Diplomarbeit, 2007
100 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung
2. Grundlagen wertorientierter Berichterstattung
2.1. Wertorientierte Unternehmensführung als theoretischer Bezugsrahmen
2.2. Zielsetzung wertorientierter Berichterstattung
2.3. Begriffsdefinition wertorientierter Berichterstattung
3. Anforderungen an wertorientierte Berichterstattung
3.1. Investitionsentscheidung der Eigenkapitalgeber als Deduktionsbasis
3.2. Berichterstattungsgrundsätze
3.2.1. Klarheit und Vergleichbarkeit
3.2.2. Richtigkeit und Ausgewogenheit
3.2.3. Weitere Grundsätze
3.3. Berichtsinhalte
3.3.1. Umsetzung wertorientierter Unternehmensführung
3.3.2. Ergebnisse wertorientierter Unternehmensführung
3.3.2.1. Überblick
3.3.2.2. Indikatoren für Wertschaffung
3.3.2.2.1. Economic Value Added (EVA)
3.3.2.2.2. Cash Flow Return On Investment (CFROI) und Cash Value Added (CVA)
3.3.3. Wertziele und -strategien
3.4. Gesamtkonzept wertorientierter Berichterstattung
4. Empirische Untersuchung wertorientierter Berichterstattung deutscher Unternehmen
4.1. Untersuchungsdesign
4.2. Berichterstattungspraxis unter formalen Gesichtspunkten
4.2.1. Berichtsstruktur
4.2.2. Berichtsumfang
4.3. Berichterstattungspraxis unter inhaltlichen Gesichtspunkten
4.3.1. Umsetzung wertorientierter Unternehmensführung
4.3.2. Ergebnisse wertorientierter Unternehmensführung
4.3.3. Wertziele und -strategien
5. Kritische Würdigung wertorientierter Berichterstattung deutscher Unternehmen
5.1. Würdigung unter formalen Gesichtspunkten
5.2. Würdigung unter inhaltlichen Gesichtspunkten
5.3. Fazit
6. Thesenförmige Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht kritisch die Praxis der wertorientierten Berichterstattung deutscher DAX-Unternehmen mit dem Ziel, bestehende Informationsasymmetrien zwischen Management und Investoren durch eine transparente Kommunikation der Wertschaffung zu reduzieren und somit den Börsenwert des Eigenkapitals zu stützen.
3.3.2.1. Überblick
Um die Informationsasymmetrien zwischen Management und Investoren hinsichtlich wertorientierter Informationen weiter reduzieren zu können, sind Informationen über die vergangene Wertschaffung des Unternehmens bereitzustellen. Angaben hierzu liefern insbesondere Antwort auf die Frage, inwieweit das Unternehmen aus Sicht der Investoren wertorientiert wirtschaftet und damit auf die Frage nach dem Erfolg der wertorientierten Unternehmensführung und den korrespondierenden Wertsteigerungsmaßnahmen, zu denen bereits im vorangegangenen Kapitel Angaben gefordert wurden. In der Vergangenheit veröffentlichte Zielsetzungen werden kontrollierbar. Demnach können entsprechende Informationen auch als Prognosebasis für künftige Wertsteigerung dienen.
Zur Berichterstattung über vergangene Wertschaffung bieten sich zwei unterschiedliche Perspektiven an. Zum einen kann aus Unternehmenssicht in Form von Rendite- bzw. Gewinnkennzahlen berichtet werden. Im Rahmen dessen wird Wertschaffung als Veränderung des fundamentalen Unternehmenswerts verstanden. Zum anderen besteht die Möglichkeit durch Offenlegung kapitalmarktorientierter Daten die Perspektive des Investors einzunehmen und Wertschaffung als Wertentwicklung der Aktie des jeweiligen Unternehmens aufzufassen.
Diese, in der Literatur häufig geforderten, kapitalmarktbezogenen Informationen können Angaben zur Kursentwicklung, zur Dividendenrendite sowie zu Multiplikatoren umfassen und sind im Rahmen dieser Arbeit kein Bestandteil wertorientierter Berichterstattung. Das Management hat nämlich keinen komparativen Informationsvorteil ggü. den Investoren. Investoren können diese Informationen kostengünstiger, aktueller und schneller verfügbar über die Wertpapierbörsen oder Informationsdienstleister beschaffen. Dementsprechend wird im Rahmen dieser Arbeit lediglich die Offenlegung von Informationen zur Wertschaffung aus Unternehmensperspektive gefordert.
1. Problemstellung: Einleitung in die Thematik der wertorientierten Berichterstattung und Definition der Forschungsfrage.
2. Grundlagen wertorientierter Berichterstattung: Erläuterung der theoretischen Bezüge, Zielsetzungen und der Begriffsdefinition von Value Reporting.
3. Anforderungen an wertorientierte Berichterstattung: Herleitung deduktiver Anforderungen, Grundsätze und benötigter Berichtsinhalte für Investoren.
4. Empirische Untersuchung wertorientierter Berichterstattung deutscher Unternehmen: Deskriptive Analyse der Praxis von 30 DAX-Konzernen hinsichtlich Form und Inhalt.
5. Kritische Würdigung wertorientierter Berichterstattung deutscher Unternehmen: Evaluierung der Praxis anhand der zuvor aufgestellten Anforderungen und Schlussfolgerungen.
6. Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der zentralen Ergebnisse der gesamten Untersuchung.
Wertorientierte Unternehmensführung, Value Reporting, Shareholder Value, Informationsasymmetrie, Kapitalmarkt, DAX, Geschäftsbericht, Economic Value Added, Cash Flow Return On Investment, Cash Value Added, Investoren, Unternehmenswert, Kapitalrendite, Berichterstattungspraxis.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie deutsche DAX-Unternehmen über ihre wertorientierte Unternehmensführung berichten und inwieweit diese Praxis den Anforderungen von Investoren an Transparenz und Bewertungsrelevanz gerecht wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der internen Steuerung von Unternehmen, der Kommunikation von Wertbeiträgen sowie der Offenlegung von Unternehmenszielen und Strategien.
Das Ziel ist die Ableitung von Anforderungen an eine zweckgerechte wertorientierte Berichterstattung und deren Überprüfung anhand der tatsächlichen Praxis in den untersuchten DAX-Unternehmen.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive empirische Untersuchung, die auf der Analyse der Geschäftsberichte der 30 DAX-Unternehmen für das Jahr 2006 basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Anforderungen und die anschließende empirische Untersuchung der Berichtsstruktur, des Berichtsumfangs sowie der inhaltlichen Ausgestaltung.
Zentrale Begriffe sind Value Reporting, Shareholder Value, Informationsasymmetrie, Economic Value Added (EVA) und die Kapitalmarktbewertung.
Diese Lücke entsteht durch Informationsasymmetrien zwischen Management und Investoren, was die richtige Einschätzung einer Investition durch den Anleger erschwert und den Börsenkurs beeinflusst.
Traditionelle Kennzahlen vernachlässigen häufig die Kosten des gebundenen Kapitals sowie das spezifische Investitionsrisiko und korrelieren daher oft nicht ausreichend mit der tatsächlichen Wertsteigerung am Kapitalmarkt.
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