Fachbuch, 2007
215 Seiten
Einführung
Hotelmarkt Deutschland
Die Situation auf dem Hotelmarkt und die evtl. Auswirkungen für den Hotelvertrieb
Das Hotel als System im „System Tourismus“
Besonderheiten des Angebots in Hotellerie und Gastronomie
Leistungserstellung in der Hotellerie
Die Gesamtleistung / eigentliche Hotelleistung
Grundlagen des Marketings in der Hotellerie
Entwicklungsphasen des Hotelmarketing
Nutzen des Marketings in der Hotellerie
Bedeutung des Marketing-Mix in der Hotellerie
Die Produkt, Angebots- oder Leistungspolitik eines Hotelunternehmens
Das „Produkt Hotel“
Eigenschaften des „Produkts Hotel“
Konzeptionsebenen bei der Entwicklung von Produkten / Hotelprodukten
Vereinfachtes Produktkonzept
Spitzenleistungen eines Hotelbetriebs
Exkurs: Die Gestaltung von Zimmerkategorien
Besonderheiten der Preispolitik im der Hotellerie
Grundlagen der Preisbildung
Exkurs: Preiselastizität
Niedrig- oder Hochpreispolitik?
Arten der Preispolitik
Preisdifferenzierung in der Hotellerie
Rabatte in der Hotellerie
Preispolitik und Budgetierung
Empfehlungen für die Preisgestaltung in der Hotellerie
Vorschläge für ein besseres Hotel-Pricing
Exkurs: Der fehlende Referenzpreis in der Hotellerie
Was ist dem Gast wichtig?
Distribution von Hotelleistungen
Vertriebs- oder Distributionspolitik
Push und Pull –Strategie
Gemischte Distribution
Distributionsstrategien
Exkurs: Multichannelvertrieb internationaler Hotelketten
Besonderheiten der Distributionspolitik in der Hotellerie
Die Auswahl des Vertriebspartners
Vertriebspartner Reisemittler (Reisbüros) und Reiseveranstalter (Tour Operator)
Stichpunkte Vertragsabschluss Reisebüro – Hotel
Verträge zwischen Reisveranstalter und Hotel
Vertriebpartner Marketing- und Vertriebskooperationen
Hotel-Repräsentanzen
Reservierungssysteme in der Hotellerie
Vertrieb von Hotelleistungen über GDS und CRS
Die vier großen GDS-Systeme
Die Zukunft der GDS-Systeme
Exkurs: Portale für Hotelangebote
Hotelvertrieb über das Internet
Elektronische Kundenanfragen in der Hotellerie (Emails)
Exkurs: Das Affiliate-Geschäft
Online-Buchungssysteme als Multiplikator
Exkurs: Online-Vertriebskanäle nach Art der Preisbildung
Technische Entwicklungen im Hotelvertrieb
Buchungssysteme und Tools für kleine Hotels, Gasthöfe und Pensionen
Probleme mit Internetbuchungsplattformen
Kommissionen für indirekte Absatzmittler
CRS, Internet und Online-Dienste – wesentliche Instrumente für das Yield-Management
Distributionspolitik und Preisstruktur
Die Preisabstufungen im Rahmen der Distributionspolitik (Hotel-Raten)
Ratendarstellung und –erklärung
Der persönliche Verkauf von Hotelleistungen
Yield-Management
Endstehung des Yield Management
Probleme und Besonderheiten der Hotelbetriebe
Bestimmung des Yield (Umsatz) Logis
Exkurs: Das Grundsätzliche Problem bei der Belegung von Hotelzimmer
Grundlagen des Yield-Managements in der Hotellerie
Für welche Hotelbetriebe lohnt sich Yield-Management?
