Diplomarbeit, 2007
89 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit analysiert Verteilungskonflikte bei innereuropäischen Unternehmensübernahmen im Energiesektor am Beispiel der Übernahme des spanischen Energiekonzerns Endesa durch die deutschen E.on und die spanische Gas Natural. Ziel ist es, die Entstehung, Handhabung und die Ergebnisse solcher Konflikte unter Berücksichtigung der unternehmenspolitischen Konzeptionen zu verstehen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung der Interessenlagen der beteiligten Unternehmen, der Einflussnahme auf die Zielgesellschaft und das Umfeld sowie der Eskalation und Deeskalation des Konfliktes.
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Unternehmensübernahme ein und stellt den theoretischen Bezugsrahmen vor. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Analyse von Verteilungskonflikten bei Unternehmensübernahmen. Dabei werden die Entstehung von Konflikten, die Konflikthandhabung und die möglichen Ergebnisse sowie Konfliktlösungen näher betrachtet. Das dritte Kapitel analysiert den konkreten Fall der Übernahme von Endesa durch E.on und Gas Natural. Dabei werden die Interessenlagen der Unternehmen, die Einflussnahme auf die Zielgesellschaft und das Umfeld sowie die Eskalation des Konfliktes detailliert dargestellt. Das vierte Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Themenfeldern Unternehmensübernahme, Verteilungskonflikt, Energiesektor, Unternehmenspolitik, Konflikthandhabung, Eskalation, Deeskalation und Fallbeispiel E.on / Gas Natural um Endesa.
Ein Verteilungskonflikt entsteht, wenn mehrere Bieter gleichzeitig versuchen, dasselbe Zielunternehmen zu erwerben, und dabei um das Akquisitionsobjekt konkurrieren.
Beide Konzerne verfolgten strategische Interessen zur Markterweiterung im europäischen Energiesektor. E.on wollte seine Position stärken, während Gas Natural nationale Interessen verfolgte.
Die spanische Regierung, die EU-Kommission und die deutsche Regierung waren involviert. Es kam zu einer massiven politischen Umfelddeterminierung, um die Übernahme durch einen ausländischen Bieter zu beeinflussen.
Dies beschreibt die Intensivierung des Bieterkampfes, oft durch immer höhere Gebote, rechtliche Schritte oder öffentliche Kampagnen gegen den Mitbewerber.
Nach einer langen Phase der Eskalation und einer Pattsituation kam es schließlich zu einer Lösung, bei der E.on zurückwich und andere Akteure wie Enel und Acciona eine Rolle übernahmen.
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