Diplomarbeit, 2007
155 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Wissenschaftliche und politische Einordnung des Themas
1.2 Untersuchungsgegenstand Passivrauchen
1.2.1 Was ist Passivrauchen?
1.2.2 Welche Auswirkungen hat Passivrauchen auf den menschlichen Organismus?
1.3 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Recherche für die Identifizierung der relevanten Studien
2.1 Systematische Literaturrecherche
2.1.1 Ziel, Datenbank, Suchstrategie und Schlagworte, Datenbankanfragen und Einschlusskriterien
2.1.2 Auswahl relevanter Studien nach dem QUOROM-Statement
2.2 Thematische Kategorisierung der gefundenen Studien
3 Luftqualität in Gastronomiebetrieben
3.1 Schadstoffe in der Innenraumluft von Gastronomiebetrieben
3.2 Ergebnisse der relevanten Studien zur Innenraumluftqualität von Gastronomiebetrieben
3.3 Zusammenfassung: Gastronomiemitarbeiter sind im Vergleich zu Angestellten rauchfreier Arbeitsstätten einer deutlich erhöhten Schadstoffbelastung ausgesetzt
4 Auswirkungen des Passivrauchen auf die Gesundheit von Gastronomieangestellten
4.1 Schadstoffe im Organismus von Gastronomieangestellten
4.2 Lungenfunktionstests bei Gastronomieangestellten: Funktionsweise und Aussagegehalt von Lungenfunktionstests
4.3 Gesundheitsstörungen durch Passivrauchen von Gastronomieangestellten: respiratorische und sensorische Irritationen
4.4 Ergebnisse der relevanten Studien zu Schadstoffen im Organismus von Gastronomieangestellten, Lungenfunktionstests und Gesundheitsstörungen
4.4.1 Schadstoffe im Organismus von Gastronomieangestellten
4.4.2 Lungenfunktionstests
4.4.3 Respiratorische und sensorische Gesundheitsstörungen
4.5 Zusammenfassung: Gastronomiemitarbeiter sind im Vergleich zu Angestellten anderer Berufe aufgrund von Tabakrauchbelastungen durch Passivrauchen einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt
5 Durch Passivrauchen bedingte Erkrankungen bei Angestellten in Gastronomiebetrieben
5.1 Herz-Kreislauferkrankungen
5.1.1 Pathophysiologie der durch SHS bedingten Herz-Kreislauferkrankungen
5.1.2 Studienergebnis zu Herz-Kreislauferkrankungen
5.2 Krebserkrankungen: Toxizität und Studienbeschreibung
5.3 Zusammenfassung: Gastronomieangestellte sind im Vergleich zu Angestellten anderer Berufe einem erhöhten Risiko, an den Folgen von SHS bedingten Herzerkrankungen und Lungenkrebs zu sterben, ausgesetzt
6 Kritische Würdigung und Schlussfolgerungen
6.1 Innenraumluftqualität von Gastronomiebetrieben
6.2 Schadstoffgehalte im Organismus von Gastronomieangestellten
6.3 Lungenfunktionstests bei Gastronomieangestellten
6.4 Subjektive Belastungen von Gastronomieangestellten
6.5 Herz-Kreislauferkrankungen durch Passivrauchen
6.6 Lungenkrebs durch Passivrauchen
6.7 Hypothesenkonsoliderung und Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht die gesundheitlichen Auswirkungen von Passivrauchen auf Mitarbeiter in Gastronomiebetrieben und analysiert, inwiefern die Einführung einer rauchfreien Gastronomie zur Reduzierung dieser Belastungen beiträgt.
1.2.1 Was ist Passivrauchen?
Während des Rauchens und Verglimmen von Zigaretten, Pfeifen, Zigarren und anderen Tabakprodukten entsteht Tabakrauch, der sich aus den Einzelkomponenten der vom Raucher ausgeatmeten Bestandteilen des Hauptstromrauchs und dem beim Verglimmen der Zigarette zwischen den Zügen entstehenden Nebenstromrauch zusammensetzt. In der Raumluft diffundierte Gase stellen einen weiteren Bestandteil des SHS dar. Der beim Ziehen an der Zigarette erzeugte und zunächst vom Raucher aufgenommene Hauptstromrauch entsteht bei bis zu 900 °C und enthält eine komplexe Mischung aus zellgiftigen und kanzerogenen Substanzen.
