Examensarbeit, 2000
66 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Steroidhormone
1.1.1 Estrogene
1.1.1.1 Estrogenabhängige Tumore
1.1.1.2 Antiestrogene
1.2 Apoptose
1.2.1 Signaltransduktion apoptotischer Prozesse
1.2.1.1 Tumor-Nekrosis-Faktor α (TNFα)
1.2.1.2 TNF-Rezeptoren
1.3 Zielsetzung
2 MATERIAL UND METHODEN
2.1 Zellkultur
2.1.1 Zellinien
2.1.2 Kulturbedingungen
2.1.3 Passagieren der Zellen
2.1.4 Hormonbehandlung
2.2 RNA-Präparation
2.2.1 RNA-Präparation mittels Trizol®
2.2.2 Quantifizierung von Nukleinsäuren
2.2.3 DNase-Verdau
2.3 Semiquantitative PCR (Diel et al. 1996; Murphy et al., 1990)
2.3.1 Ableiten der Primer
2.3.2 cDNA-Synthese
2.3.3 PCR (Mullis et al., 1987)
2.3.4 Gelelektrophorese der PCR-Fragmente (Sambrock et al., 1989)
2.3.5 Dokumentation der Gele
2.4 Proteinisolierung aus MCF-7 Zellen
2.4.1 Proteinisolierung
2.4.2 Konzentrationsbestimmung
2.5 Western-Blot
2.5.1 SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese (Laemmli, 1970)
2.5.2 Coomassie-Brilliant-Blue Färbung (Frazekas et al., 1963)
2.5.3 Semi-dry Blotting (Towbin et al., 1979)
2.5.4 Antikörperinkubation
2.5.5 Proteinnachweis durch das Lumi-LightPlus System
2.6 Material
2.6.1 Laborgeräte
2.6.2 Chemika lien
2.6.3 PCR Primer
2.6.4 Enzyme, Kits und weitere Materialien
2.6.5 Antikörper
3 ERGEBNISSE
3.1 Proteinisolierung aus Faslodex behandelten MCF-7 Zellen
3.1.1 Konzentrationsbestimmung der löslichen Proteinfraktionen
3.1.2 SDS-Polyacrylamidgelelektrophorese der Proteinproben
3.2 Western-Blot Analyse der Regulation des TNF-Rezeptors 2
3.3 Quantitative Analyse der mRNA-Expression mittels RT-PCR
3.3.1 Visuelle Qualitätskontrolle der isolierten RNA
3.3.2 RNA Präparation aus Faslodex behandelten MCF-7 Zellen
3.4 Semiquantitative PCR
4 DISKUSSION
4.1 MCF-7 Zellen als Modellsystem
4.2 Regulation des TNF-Rezeptors 2 nach Faslodex-Applikation
4.2.1 Western-Blot-Analyse
4.2.2 Semiquantitative PCR
4.2.3 Mechanismus der Regulation des TNF-Rezeptors 2
4.3 Funktion von TNF-R2 im Rahmen der Apoptoseinduktion
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Antiestrogens Faslodex auf die Expression des TNF-Rezeptors 2 in humanen Brustkrebszellen der Linie MCF-7. Das Ziel ist es, durch molekularbiologische Methoden wie Western-Blot-Analyse und semiquantitative RT-PCR zu klären, wie Faslodex die Regulation dieses Rezeptors beeinflusst, um den Mechanismus der Apoptoseinduktion besser zu verstehen.
