Diplomarbeit, 2007
108 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
1. Einleitung
1.1 Weißes Fettgewebe
1.2 Braunes Fettgewebe
2. Einteilung und Struktur der Fette
2.1 Einteilung der Lipide nach der chemischen Zusammensetzung
2.1.1 Einfache Lipide
2.1.2 Komplexe Lipide
2.1.3 Nicht verseifbare Lipide
2.2 Struktur der einfachen Lipide
2.2.1 Fettsäuren
2.2.2 Einteilung der Fettsäuren aufgrund der verschiedenen Kettenlänge
2.2.3 Einteilung der Fettsäuren aufgrund der unterschiedlichen Anzahl der Doppelbindungen
2.3 Struktur der Neutralfette
2.3.1 Fettbildung am Beispiel des Tristearins
3. Fettstoffwechsel
3.1 Mobilisation der Fette
3.2 Blut-Zirkulation und Aufnahme der freien Fettsäuren in die Muskulatur
3.3 Aktivierung und Translokation
3.4 ß-Oxidation
4. Hormonelle Regulation des Fettstoffwechsels
4.1 Regulierung der Lipolyse durch die Katecholamine
4.2 Regulation der Lipolyse durch Insulin
4.3 Regionale Lipolyse
4.4 Regulation des Blutflusses durch das Fettgewebe
4.5 Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Lipolyserate
5. Wechselwirkungen zwischen Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel
5.1 Glucose – Fettsäure Zyklus
6. Limitierung des Fettstoffwechsels
7. Substratverwertung während körperlicher Aktivität - das „crossover concept“
8. Effekte des Ausdauertrainings auf den Fettstoffwechsel
9. Relevanz der Fette bzw. Fettstoffwechsels für die sportliche Leistungsfähigkeit
10. Auswirkungen unterschiedlicher Nahrungsaufnahmen vor körperlicher Aktivität auf den Fettstoffwechsel
10.1 Kohlenhydratreiche Ernährung vor körperlicher Aktivität
10.2 Fasten
10.3 Effekte einer kurzzeitigen hohen Fett-Diät (über ein paar Tage)
10.4 Effekte einer längerfristigen hohen Fett-Diät
11. Skizzierung einiger Literatur-Studien
11.1 Studie 1
11.2 Studie 2
11.3 Studie 3
11.4 Studie 4
11.5 Studie 5
11.6 Studie 6
11.7 Studie 7
12. Ziel der Diplomarbeit
12.1 Zentrale Fragestellungen
13. Einzelfallstudie des Diplomanden am Fahrradergometer
13.1 Methodik
13.1.1 Probandenbeschreibung
13.1.2 Untersuchungsdesign
13.1.3 Apparaturen und Messungen
13.1.4 Herzfrequenzmessung
13.1.5 Laktatbestimmung
13.1.6 Bestimmung des LTP1 und LTP2 aus der Laktatleistungskurve
13.1.7 Spirometrie
13.1.8 Auswertung
13.2 Ergebnisse und Diskussion
13.2.1 Schwellen und Maximalwerte des Probanden
13.2.2 Maximale bzw. minimale Fettoxidationsrate bei den Stufenbelastungstests
13.2.3 Maximale Fettoxidationsrate bei den Dauertests
13.2.4 Vergleich der Schwellen mit der maximalen bzw. minimalen Fettoxidationsrate beim Stufentest
13.2.5 Fettoxidations-Kinetik bei den Dauertests
13.2.6 Vergleich der Fettoxidationsraten bei den Dauertests in Abhängigkeit der Belastungsdauer
13.2.7 Vergleich der Ergebnisse der Stufentests mit den Dauertests
13.3 Kritische Betrachtung der indirekten Kalorimetrie
13.4 Vergleich der Ergebnisse mit der Literatur
13.5 Conclusio
13.5.1 Beantwortung der im Rahmen der Diplomarbeit aufgetretenen Fragestellungen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Anteil des Fettstoffwechsels bei unterschiedlichen Belastungsintensitäten. Im Fokus steht die Identifikation der Intensitätsbereiche, in denen die maximale Fettoxidationsrate (Fatmax) bei einem ausdauertrainierten Probanden erreicht wird, sowie der Abgleich dieser Ergebnisse mit der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur.