Die Atemwege des Rauchers resorbieren nicht alle Substanzen des eingeatmeten Hauptstromrauchs, so dass der Raucher die übrigen Stoffe wieder ausatmet und es zu einer Vermischung mit dem sich in der Innenraumluft befindlichen Nebenstromrauch kommt. Diese Mischung wird als SHS bezeichnet, den Raucher sowie Nichtraucher in Form von Passivrauchen aufnehmen. Der volumenmäßig bedeutendere Nebenstromrauch entsteht beim Verglimmen der Zigarette bei einer Temperatur von circa 400 °C.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Passivrauchbelastung in der Gastronomie, Darstellung der gesundheitlichen Gefahren sowie der politischen Relevanz in Deutschland.
2 Recherche für die Identifizierung der relevanten Studien: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der systematischen Literaturrecherche unter Anwendung des QUOROM-Statements.
3 Luftqualität in Gastronomiebetrieben: Untersuchung der Schadstoffe in der Innenraumluft sowie Analyse internationaler Studien zur Luftqualität in verrauchten versus rauchfreien Gastronomiebetrieben.
4 Auswirkungen des Passivrauchen auf die Gesundheit von Gastronomieangestellten: Detaillierte Analyse von Schadstoffwerten im Organismus, Lungenfunktionstests und subjektiven respiratorischen sowie sensorischen Symptomen der Beschäftigten.
5 Durch Passivrauchen bedingte Erkrankungen bei Angestellten in Gastronomiebetrieben: Untersuchung der Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs bei Gastronomiepersonal.
6 Kritische Würdigung und Schlussfolgerungen: Kritische Reflexion der Studienergebnisse und Konsolidierung der Hypothesen hinsichtlich der gesundheitlichen Vorteile einer rauchfreien Gastronomie.
Passivrauchen, Gastronomieangestellte, Secondhand Tobacco Smoke, SHS, Innenraumluftqualität, Schadstoffbelastung, Lungenfunktionstest, Gesundheitsrisiko, Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenkrebs, Kotinin, Nikotin, respiratorische Symptome, Arbeitsschutz, Rauchverbot.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Gesundheitsrisiken für Angestellte in Gastronomiebetrieben, die durch Passivrauchen am Arbeitsplatz entstehen.
Zentrale Themen sind die Schadstoffbelastung der Innenraumluft, die Aufnahme dieser Schadstoffe in den menschlichen Körper, die resultierenden respiratorischen Beeinträchtigungen sowie das erhöhte Mortalitätsrisiko durch schwere Folgeerkrankungen.
Ziel ist es, anhand einer systematischen Übersichtsarbeit internationaler Studien zu evaluieren, ob ein direktes Gesundheitsrisiko für Gastronomieangestellte besteht und welchen positiven Einfluss rauchfreie Arbeitsplätze auf deren Gesundheit haben.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche und der Auswertung internationaler epidemiologischer Studien unter Anwendung des QUOROM-Statements.
Der Hauptteil analysiert die Innenraumluftqualität, misst die Schadstoffkonzentrationen in Körperflüssigkeiten, bewertet Lungenfunktionstests und diskutiert die Prävalenz von Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs.
Wichtige Begriffe sind Passivrauchen, Gastronomieangestellte, Secondhand Tobacco Smoke (SHS), Schadstoffbelastung und respiratorische Gesundheit.
Hedley et al. stellten in einer Fall-Kontroll-Studie in Hongkong fest, dass ein signifikanter Prozentsatz der Gastronomieangestellten ein erhöhtes Risiko aufweist, an Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs zu versterben.
Die Halbwertszeit ist entscheidend für das Biomonitoring: Während Nikotin eine sehr kurze Halbwertszeit besitzt und nur kurzfristige Expositionen abbildet, ist Kotinin aufgrund seiner längeren Halbwertszeit ein validerer Indikator für die Belastung über längere Zeiträume.
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