Diplomarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1,15
1. Einleitung
1.1 Thematische Relevanz und Zielsetzung
1.2 Persönliche Motivation
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Verhalten
2.1 Wie entsteht Verhalten?
2.1.1 Psychoanalytischer Ansatz
2.1.2 Behavioristischer Ansatz
2.1.3 Kognitiver Ansatz
2.2 Wahrnehmungskontrolltheorie nach Powers
2.3 Kategorisierungen zwischen LehrerInnen und SchülerInnen, die das Verhalten beeinträchtigen
2.3.1 Gegenseitige Einflussnahme und soziale Kategorisierung
2.3.2 Vorurteile
2.3.3 Gegenseitige Kategorisierungen zwischen SchülerInnen und LehrerInnen
3. Disziplinschwierigkeiten in der Schule
3.1 Der Begriff „Disziplin“
3.2 Disziplin in der Schule?
3.2.1 Schulische Disziplin
3.2.2 Disziplinschwierigkeiten
4. Unterrichtsstörungen
4.1 Definition
4.2 Störungssituationen
4.2.1 Disziplinstörungen
4.2.2 Provokationen und Aggressionen
4.2.3 Akustische oder visuelle Dauerstörungen sowie allgemeine Unruhe bzw. Konzentrationsstörungen
4.2.4 Störungen aus dem Außenbereich des Unterrichts
4.2.5 Lernverweigerung, Passivität und Desmotivationen
4.2.6 Neurotisch bedingte Störungen
4.3 Allgemeine Ziele und Ursachen
4.3.1 Ziele und Ursachen
4.3.2 Vermeidung von Unterrichtsstörungen
4.4 Folgen
4.5 Lohmanns Metastrategie für den professionellen Umgang mit Unterrichtsstörungen: „reflektierende PraktikerInnen“
5. Strafe als pädagogische Maßnahme?
5.1 Definition von Strafe
5.2 Strafe als pädagogische Maßnahme?
5.2.1 Rousseaus Prinzip der „natürlichen Strafe“ bzw. pädagogisches Strafen
5.2.2 Das Prinzip „Hilfe statt Strafe“ oder „Strafe zum Zweck der Hilfe“?
5.3 Strafen in der Schule?
5.3.1 Von neuen Grenzen und alten Konsequenzen – die aktuelle Strafpraxis in der Schule
5.3.2 Strafen haben kurze Beine
6. Pädagogische Methoden für den Umgang mit Unterrichtsstörungen
6.1 Methoden nach Winkel
6.1.1 Grundlegende Maßnahmen
6.1.2 Maßnahmen zwischen „Lohn und Strafe“
6.1.3 Kurzfristige Handlungsmöglichkeiten
6.2 Methoden nach Lanig
6.2.1 Friedliche Lösungen für Disziplinkonflikte
6.2.2 Methoden
6.2.3 Projekte
6.2.4 Rituale
6.3 Methoden nach Dreikurs
6.3.1 Spezifische Methoden
6.3.2 Unspezifische Methoden
7. Das Trainingsraum-Modell (TRM)
7.1 Ablauf und Aufbau des Trainingsraum-Modells
7.1.1 Regeln im Klassenzimmer
7.1.2 Ablauf
7.1.3 Einführung des Trainingsraum-Modells
7.1.4 Ermahnung
7.1.5 Trainingsraum (TR)
7.1.6 TrainingsraumlehrerInnen und Gespräche im Trainingsraum
7.1.7 Der Rückkehrplan und die Rückkehr in die Klasse
7.1.8 Formulare
7.1.9 Elterngespräche
7.2 Zielsetzung
7.2.1 Eigenverantwortliches Denken und Handeln
7.2.1.1 Die Verantwortung der SchülerInnen
7.2.1.2 Die Verantwortung der LehrerInnen
7.2.2 Gegenseitiger respektvoller Umgang
7.2.3 Pädagogische Grundsätze im Kontext des TRM
7.2.3.1 Disziplin
7.2.3.2 Gruppenfähigkeit/Fairness
7.2.3.3 Verantwortung
7.2.3.4 Strafe versus Pflicht
7.2.3.5 Gerechtigkeit
7.2.3.6 LehrerInnen als Vorbilder im Sozialverhalten
7.2.3.7 Vertrauen
7.3 Pädagogische Hintergründe
7.3.1 Wahrnehmungskontrolltheorie
7.3.2 Themenzentrierte Interaktion (TZI)
7.3.2.1 Was ist TZI?
7.3.2.2 TZI als Basis des Trainingsraum-Modells
8. Das Trainingsraum-Modell in der Diskussion