3. Fettstoffwechsel
Lipide liefern mit ihrem hohen Energiegehalt und mengenmäßig effiziente Speicherung im Fettgewebe, Leber und Skelettmuskel eine fast unerschöpfliche Energiequelle für körperliche Aktivitäten (Brooks et al. 1996, S. 100).
Die Resorption der langkettigen Fettsäuren geschieht im unteren Dünndarm, wo sie nach mehreren Stoffwechselvorgängen schlussendlich durch Eiweiß und Phosphatide zu wasserlöslichen Chylomikronen umgebaut werden. Chylomikronen bestehen wie alle übrigen Lipoproteine aus Triglyceriden, Cholesterin, Cholesterinester, Protein und Phosphatiden. Die Chylomikronen gelangen dann über die Lymphe und das Blut zum Fettgewebe, wo die Fettsäuren enzymatisch durch Lipasen abgespaltet werden und zum Aufbau von Depotfett benutzt werden. Innerhalb von 1 bis 2 Stunden werden die Chylomikronen aus dem Blut entfernt und gelangen in die Leber. Hingegen sind die kurz- und mittelkettigen Fettsäuren wasserlöslich und werden wie Glucose durch die Darmwand direkt ins Blut aufgenommen, sie gelangen über die Pfortader zur Leber (Schlieper 2005, S. 84).
Die Leber ist hoch spezialisiert um Fette als Energiequelle zu benützen und wandelt Lipide in verschiedene Arten von Fett enthaltende Stoffe einschließlich Lipoproteinen (VLDL= very-low-density-lipoprotein) um. Zwischen Mahlzeiten und während Fastenperioden ist die Leber in der Bildung von Lipoproteinen besonders aktiv, um die Lipidkonzentration im Blut aufrechtzuerhalten. Die in der Leber synthetisierten Fette werden als VLDL (aufgebaut aus Triglyceriden, Cholesterin, Phospholipiden, Proteine) über das Blut zum Fettgewebe transportiert. Sowie bei den Chylomikronen werden die VLDL sowie LDL (low-density-lipoprotein) von einer Proteinhülle umgeben, damit sie im Blut löslich und transportfähig sind. Die LDL haben die Aufgabe das Gewebe mit Cholesterin zu versorgen. Ein weiteres Lipoprotein namens HDL (high-density-lipoprotein) wird in der Leber und im Dünndarmepithel gebildet und nimmt Cholesterin auf, das von absterbenden Zellen und abgebauten Membranen ans Blut abgegeben wird. Die HDL können somit der Entstehung von Arteriosklerose entgegenwirken (Schlieper 2005, S. 411).
1. Einleitung: Beschreibt die Rolle von Fetten als Hauptenergiedepot des Körpers und unterscheidet zwischen weißem und braunem Fettgewebe.
2. Einteilung und Struktur der Fette: Erläutert die chemische Klassifikation der Lipide sowie die strukturelle Zusammensetzung von Fettsäuren und Triglyceriden.
3. Fettstoffwechsel: Detailliert die Aufnahme, den Transport und die enzymatische Mobilisation von Fettsäuren im menschlichen Organismus.
4. Hormonelle Regulation des Fettstoffwechsels: Analysiert die Einflussnahme von Hormonen wie Katecholaminen und Insulin auf die Lipolyse.
5. Wechselwirkungen zwischen Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel: Beschreibt den Glucose-Fettsäure-Zyklus und die gegenseitige Beeinflussung der Substratnutzung.
6. Limitierung des Fettstoffwechsels: Untersucht physiologische Hindernisse bei der Fettoxidation während hoher Belastungsintensitäten.
