Magisterarbeit, 2007
138 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Teil 1
1. Thomas Hobbes und seine Bedeutung für die politische Philosophie
1.1. Biografische Daten zu Hobbes. Physischer und intellektueller Werdegang
1.2. Philosophie der Angst
1.3. Werke von Hobbes
1.3.1. Die Grundideen von „Leviathan“
1.3.2. „Elemente der Philosophie II/III: Vom Menschen. Vom Bürger“
1.3.3. „Behemoth or the Long Parliament“. Hobbes` Reflexion zum englischen Bürgerkrieg
2. Naturzustand
2.1. Naturzustand — Hypothese oder Wirklichkeit?
2.2. Hobbes` Menschenbild. Der Mensch als ein egoistischer Nutzenmaximierer
2.3. Das Leben im Naturzustand: „Homo homini lupus“
2.4. Machtakkumulation und Sozialisationsversuche im Naturzustand
2.5. Das Naturrecht und die natürlichen Gesetze
3. Das Individuum und der Staat
3.1. Staat als eine künstliche Person — die Vertragstheorie
3.2. Das Individuum in einer bürgerlichen Gesellschaft
3.3. Die Wechselbeziehung zwischen Freiheit, Rechten und Pflichten
3.4. Die Freiheit der Bürger
3.5. Individualismus und Gemeinsinn
Teil 2
4. John Locke — sein Leben und seine Bedeutung für die politische Philosophie
4.1. Die bedeutendsten Werke von John Locke
4.1.1. „Über die Regierung“
4.1.2. „Versuch über den menschlichen Verstand“
5. Der Naturzustand bei John Locke
5.1. Positiver und negativer Naturzustand
5.2. Das Menschenbild
5.3. Eigentum im Naturzustand. Die Rolle des Geldes
5.4. Naturrecht und Naturgesetz
6. Die Entstehung des Staates
6.1. Der Kriegszustand als eine Konsequenz der Einführung des Geldes
6.2. Der Gesellschaftsvertrag
6.3. Regierungsformen. Locke als Gegner der absoluten Monarchie
6.4. Gewaltenteilung
7. Das Individuum und der Staat
7.1. Das Individuum und das Eigentum in einer bürgerlichen Gesellschaft
7.2. Lohnarbeit und Klassenunterschiede
7.3. Die Freiheit vom Naturzustand bis in die politische Gesellschaft
7.4. Individuelle Rechte in der bürgerlichen Gesellschaft
7.5. Individualismus und Gemeinsinn
Teil 3
8. Jean-Jacques Rousseau und seine Bedeutung für die politische Philosophie
8.1. Biografische Daten zu Rousseau. Physischer und intellektueller Werdegang
8.2. Werke von Rousseau
8.2.1. Der „Gesellschaftsvertrag“
8.2.2. „Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen“
8.2.3. „Emil oder über die Erziehung“
9. Naturzustand. Abgrenzung von der Zivilisation
9.1. Das Menschenbild im reinen Naturzustand
9.2. Das Gefühl des Mitleids als Naturgesetz
9.3. Der zweite Naturzustand?
9.4. Eigentum und Kriegszustand
10. Der Individuum und der Staat
10.1. Der Gesellschaftsvertrag
10.2. „Kriege zwischen den Nationen“
10.3. „Volonté générale“
10.3. Regierung und Regierungsformen
10.4. Gesetze
10.5. Die Wechselbeziehung zwischen Freiheit, Gleichheit, Rechten und Pflichten
Teil 4
11. Zusammenfassender Vergleich
11.1. Allgemeiner Vergleich der Theorien
11.2. Der Naturzustand
11.3. Die Menschenbilder von Hobbes, Locke und Rousseau
11.4. Zusammenhänge zwischen dem Naturzustand, dem Naturgesetz und dem Staat
11.5. Der Gesellschaftsvertrag
11.6. Individuelle Freiheit im Naturzustand und in einem politischen Körper
11.7. Zielsetzungen der Staatstheorien
Teil 5
12. Geschichtliche Hintergründe der Entstehung der Staatstheorien
12.1. Geschichte Englands
12.2. England: sozialgeschichtliche Hintergründe
12.3. Geschichte Frankreichs
12.4. Frankreich: sozialgeschichtliche Hintergründe
12.5. Der Begriff der bürgerlichen Gesellschaft
Die Arbeit untersucht die Staatstheorien von Thomas Hobbes, John Locke und Jean-Jacques Rousseau, um das Spannungsverhältnis zwischen Individualismus und Gemeinsinn sowie individueller Freiheit und staatlicher Herrschaft zu analysieren. Dabei wird insbesondere die Notwendigkeit von Recht und Staat in der modernen Gesellschaft hinterfragt, wobei die historische Kontextualisierung der jeweiligen Theoretiker eine zentrale Rolle spielt.
1.3.1. Die Grundideen von „Leviathan“
Der „Leviathan“ ist zweifellos das bedeutendste Werk von Hobbes. Seine Lebenserfahrungen und seine Beobachtungen veranlassten ihn, nach Vor- und Nachteilen einer Gesellschaft zu suchen. Dabei beschreibt er die menschliche Natur mit einer für viele Leser schockierenden Offenheit.