Voraussetzungen für ein erfolgreiches Yield-Management-System
Ermittlung der Preisuntergrenze eines Hotelbetriebs
Umsetzung von Yield Management im Hotelbetrieb
Einführung / Implementierung von Yield-Management im Hotelbetrieb
Einführung von Yield-Management (Beispiel von Hogascout)
Grundstruktur eines Yield-Management-System
Forecast
Segmentierung im Yield Management
Selektierung
Techniken des Yield Management
Technik des Yield-Management: Zuordnung von Preisen und Kontingenten
Kontingentierung
Nesting Verfahren
Ertragsmaximierung durch Yield Management
Die Überbuchungsstrategie
Yield unterstützende Steuerfaktoren (Stay controls)
Preis-Strategien im Rahmen des Yield-Management
Beispiel für Yield Management im Hotelbetrieb
Fehler beim Yield Management
Die zehn schlimmsten Managementfehler im Revenuemanagement
Dynamic Pricing in der Hotellerie (das Beispiel Accor)
Grundlagen des Dynamic Pricing
Dynamic Pricing und die Hotelgäste
Dynamic Pricing in der internationalen Hotellerie
Ziele des Dynamic Pricing
Exkurs: Die Best-Price-Garantien in der Hotellerie
Aufwand für Dynamic Pricing
Die Zukunft des Dynamic Pricing in der Hotellerie
Abschluss und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Grundlagen der Preispolitik, Distribution und des Yield Managements in der Hotellerie darzulegen. Sie soll Hoteliers dazu anregen, ihre bestehenden Preisstrategien zu evaluieren und moderne Methoden zur Ertragsoptimierung und Vertriebssteuerung in ihren Betrieben zu implementieren.
Einführung
Noch vor wenigen Jahren wurde die Verkaufsleistung der „Hotelverkäufer“ ausschließlich nach der Anzahl der gebuchten Übernachtungen bewertet und auch heute noch werden Hoteldirektoren einseitig an Kennzahlen wie der Zimmerbelegungsrate oder dem durchschnittlichen Zimmerpreis gemessen (Günther 2005). Die in der Vergangenheit vorwiegend auslastungsorientierte Denkungsweise in der Hotellerie und in anderen Bereichen der Tourismuswirtschaft weicht zunehmend der von der heutigen Marktsituation geforderten Umorientierung in Richtung nachfrageorientierter Verkaufssteuerung zur Umsatz- und Ertragsverbesserung durch Vertriebskostenanalyse und Optimierung des Gäste- und Ratenmix (vgl. AHI Hotel Yield Management Seminar ITB 1993). Bei den internationalen Hotelgesellschaften, ist dieser neue Trend bereits erkennbar. „Revenue Management“ ist in der Hotellerie in aller Munde und wird als die neue Zauberformel für die Erhöhung des RevPar angesehen. Dabei geht es nicht um Volumen um jeden Preis, sondern um eine der Nachfrage angepasste optimale Auslastung zu möglichst hohen Preisen.
Bereits seit einigen Jahren betreiben führende amerikanische Hotelketten, die elektronische Reservierungs- und Property-Management Systeme einsetzen, mit messbarem und zunehmendem Erfolg computergestütztes Yield Management. In der Privathotellerie jedoch ist Yield Management bisher noch nicht weit verbreitet. Dabei würde dieses System nach Meinung von Experten den Hoteliers die Möglichkeit eröffnen, auf Marktveränderungen zu reagieren und flexible Preise anzubieten (B. Goerlich in AHGZ 50/2005).
Diese Arbeit soll die Grundlagen der Preispolitik, der Distribution und des Yield Managements in der Hotellerie erläutern und Hoteliers dazu ermuntern ihre bisherige Preispolitik zu überdenken und auch in ihren Betrieben die Techniken des Yield Managements anzuwenden.
Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel in der Hotellerie weg von rein auslastungsorientierten Kennzahlen hin zu ertragsorientiertem Revenue Management.
Hotelmarkt Deutschland: Dieses Kapitel klassifiziert den deutschen Hotelmarkt anhand von strategischen Gruppen nach Standardisierungsgrad und Qualität.
Die Situation auf dem Hotelmarkt und die evtl. Auswirkungen für den Hotelvertrieb: Der Abschnitt analysiert den Wettbewerbsdruck, Konsolidierungsprozesse und die Notwendigkeit von Preisanpassungen aufgrund von Überkapazitäten.