7. Substratverwertung während körperlicher Aktivität - das „crossover concept“: Erläutert die Verschiebung von der Fett- zur Kohlenhydratnutzung bei steigender Belastung.
8. Effekte des Ausdauertrainings auf den Fettstoffwechsel: Dokumentiert die muskulären und enzymatischen Anpassungen, die zu einer verbesserten Fettverbrennung führen.
9. Relevanz der Fette bzw. Fettstoffwechsels für die sportliche Leistungsfähigkeit: Diskutiert die Bedeutung des Fettstoffwechsels für Ausdauerdisziplinen.
10. Auswirkungen unterschiedlicher Nahrungsaufnahmen vor körperlicher Aktivität auf den Fettstoffwechsel: Vergleicht die Effekte von Kohlenhydratzufuhr, Fasten und Fett-Diäten auf die Fettoxidationsrate.
11. Skizzierung einiger Literatur-Studien: Fasst zentrale wissenschaftliche Studien zur maximalen Fettoxidationsrate zusammen.
12. Ziel der Diplomarbeit: Definiert die Forschungsfragen hinsichtlich der maximalen Fettoxidationsrate (Fatmax) bei einem Sportler.
13. Einzelfallstudie des Diplomanden am Fahrradergometer: Präsentiert die Methodik, Ergebnisse und Diskussion des eigenen Versuchs zur Bestimmung der individuellen Fettoxidationskurve.
Fettstoffwechsel, Fettoxidation, Fatmax, Energiebereitstellung, Ausdauertraining, Lipolyse, Kohlenhydratstoffwechsel, Glucose-Fettsäure-Zyklus, Crossover Concept, Laktatleistungskurve, Spirometrie, Substratverwertung, Triglyceride, Fettsäuren, Sportliche Leistungsfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Fettverbrennung (Fettoxidation) während sportlicher Belastung, insbesondere mit dem Ziel, den Punkt der maximalen Fettoxidationsrate bei einem Probanden zu bestimmen.
Zentrale Themen sind die biochemischen Prozesse des Fettstoffwechsels, die hormonelle Steuerung der Lipolyse, die Auswirkungen von Training auf diese Stoffwechselprozesse sowie der Einfluss der Ernährungsweise auf die Substratnutzung bei körperlicher Aktivität.
Das primäre Ziel ist es, bei einem trainierten Triathleten mittels Fahrradergometrie die Belastungsintensität zu finden, bei der die höchste Fettstoffwechselrate auftritt, und diese Ergebnisse mit theoretischen Ansätzen aus der Fachliteratur zu vergleichen.
Der Autor kombiniert eine umfangreiche Literaturrecherche zum Thema mit einer praktischen Einzelfallstudie (Pilotversuch), bei der Belastungstests am Fahrradergometer durchgeführt und die Daten mittels indirekter Kalorimetrie sowie Laktatmessung ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zur Biochemie der Lipide und Regulation des Fettstoffwechsels sowie einen empirischen Teil, in dem verschiedene Studien skizziert und der eigene Selbstversuch detailliert diskutiert werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Fettstoffwechsel", "Fatmax", "Fettoxidation", "Crossover Concept" und "Sportliche Leistungsfähigkeit" charakterisieren.
Es beschreibt den Punkt, an dem der Körper bei steigender Intensität beginnt, vermehrt Kohlenhydrate statt Fette zu verbrennen, was für die taktische Einteilung von Wettkampfbelastungen von entscheidender Bedeutung ist.
Die Ergebnisse bestätigen, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung den Fettstoffwechsel hemmt, da der erhöhte Insulinspiegel die Lipolyse unterdrückt und die Kohlenhydratverbrennung bevorzugt.
Der Autor stellt fest, dass es eine Diskrepanz zwischen Stufen- und Dauertests gibt, was auf die Notwendigkeit von standardisierten Bedingungen und ausreichender Stufendauer hindeutet, um verlässliche physiologische Schwellenwerte für den Fettstoffwechsel zu gewinnen.
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