Diplomarbeit, 2006
188 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Ziele und ihre Bedeutung
2.1 Begriffsbestimmung: Ziel
2.2 Grundzüge der Handlungsregulationstheorie
2.3 Zielsetzungstheorie
2.3.1 Wirksamkeit von Zielsetzungen
2.3.2 Zielsetzungen mit Gruppen
2.4 Zusammenfassung
3 Führen mit Zielen
3.1 Verbreitung Führen mit Zielen in Deutschland
3.2 Definition Führung
3.3 Führen mit Zielvorgabe vs. Zielvereinbarung
3.4 Vom Harzburger Modell zum Management by Objectives
3.5 Führungsverständnis in der Polizei
3.5.1 Definition Kooperative Führung
3.5.2 Kooperatives Führungssystem
3.6 Aktuelle Entwicklungstendenzen der Führungsforschung
3.6.1 Transaktionale Führung
3.6.2 Transformationale (charismatische) Führung
3.6.3 Empirische Befunde
3.7 Zusammenführung der Konzepte
4 Praxis der Zielvereinbarungsverfahren
4.1 Systematisierung von Zielen
4.1.1 Zieldimensionen
4.1.2 Zielarten
4.1.3 Zielbeziehungen
4.2 Typologien
4.3 Ablauf Zielvereinbarungsverfahren
4.3.1 Phase Zielableitung
4.3.1.1 Zielentwicklungsansätze
4.3.1.2 Das Zielvereinbarungsgespräch
4.3.2 Phase der Zielrealisierung
4.3.3 Phase der Zielerreichungskontrolle
4.4 Zusammenfassung
5 Modernes Management in der Polizei
5.1 Aufbau der Polizei Nordrhein- Westfalen
5.2 Aufbau der untersuchten Kreispolizeibehörde
5.3 Gründe der Modernisierung
5.3.1 Bürokratisches Paradigma
5.3.2 Betriebswirtschaftliches Paradigma
5.4 Das Neue Steuerungsmodell der Polizei in NRW
5.4.1 Zielvereinbarungsverfahren
5.4.2 ZV und Outputsteuerung
5.4.3 ZV und Dezentrale Ressourcenverantwortung
5.4.4 ZV und Budgetierung
5.5 Die Rolle des Controlling
5.6 Zusammenfassung
6 Evaluation von Zielvereinbarungen
6.1 Theoretischer Hintergrund
6.1.1 Definition Evaluation
6.1.2 Unterscheidungsmerkmale von Evaluationen
6.1.3 Evaluationsinstrumente
6.1.3.1 Interviewtechniken
6.1.3.2 Fragebogen
6.1.3.3 Change Explorer
6.2 Praktischer Nutzen
6.2.1 Erfolgskritische Faktoren im Umgang mit Zielvereinbarungen
6.3 Zusammenfassung
7 Fragestellung der Diplomarbeit
7.1 Explorative Forschungsfragen
7.2 Einordnung der Evaluationsstudie
7.2.1 Evaluationsobjekt
7.2.2 Evaluationsort
7.2.3 Zielsetzung der Evaluation
7.2.4 Evaluationsmodell
7.2.5 Evaluator
8 Methode
8.1 Interviews
8.1.1 Stichprobe
8.1.2 Leitfaden
8.1.3 Durchführung
8.1.4 Darstellung der Ergebnisse
8.2 Fragebogen
8.2.1 Stichprobe
8.2.2 Instrument
8.2.3 Durchführung
8.2.4 Darstellung der Ergebnisse
9 Diskussion der Ergebnisse
9.1 Bewertung des ZVV durch die Mitarbeiter der KPB
9.2 Vorhersage der Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem ZVV
9.3 Unterschiede zwischen Führungskräften und Nicht- Führungskräften
9.4 Einschränkung der Methode
10 Empfehlungen für die Praxis und Fazit
Die Diplomarbeit zielt darauf ab, das Zielvereinbarungsverfahren (ZVV) einer Kreispolizeibehörde in NRW zu evaluieren, um Ansatzpunkte für eine stärkere Anpassung an die Erwartungen der Mitarbeiter sowie eine Optimierung der Akzeptanz zu finden.
2.2 Grundzüge der Handlungsregulationstheorie
Nach dem Grundmodell der Handlungsregulationstheorie (Hacker, 1998; Volpert, 1987) ist das bewusst verfolgte Ziel das entscheidende Moment in der Handlungsregulation. Das Ziel als interne Repräsentation intendierter Endzustände des Handelns hat also einen maßgeblichen Einfluss auf eben dieses Handeln (Schmidt & Kleinbeck, 2004). Das Ziel muss vom Handelnden aus anderen potentiell möglichen Zuständen, die ebenfalls durch Handeln erreichbar sind, ausgewählt worden sein. D. h., dass es sich nicht um ein Ziel im Rahmen einer Arbeitstätigkeit handelt, wenn ein Arbeitsergebnis in allen Einzelheiten festgelegt ist (Oesterreich & Volpert, 1987).