8.1 Das Trainingsraum-Modell als Überforderung oder Erleichterung für Lehrkräfte?
8.1.1 Das Trainingsraum-Modell als Überforderung oder Hemmnis für LehrerInnen im Unterrichtsalltag
8.1.2 Das Trainingsraum-Modell als Entlastung für LehrerInnen
8.1.3 Zusammenfassung
8.2 Der Trainingsraum als Strafinstrument oder als Chance für SchülerInnen?
8.2.1 Das Gehen in den Trainingsraum ist für SchülerInnen eine Bestrafung
8.2.2 Das Trainingsraum-Modell bietet SchülerInnen die Möglichkeit, ihr Sozialverhalten zu verbessern
8.2.3 Zusammenfassung
9. Résumée: Das Trainingsraum-Modell – pädagogisch sinnvoller Umgang mit Unterrichtsstörungen?
9.1 Das TRM in Kombination und im Vergleich mit anderen Methoden zum Umgang mit Unterrichtsstörungen
9.2 Fazit
9.3 Ausblick
10. Literaturliste
Die Arbeit untersucht das „Trainingsraum-Modell“ als pädagogische Methode zum Umgang mit Unterrichtsstörungen. Ziel ist es, kritisch zu bewerten, inwiefern dieses Modell einen pädagogisch sinnvollen Umgang mit Störungen ermöglicht, LehrerInnen entlastet und Schülern dabei hilft, ihr Sozialverhalten eigenverantwortlich zu verbessern.
2.3.3 Gegenseitige Kategorisierungen zwischen SchülerInnen und LehrerInnen
Winkel nennt die in der folgenden Tabelle veranschaulichten LehrerInnen-SchülerInnen-Interaktionen bzw. –Typologien: [Tabelle eingefügt]. Die Tabelle zeigt, dass die gegenseitigen Typologisierungen bzw. Kategorisierungen jeweils auf den gleichen Interaktionsmustern beruhen. In der Öffentlichkeit werden jedoch hauptsächlich die Kategorisierungen diskutiert, die LehrerInnen vornehmen. Durch Winkels Betrachtung wird jedoch deutlich, dass SchülerInnen LehrerInnen diesbezüglich „in nichts nachstehen“. Nun betrachte ich die häufig umstrittenere Seite der typologisierenden LehrerInnen genauer, da diese aufgrund der hierarchischen Struktur in der Schule eine größere Auswirkung haben können.
Rosemann/Bielski führen fünf Kategorien an, denen SchülerInnen durch LehrerInnen zugeordnet werden. Diese SchülerInnentypen werden in der folgenden Tabelle aufgeführt, sowie die jeweiligen Verhaltensmuster bzw. typischen Eigenschaften, der Anteil einer SchülerInnen-Kategorie an allen SchülerInnen und eine Einstufung der jeweils zugehörigen SchülerInnen zwischen „gut“ und „schlecht“: [Tabelle eingefügt].
Diese Kategorien und besonders die Tatsache der Einstufung der SchülerInnen zwischen ‚gut’ und ‚schlecht’ wirkt erschreckend, vor allem vor dem Hintergrund, dass eine solche Kategorisierung auch – bewusst oder unbewusst - in die Leistungsbeurteilung einfließen könnte. Deshalb ist es meiner Ansicht nach nötig, dass sich LehrerInnen immer wieder selbst hinterfragen und überprüfen, ob sie SchülerInnen, die sie einer bestimmten Kategorie zugeordnet haben, trotzdem die Chance geben, sich zu verändern. Denn: „Abstempeln heißt entmutigen“, so Ginott. In meinen Augen kann jedoch keiner – weder SchülerIn noch LehrerIn – absolut verhindern, in Kategorien zu denken, denn – wie zuvor schon erwähnt – dies erleichtert auch vieles. Der Mensch ordnet Dinge ein, um die zahlreichen Einflüsse bzw. „Inputs“ seiner (sozialen) Umwelt zu strukturieren und sich so zurecht zu finden. Das Bewusstsein dieser Tatsache ist jedoch der erste Schritt in die richtige Richtung.
