Bachelorarbeit, 2007
29 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das isoperimetrische Problem
3 Beweis der isoperimetrischen Ungleichung mit dem Steinerschen Viergelenkverfahren
3.1 Biographie von Steiner
3.2 Beweis nach Steiner
4 Beweis der isoperimetrischen Ungleichung mit Fourier-Analysis (nach Hurwitz)
4.1 Biographie von Hurwitz
4.2 Beweis nach Hurwitz
5 Beweis der isoperimetrischen Ungleichung mit Hilfe des Satzes von Stokes (nach Knothe und Gromov)
6 Verallgemeinerung der isoperimetrischen Ungleichung
6.1 Satz: Isoperimetrische Ungleichung für beliebige Dimensionen
6.2 Beweis nach Knothe und Gromov über den Satz von Stokes
7 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit hat zum Ziel, die isoperimetrische Ungleichung umfassend zu erläutern, ihre historische Bedeutung zu beleuchten und einen fundierten Überblick über verschiedene mathematische Beweisverfahren zu geben, die den Kreis als optimale Figur identifizieren.
3.2 Beweis nach Steiner
Bei diesem Beweis ist die Voraussetzung nötig, dass die Kurve γ konvex ist. Konvexität einer ebenen Kurve bedeutet: Die Kurve liegt für alle Punkte ganz auf einer Seite der jeweiligen Tangente (vgl.: [Bär], S.52).
Steiner konstruierte zu jeder ebenen, einfach geschlossenen und nicht kreisförmigen Kurve γ eine neue Kurve γ, mit gleichem Umfang und größerem Flächeninhalt, welche ebenfalls eben und einfach geschlossen ist. Daraus folgt dann, dass γ keine Lösung des „isoperimetrischen Problems“ sein kann.
Nun komme ich zum konkreten Vorgehen von Steiner: Zuerst wählt man auf γ zwei Punkte A und B, so dass die beiden entstehenden Teilbögen gleiche Bogenlänge haben, aber keiner der beiden ein Halbkreis ist. Durch Verbinden von A und B entstehen die Flächeninhalte F1 und F2, wobei ohne Einschränkung gilt F1 ≥ F2 (analog nennt man die zugehörigen Kurven γ1 und γ2). Da γ konvex ist liegt die Verbindung zwischen zwei Punkten immer vollständig im Inneren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Definition der isoperimetrischen Ungleichung ein und beschreibt das historische „Problem der Dido“ als anschauliches Beispiel.
2 Das isoperimetrische Problem: Hier wird das mathematische Optimierungsproblem präzise definiert und die isoperimetrische Ungleichung als Satz formal aufgestellt.
3 Beweis der isoperimetrischen Ungleichung mit dem Steinerschen Viergelenkverfahren: Das Kapitel widmet sich der Biographie von Jakob Steiner und erläutert seinen geometrischen Beweisansatz sowie dessen Lücken bezüglich der Existenzfrage.
4 Beweis der isoperimetrischen Ungleichung mit Fourier-Analysis (nach Hurwitz): Es wird der analytische Beweis von Adolf Hurwitz vorgestellt, der den Umfang und die Fläche einer Kurve mittels Fourier-Reihen darstellt.
5 Beweis der isoperimetrischen Ungleichung mit Hilfe des Satzes von Stokes (nach Knothe und Gromov): Dieses Kapitel führt einen modernen Beweis unter Verwendung des Satzes von Stokes und differenzierbarer Abbildungen ein.
6 Verallgemeinerung der isoperimetrischen Ungleichung: Hier wird der Satz von Knothe und Gromov auf beliebige Dimensionen erweitert und mathematisch hergeleitet.
7 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer vergleichenden Bewertung der vorgestellten Beweismethoden sowie einer Einordnung in den mathematischen Kontext ab.
Isoperimetrische Ungleichung, Fläche, Umfang, Kreis, Steiner-Verfahren, Fourier-Analysis, Hurwitz-Beweis, Knothe-Gromov-Beweis, Satz von Stokes, Konvexität, Optimierungsproblem, Ebene Kurven, Höherdimensionale Räume, Differentialgeometrie.
Die Arbeit befasst sich mit der isoperimetrischen Ungleichung, die besagt, dass unter allen geschlossenen Kurven mit vorgegebenem Umfang der Kreis den größten Flächeninhalt umschließt.
Die zentralen Themen sind die historische Einordnung des Problems sowie die detaillierte Darstellung und der Vergleich klassischer und moderner Beweisverfahren.
Das Ziel ist es, ein tiefgehendes Verständnis der Ungleichung zu vermitteln und einen Überblick über die Vielfalt der mathematischen Beweismethoden zu geben.
Es kommen verschiedene mathematische Methoden zum Einsatz, darunter geometrische Konstruktionen, Analysis mit Fourier-Reihen sowie differentialgeometrische Werkzeuge wie der Satz von Stokes.
Im Hauptteil werden drei spezifische Beweisvarianten detailliert aufgeführt: das Steiner-Verfahren, der Beweis nach Hurwitz und der Ansatz von Knothe und Gromov.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Isoperimetrische Ungleichung, Kreis, Fourier-Analysis, Satz von Stokes und Verallgemeinerung definiert.
Der Beweis von Steiner überzeugt durch seine einfache geometrische Anschauung, lässt jedoch die formale Existenzfrage der Lösung offen.
Dieser Beweis ist deshalb besonders wichtig, da er im Gegensatz zu anderen klassischen Verfahren auf beliebige Dimensionen übertragen werden kann.
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