Hacker (1998) spricht in diesem Zusammenhang vom Handlungsspielraum einer Arbeitstätigkeit, der durch die Summe an Freiheitsgraden gegeben ist. Die Freiheitsgrade schließen Möglichkeiten zu selbstständigen Entscheidungen ein, die wiederum Voraussetzungen für die Entwicklung selbstständiger Zielsetzungen sind (Hacker, 1998). Bei der Handlungsregulation werden, ausgehend von einem hierarchisch übergeordneten Ziel, absteigend über mehrere Hierarchieebenen Teilziele gebildet, bis die Basiseinheiten an der untersten Ebene unmittelbar als umweltverändernde Bewegungen realisiert werden. Anschließend erfolgt eine stufenweise aufsteigende Kette von Rückmeldungsprozessen (Volpert, 1987).
Zusammen bilden diese Prozesse zyklische Einheiten und sind die Grundelemente menschlichen Handelns (Greif, 1983). Hacker (1998) bezeichnet diese Einheiten als „Vergleichs- Veränderungs- Rückkopplungseinheiten“. Am Anfang einer zyklischen Einheit steht ein Vergleichsvorgang zur Prüfung, inwieweit ein angestrebtes Ziel erreicht ist. Liegt eine Diskrepanz zwischen Ist- und Soll- Zustand vor, folgt ein Veränderungsvorgang, dessen Ergebnis über Rückkopplungsprozesse auf das angestrebte Ziel zurückbezogen wird. Nur über die Erreichung der Teilziele kann das übergeordnete Ziel erreicht werden (Schmidt & Kleinbeck, 2004).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Modernisierungsmaßnahmen bei der Polizei und stellt das Ziel der Arbeit, die Evaluation des Zielvereinbarungsverfahrens, vor.
2 Ziele und ihre Bedeutung: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen von Zielen, insbesondere die Handlungsregulationstheorie und die Zielsetzungstheorie von Locke und Latham.
3 Führen mit Zielen: Hier wird der theoretische Rahmen des Führens mit Zielen diskutiert, inklusive des Wandels von klassischen Modellen wie dem Harzburger Modell zum Management by Objectives.
4 Praxis der Zielvereinbarungsverfahren: Das Kapitel systematisiert Ziele und beschreibt den operativen Ablauf von Zielvereinbarungsverfahren in drei Phasen.
5 Modernes Management in der Polizei: Der Fokus liegt auf der Verwaltungsmodernisierung der Polizei in NRW und dem Neuen Steuerungsmodell (NStM).
6 Evaluation von Zielvereinbarungen: Es werden methodische Ansätze zur Evaluation, wie das Change-Explorer-Instrument, sowie erfolgskritische Faktoren im Umgang mit Zielvereinbarungen diskutiert.
7 Fragestellung der Diplomarbeit: Vorstellung der Forschungsfragen und Einordnung der durchgeführten Evaluationsstudie.
8 Methode: Detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens, bestehend aus Experteninterviews und einer quantitativen Fragebogenuntersuchung.
9 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Analyse der erhobenen Daten hinsichtlich Zufriedenheit und Akzeptanz des ZVV bei den Mitarbeitern.
10 Empfehlungen für die Praxis und Fazit: Zusammenfassende Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Zielvereinbarungsverfahrens in der Kreispolizeibehörde.
Zielvereinbarungsverfahren, Polizei, modernes Management, Handlungsregulationstheorie, Zielsetzungstheorie, Evaluation, Führung, Personalmanagement, Mitarbeiterzufriedenheit, Change Management, Zielorientierung, Verwaltungsmodernisierung.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Evaluation des Zielvereinbarungsverfahrens (ZVV) innerhalb einer Kreispolizeibehörde in Nordrhein-Westfalen vor dem Hintergrund moderner Managementkonzepte.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Zielsetzung, verschiedene Führungsmodelle in der Polizei, die Systematisierung von Zielen in der Verwaltung sowie die praktische Evaluation des ZVV durch Interviews und Befragungen.
Ziel ist es, herauszufinden, wie Mitarbeiter das bestehende ZVV bewerten, welche Faktoren den Erfolg oder Misserfolg des Verfahrens beeinflussen und wie das Verfahren optimiert werden kann.
Die Autorin nutzt ein multimodales Vorgehen: Qualitative Interviews (angelehnt an den "Change Explorer") zur explorativen Erfassung der subjektiven Theorien der Mitarbeiter sowie eine quantitative Fragebogenuntersuchung mit anschließender statistischer Auswertung (SPSS).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Theorie der Zielsetzung, Führen mit Zielen), die Einordnung in den polizeilichen Kontext (Modernisierung der Polizei NRW, NStM) sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Zielvereinbarungsverfahren, polizeiliches Management, Mitarbeiterzufriedenheit, Zielsetzungstheorie, Handlungsregulation und Evaluation.
Das Modell wird kritisiert, weil es zu einem extremen Formalismus führt, bürokratische Strukturen zementiert und nicht flexibel genug auf aktuelle Anforderungen der Verwaltung reagieren kann.
Die Führungskraft hat eine Schlüsselrolle: Sie soll durch kooperatives Verhalten, Transparenz und regelmäßiges Feedback sicherstellen, dass Ziele partizipativ entwickelt werden und die Mitarbeiter ihren Handlungsspielraum nutzen können.
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