Das Hotel als System im „System Tourismus“: Hier wird das Hotel als soziales und wirtschaftliches Teilsystem innerhalb des Tourismusmarktes definiert.
Besonderheiten des Angebots in Hotellerie und Gastronomie: Das Kapitel erläutert die materielle und immaterielle Beschaffenheit der Hotelleistung und die Notwendigkeit zur Differenzierung.
Leistungserstellung in der Hotellerie: Dieser Teil beschreibt die grundlegenden Leistungsbereiche wie Beherbergung, Verpflegung und Nebenleistungen.
Die Gesamtleistung / eigentliche Hotelleistung: Eine Zusammenfassung der verschiedenen Komponenten, die gemeinsam das touristische Produkt Hotel bilden.
Grundlagen des Marketings in der Hotellerie: Es werden die Prinzipien des Hotelmarketings sowie die historischen Entwicklungsphasen bis hin zum professionellen Management heute aufgezeigt.
Die Produkt, Angebots- oder Leistungspolitik eines Hotelunternehmens: Fokus auf die strategische Gestaltung des Leistungsangebots und die Ebenen des „Produkt Hotel“.
Besonderheiten der Preispolitik im der Hotellerie: Analyse der Preisbildung unter Berücksichtigung von Kosten, Wettbewerb und Nachfrage sowie der Preisdifferenzierung.
Distribution von Hotelleistungen: Dieser Komplex behandelt die verschiedenen Vertriebswege, wie Online-Plattformen, GDS/CRS und die Bedeutung der Kooperationen für den Hotelvertrieb.
Yield-Management: Das Herzstück der Arbeit, das die Techniken zur Ertragssteuerung, Prognosen und die Optimierung der Kapazitätsauslastung detailliert beschreibt.
Dynamic Pricing in der Hotellerie (das Beispiel Accor): Praxisorientierte Betrachtung der dynamischen Preisgestaltung und ihrer Auswirkung auf die Marktakzeptanz.
Yield Management, Revenue Management, Preispolitik, Hotellerie, Distribution, Dynamic Pricing, Hotelvertrieb, Preisdifferenzierung, Kapazitätsauslastung, Marketing-Mix, Reiseveranstalter, GDS, CRS, Online-Buchungssysteme, Kundenmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit modernen Strategien der Preisgestaltung und des Vertriebs in der Hotellerie, mit einem speziellen Fokus auf Yield Management und Dynamic Pricing als Instrumente zur Ertragsoptimierung.
Die zentralen Felder umfassen die Preispolitik, die Distributionswege (insbesondere digitale Kanäle), das Marketing im Hotelbereich sowie die Methoden des Revenue Managements zur Kapazitätssteuerung.
Das Ziel ist es, Hoteliers die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten von Yield Management und Dynamic Pricing näherzubringen, um ihre Betriebsergebnisse nachhaltig zu verbessern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung von Branchenberichten und Studien basiert.
Der Hauptteil analysiert die Besonderheiten des Hotelmarktes, die Rolle von Vertriebspartnern, technische Systeme wie GDS und CRS sowie detaillierte Strategien zur Preisoptimierung, wie z.B. das Nesting-Verfahren oder Überbuchungsstrategien.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Yield Management, Dynamic Pricing, Preisdifferenzierung, Hotelvertrieb und Revenue Management geprägt.
Traditionelle Preisbildung folgt oft starren Saisonmodellen oder Kostenkalkulationen. Yield Management hingegen ist eine dynamische, nachfrageorientierte Steuerung, die Preise je nach Buchungsverhalten und Verfügbarkeit in Echtzeit anpasst.
Ein Hotelzimmer ist ein „verderbliches“ Gut. Ein nicht verkauftes Zimmer ist für den Hotelier ein unwiederbringlich verlorener Umsatz, was eine intelligente Preisstrategie zwingend notwendig macht.
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