einzelwertes mit den Veränderungen eines Indexes. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, wie sensibel eine Aktie auf Entwicklungen des Gesamtmarktes reagiert (Wiedergabe des systematischen Risikos).
Um bei der Gestaltung eines Portfolios eine möglichst marktneutrale Ausrichtung zu erhalten, sollten die Beträge der Long- und Shortpositionen identisch sein. Da jedoch durch die täglichen Veränderungen der Marktpreise Überhänge in die eine oder andere Richtung entstehen, hat der Manager von Zeit zu Zeit Anpassungen vorzunehmen, was zu hohen Transaktionskosten führen kann.
Die Erträge dieser Strategie werden dabei aus den folgenden Quellen generiert: - Gewinne aus steigenden Kursen der Long- und fallenden Kursen der Shortpositionen - Erträge aus Dividendenzahlung der Longpositionen - Erträge aus den Zinseinkünften des nicht verwendeten Kapitals
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit vor dem Hintergrund der Marktentwicklung seit 2000 sowie Erläuterung der Vorgehensweise.
2. Was ist ein Hedgefonds?: Definition und wesentliche Merkmale von Hedgefonds, insbesondere im Hinblick auf Leerverkäufe und Kreditaufnahme zur Renditesteigerung.
3. Anlagepolitische Abgrenzung von alternativen und traditionellen Investments: Differenzierung zwischen klassischen Investmentstrategien und alternativen Investments sowie Erläuterung der Diversifikationspotenziale.
4. Besondere Eigenschaften von Hedgefonds: Analyse spezifischer Merkmale wie rechtliche Restriktionen, Gebührenstrukturen und Rückgabebeschränkungen.
5. Hedgefondsstrategien: Detaillierte Beschreibung der drei Hauptgruppen von Hedgefonds-Strategien: marktneutrale, ereignisorientierte und opportunistische Strategien.
6. Anlagerisiken: Untersuchung der verschiedenen Risikoarten, denen Hedgefonds unterliegen, einschließlich Managementrisiko, Leverage-Effekten, Liquiditätsaspekten und systemischer Gefahren.
7. Hedgefonds im Portfoliokontext: Analyse der Wertentwicklung, Rendite-/Risikostrukturen und der Auswirkungen auf die Portfolioeffizienz durch den Einsatz von Hedgefonds.
8. Rahmenbedingungen von Hedgefonds in Deutschland: Erläuterung der gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für Hedgefonds in Deutschland nach dem Investmentmodernisierungsgesetz.
9. Der Hedgefondsmarkt: Überblick über die Entwicklung des globalen Marktes und die spezifische Situation des noch jungen deutschen Marktes.
10. Der Nutzen von Dach-Hedgefonds für ein traditionelles Portfolio am Beispiel des Sauren Global Hedgefonds: Überprüfung des Nutzens mittels einer Fallstudie zum Sauren Global Hedgefonds, inklusive Investmentprozess und Portfoliostruktur.
11. Richtlinienkonforme Hedgefondskonzepte: Untersuchung moderner Konzepte wie 130/30-Fonds und Short-ETFs, die hedgefondsähnliche Attribute in regulierte Produkte integrieren.
12. Schlusswort und Ausblick: Reflektion der Ergebnisse und Prognose zur zukünftigen Entwicklung der Hedgefondsbranche in Deutschland.
Hedgefonds, Dach-Hedgefonds, Investmentgesetz, Portfolioeffizienz, Alpha, Beta, Leverage, Leerverkäufe, Long/Short Equity, Global Macro, Risikomanagement, Abgeltungssteuer, Diversifikation, Rendite-Risiko-Struktur, Finanzmarktstabilität
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Hedgefondsmarkt in Deutschland, insbesondere unter Berücksichtigung der Veränderungen durch das Investmentgesetz aus dem Jahr 2004.
Die zentralen Themen sind die Strategien von Hedgefonds, die mit ihnen verbundenen Anlagerisiken, ihre Rolle in der Portfolio-Diversifikation sowie die regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.
Ziel ist es, ein Zwischenfazit zur Entwicklung des deutschen Hedgefondsmarktes zu ziehen, Gründe für den bisher schwachen Absatz zu identifizieren und den Nutzen von Dach-Hedgefonds für deutsche Investoren zu beleuchten.
Es erfolgt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der Hedgefonds-Thematik. Zudem wird eine Fallstudie zum Sauren Global Hedgefonds durchgeführt, wobei statistische Risiko- und Performancemaße herangezogen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Strategien und Risiken, eine Analyse des Markt- und regulatorischen Umfelds sowie eine konkrete Fallstudie zur Portfolio-Performance und die Untersuchung neuer, richtlinienkonformer Investmentkonzepte.
Zu den prägenden Begriffen gehören Hedgefonds-Strategien, Leverage, Portfolio-Optimierung, das Investmentmodernisierungsgesetz und die steuerliche Behandlung von Fonds.
Dach-Hedgefonds investieren in mehrere Zielfonds und ermöglichen so eine Diversifikation manager- und strategiespezifischer Risiken, während Single-Hedgefonds direkt in spezifische Finanzmarktinstrumente investieren.
Die Einführung der Abgeltungssteuer führt zu steuerlichen Veränderungen, die unter anderem die Attraktivität von Hedgefonds-Zertifikaten im Vergleich zu Fonds beeinflussen können.
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