1.2 Apoptose
Der Begriff Apoptose bezeichnet eine Reihe gesteuerter, biochemischer Reaktionsmuster mit morphologisch sichtbaren Veränderungen, die zum programmierten Zelltod führen. Es ist ein Prozeß, dem eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und dem Fortbestand eines Organismus zukommt. Unerwünschte und überflüssige körpereigene Zellen werden entfernt. Dies spielt neben der Differenzierung von Immunzellen und der Embryonalentwicklung auch in der Beseitigung von Tumorzellen eine wichtige Rolle. Apoptose findet unter physiologischen Bedingungen statt; ist ein aktiver, energiekonsumierender, nicht reversibler Prozeß, bei dem die Veränderungen vom Zellkern ausgehen. Sie betrifft in der Regel Einzelzellen. Am Ende ist der Vorgang von einer Nekrose nicht zu unterscheiden, aber, da auf Einzelzellen beschränkt, tritt meist keine lokale Entzündung auf. Während die Apoptose Kennzeichen des vom Körper gewünschten physiologischen Zelltods ist, ist die Nekrose pathologisch, durch Zellschädigung, induziert.
Typische Kennzeichen der Apoptose sind Kondensation und Fragmentierung des Chromatins, Abschnürungen der Plasmamembran und Verkleinerung des Zellvolumens sowie schließlich der vollständige Zerfall der Zelle in apoptotische Vesikel, die innerhalb kurzer Zeit phagozytiert werden. Der makromolekulare Abbau geschieht hierbei durch Proteasen und Endonukleasen. Die letztgenannten Enzyme bauen die DNA der Zelle schrittweise zu Fragmenten zwischen 50 und 200 bp Länge ab, die sich elektrophoretisch als sog. DNA-Leiter nachweisen lassen.
1 EINLEITUNG: Grundlagen zu Steroidhormonen, der Rolle von Estrogenen bei Tumoren sowie eine Einführung in die Apoptose und die TNF-Rezeptor-Signalwege.
2 MATERIAL UND METHODEN: Detaillierte Beschreibung der Zellkultur, RNA-Präparation, semiquantitativen PCR und Western-Blot-Protokolle zur Untersuchung von MCF-7 Zellen.
3 ERGEBNISSE: Präsentation der experimentellen Daten zur Proteinisolierung und Analyse der TNF-R2 Expression nach Faslodex-Behandlung mittels Western-Blot und RT-PCR.
4 DISKUSSION: Interpretation der Befunde, insbesondere zur Regulation des TNF-Rezeptors 2 und dessen funktioneller Rolle bei der Apoptoseinduktion in Tumorzellen.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Vorschläge für zukünftige Forschungsansätze zur Resistenzbildung.
Faslodex, MCF-7, Brustkrebszellen, TNF-Rezeptor 2, Apoptose, Western-Blot, semiquantitative PCR, mRNA-Expression, Antiestrogene, Signaltransduktion, NF-κB, Tumortherapie, Rezeptorregulation.
Die Arbeit untersucht den molekularen Einfluss des Antiestrogens Faslodex auf die Regulation und Expression des TNF-Rezeptors 2 in der Brustkrebszelllinie MCF-7.
Die zentralen Themen sind endokrine Tumortherapie, Mechanismen des programmierten Zelltods (Apoptose), sowie molekularbiologische Analysemethoden von Proteinen und mRNAs.
Das primäre Ziel ist die Charakterisierung und Quantifizierung der Proteinexpression des TNF-Rezeptors 2 unter dem Einfluss von Faslodex, um mögliche Regulationsmechanismen aufzudecken.
Es kommen insbesondere die Western-Blot-Analyse zur Bestimmung der Proteinkonzentration und -identität sowie die semiquantitative RT-PCR zur mRNA-Analyse zum Einsatz.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte methodische Beschreibung der durchgeführten Laboranalysen sowie die anschließende Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich der TNF-R2 Regulation.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Faslodex, MCF-7, TNF-Rezeptor 2, Apoptose, Western-Blot und Signaltransduktion.
Es wird vermutet, dass dieses Protein der TNF-Rezeptor 2 ist, da es durch Faslodex stark induziert wird und in seinem Molekulargewicht mit Literaturangaben für diesen Rezeptor übereinstimmt.
Die Ergebnisse der RT-PCR waren nicht eindeutig, was auf nicht optimale Amplifikationsbedingungen oder die Notwendigkeit einer Optimierung der Primer-Konzentrationen hindeutet.
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