Nimmt man eine der ersten Ausgaben des „Leviathan“ in die Hände, fällt einem das kunstvolle Titelblatt auf, auf dem man einen aus einer Menschenmenge zusammengesetzten riesigen Menschen mit Krone auf dem Kopf sieht. Der Mann hält ein Schwert in der linken Hand und einen Bischofsstab in der rechten. Dieser Mensch stellt den Leviathan dar — den richtigen und starken Staat, der über der Erde steht. Denn über ihm ist nur der Himmel, also nur Gott. Der Schatten dieses riesigen Menschen fällt über die Stadt, die auf dem Gelände zu sehen ist — als wäre dies ein Symbol dafür, dass der Leviathan alles sieht und alles in seiner Macht steht.
Die kleinen Menschen, die in Wirklichkeit die Bürger dieses Staates sind, scheinen zu versuchen, den Riesen wie ein Panzer zu schützen. Hat man das Buch gelesen, die Ideen von Hobbes über den Staat verstanden, so wird einem klar, dass diese Menschen nicht einen anderen schützen, sondern dass sie dieser Andere sind — sie sind der Leviathan, sie sind der Staat und zugleich seine Bürger. Über dem Land sieht man keine Sonne, der Himmel ist wie im Winter verdunkelt. Diese finstere Landschaft erscheint ziemlich bedrohlich, genau wie die Beschreibung des Naturzustandes, die Hobbes seinen Lesern bietet.
1. Thomas Hobbes und seine Bedeutung für die politische Philosophie: Einführung in die Person Hobbes, seinen Bruch mit der traditionellen politischen Philosophie und seinen Einfluss durch die Zeit des englischen Bürgerkriegs.
2. Naturzustand: Detaillierte Analyse des Naturzustands als Hypothese bei Hobbes, geprägt von Furcht und dem Kampf aller gegen alle.
3. Das Individuum und der Staat: Erklärung der Vertragstheorie bei Hobbes, der Entstehung des "Leviathan" als künstliche Person und der Unterwerfung der Individuen.
4. John Locke — sein Leben und seine Bedeutung für die politische Philosophie: Vorstellung des Lebens und Wirkens von John Locke sowie seiner philosophischen Einflüsse.
5. Der Naturzustand bei John Locke: Untersuchung des Naturzustands bei Locke, der durch das Naturgesetz geordnet, aber durch die Einführung des Geldes prekär wird.
6. Die Entstehung des Staates: Analyse des Übergangs in die politische Gesellschaft bei Locke und der daraus resultierenden Gewaltenteilung.
7. Das Individuum und der Staat: Betrachtung der Rolle des Eigentums, der Lohnarbeit und der individuellen Rechte in der von Locke entworfenen bürgerlichen Gesellschaft.
8. Jean-Jacques Rousseau und seine Bedeutung für die politische Philosophie: Einführung in die Biografie und die zentralen Schriften Rousseaus wie den "Gesellschaftsvertrag".
9. Naturzustand. Abgrenzung von der Zivilisation: Beschreibung des positiven Naturzustands bei Rousseau und der negativen Folgen der Zivilisierung.
10. Der Individuum und der Staat: Erörterung der Entstehung des Staates durch den Gesellschaftsvertrag bei Rousseau und der Rolle des Gemeinwillens (volonté générale).
Staatstheorie, Thomas Hobbes, John Locke, Jean-Jacques Rousseau, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Individuum, Freiheit, Eigentum, Macht, Leviathan, Gemeinwille, Gewaltenteilung, Politik, Politische Philosophie
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Staatstheorien von Thomas Hobbes, John Locke und Jean-Jacques Rousseau im Kontext der Frühen Neuzeit.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzeptionen von Naturzustand, Menschenbild, der Entstehung des Staates durch einen Gesellschaftsvertrag sowie dem Verhältnis von individueller Freiheit zu staatlicher Herrschaft.
Das Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Theorien aufzuzeigen, wie sie den Übergang vom vorstaatlichen Naturzustand in eine politische Gesellschaft rechtfertigen und welche Rolle dabei der Gemeinsinn spielt.
Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, um die theoretischen Ansätze der drei Philosophen in chronologischer Reihenfolge vorzustellen, zu analysieren und abschließend miteinander zu vergleichen, unterstützt durch den historischen Kontext ihrer Entstehungszeit.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Teile, die jeweils Hobbes, Locke und Rousseau detailliert widmen, gefolgt von einem vierten Teil, der diese Theorien vergleicht, und einem fünften Teil zur historischen Einordnung.
Wesentliche Begriffe sind "Naturzustand", "Gesellschaftsvertrag", "Eigentum", "Leviathan", "Gemeinwille" und "Gewaltenteilung".
Hobbes sieht den Naturzustand als einen grausamen "Krieg aller gegen alle" ohne Eigentum oder Recht, während Locke ihn als einen zwar unsicheren, aber durch natürliche Gesetze geordneten Zustand beschreibt, in dem Eigentum bereits existieren kann.
Locke definiert den Schutz des Eigentums als den Hauptzweck des Staates; sein Staat ist ein Staat der Eigentümer, weshalb der Besitz für die Teilhabe am politischen Leben entscheidend ist.
Der Gemeinwille repräsentiert bei Rousseau das Gemeinwohl und ist die oberste Richtschnur; durch die Unterwerfung unter diesen Willen gewinnt das Individuum eine neue, bürgerliche Freiheit innerhalb des Staates.
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