1. Einleitung: Diese Arbeit stellt die Relevanz des Themas „gestörter Unterricht“ dar und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Untersuchung.
2. Verhalten: Hier werden verhaltenstheoretische Ansätze beleuchtet, insbesondere die Wahrnehmungskontrolltheorie nach Powers, und gegenseitige Kategorisierungen im Lehr-Lern-Verhältnis analysiert.
3. Disziplinschwierigkeiten in der Schule: Es erfolgt eine Klärung des Disziplinbegriffs und eine Auseinandersetzung mit schulischen Disziplinproblemen sowie notwendigen Ordnungsstrukturen.
4. Unterrichtsstörungen: Dieses Kapitel definiert Unterrichtsstörungen, kategorisiert verschiedene Störungssituationen, analysiert deren Ursachen und Ziele und diskutiert Lohmanns Metastrategie.
5. Strafe als pädagogische Maßnahme?: Nach einer Definition von Strafe wird deren Legitimierung und Wirksamkeit im schulischen Alltag kritisch hinterfragt.
6. Pädagogische Methoden für den Umgang mit Unterrichtsstörungen: Hier werden praktische Konzepte und Erziehungsmittel von Winkel, Lanig und Dreikurs vorgestellt, um LehrerInnen bei Konflikten zu unterstützen.
7. Das Trainingsraum-Modell (TRM): Dieses Kernkapitel beschreibt detailliert den Ablauf, die Zielsetzung und die pädagogischen Hintergründe des Arizona-Programms.
8. Das Trainingsraum-Modell in der Diskussion: Das TRM wird kritisch auf seine Tauglichkeit überprüft, wobei sowohl Entlastungen für Lehrkräfte als auch Chancen für SchülerInnen abgewogen werden.
9. Résumée: Das Trainingsraum-Modell – pädagogisch sinnvoller Umgang mit Unterrichtsstörungen?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des Modells für Schulen.
Trainingsraum-Modell, Unterrichtsstörungen, Disziplin, Pädagogik, SchülerInnen, LehrerInnen, Klassenmanagement, Eigenverantwortlichkeit, Konfliktlösung, Wahrnehmungskontrolltheorie, Schulentwicklung, Reflexion, Erziehungspartnerschaft, Sanktionen, Sozialverhalten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Trainingsraum-Modell (TRM) und untersucht, ob dieses Programm einen pädagogisch sinnvollen Umgang mit Unterrichtsstörungen im schulischen Alltag darstellt.
Zentrale Felder sind die Analyse von Unterrichtsstörungen und Disziplinschwierigkeiten, die Reflexion des Strafbegriffs in der Pädagogik sowie der Vergleich verschiedener Erziehungsmethoden.
Das Ziel ist eine kritische Evaluation des TRM hinsichtlich seiner Wirksamkeit für LehrerInnen (Entlastung) und SchülerInnen (Förderung der Eigenverantwortung), um Empfehlungen für die Schulpraxis abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener pädagogischer Konzepte (z.B. Winkel, Lanig, Dreikurs, Powers) sowie der kritischen Diskussion des Trainingsraum-Modells unter Einbeziehung empirischer Studien und eigener Praxiserfahrungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Verhaltens, Disziplinfragen, die Typologie von Unterrichtsstörungen, eine Diskussion über Strafen sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Diskussion des Trainingsraum-Modells.
Die zentralen Schlagworte umfassen Trainingsraum-Modell, Unterrichtsstörungen, Disziplin, Eigenverantwortlichkeit, pädagogische Maßnahmen und Klassenmanagement.
Die Schulsozialarbeit dient als wichtige Anlaufstelle, um bei komplexen Störungen über das TRM hinaus zu intervenieren und eine fachliche Qualitätssicherung der Gespräche zu gewährleisten.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Modell zwar Chancen bietet, aber auch Elemente enthält, die pädagogisch fragwürdig sind. Eine konsequente Anpassung und individuelle Schulanbindung sind für die Sinnhaftigkeit entscheidend.
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