Magisterarbeit, 2006
160 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit analysiert die Regierungsstabilität in der jungen polnischen Demokratie und untersucht, wie Parteienkonstellationen den Einfluss auf die Stabilität der Kabinette haben. Der Fokus liegt auf der Bedeutung der Regierungsstabilität für das gesamte System und die vergleichsweise hohe Anzahl von Regierungswechseln in Polen. Außerdem werden politikwissenschaftliche Erkenntnisse zu osteuropäischen Regierungen und ihrer Stabilität berücksichtigt.
Die Einleitung führt in das Thema der Regierungsstabilität in Polen ein und erläutert die Relevanz dieser Forschungsfrage. Sie diskutiert auch den Forschungsstand und die Herausforderungen, die sich aus der Analyse von Regierungsstabilität in Transformationsstaaten ergeben.
Kapitel 2 beleuchtet die theoretischen Grundlagen und die politischen Rahmenbedingungen in Polen. Es behandelt die Entstehung des polnischen Regierungssystems, die Entwicklung des Wahl- und Parteiensystems und die Bedeutung von Regierungsstabilität für die demokratische Konsolidierung.
Kapitel 3 analysiert die Parteien und das Parteiensystem in Polen. Es untersucht die normativen Rahmenbedingungen, die Entstehungsbedingungen der Parteien und die strukturellen Probleme, die das Parteiensystem prägen. Außerdem werden die Cleavage-Struktur und die wichtigsten Akteure der parteipolitischen Szene beleuchtet.
Kapitel 4 fokussiert auf die Rolle des Ministerrates im System der Staatsorgane. Es betrachtet die Struktur und Arbeitsweise des Ministerrates und analysiert, wie die institutionellen Arrangements die Stabilität der Regierungen beeinflussen.
Kapitel 5 untersucht die Beziehung zwischen Parteienkonstellationen und der Stabilität der Regierungen in Polen. Es analysiert die Stabilität der Regierungen bis 1997, die Wahlkampagnen und Wahlergebnisse im untersuchten Zeitraum und die Stabilität der Regierungen in den verschiedenen Sejm-Perioden.
Regierungsstabilität, Parteienkonstellationen, polnisches Regierungssystem, demokratische Konsolidierung, Systemtransformation, Wahlsystem, Parteiensystem, Cleavages, Ministerrat, Sejm, Osteuropa, Transformationsstaaten.
Polen ist durch eine vergleichsweise hohe Anzahl von Regierungswechseln gekennzeichnet. Trotz dieser Kabinettsinstabilität gilt das politische Gesamtsystem seit der Konsolidierung als krisenresistent.
Das semipräsidentielle System in Polen verteilt die Macht zwischen Ministerrat und Staatspräsident, was je nach Parteienkonstellation sowohl stabilisierend als auch konfliktfördernd wirken kann.
Zu den Problemen gehören eine schwache Institutionalisierung, geringe Mitgliederzahlen und eine starke Fragmentierung des Parteiensystems, die oft schwierige Koalitionsbildungen zur Folge hat.
Die Kirche ist ein bedeutender Akteur, der die Cleavage-Strukturen (gesellschaftliche Konfliktlinien) beeinflusst, insbesondere im Spannungsfeld zwischen Traditionalismus und Weltoffenheit.
Die Verfassung von 1997 stabilisierte die systemischen Rahmenbedingungen und reduzierte das institutionelle Instabilitätsrisiko, indem sie die Kompetenzen der Staatsorgane klarer definierte.
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