Diplomarbeit, 2007
103 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. RLT-ANLAGEN
2.1 Einteilung der Luft- und Klimatechnik
2.2 Nutzen und Bedeutung von RLT-Anlagen
2.3 Arten und Systeme der kontrollierten Wohnraumlüftung
2.3.1 Dezentrale Anlagen
2.3.2 Zentrale Anlagen
2.3.3 Wärmetauscher und Wärmepumpe
2.3.4 Wärmerückgewinnungssysteme
2.3.5 Vor- und Nachteile einer kontrollierten Wohnraumlüftung
3. LUFTZUSTÄNDE UND -QUALITÄT
3.1 Luftverunreinigungen
3.1.1 Verunreinigungslast
3.1.2 Behaglichkeitsgleichung der Raumluftqualität
3.2 Luftwechselzahl
3.3 Grenz- und Richtwerte für die Raumluft
3.4 Sick Building Syndrom (SBS) und Building Related Illness (BRI)
4. VDI 6022 - APRIL 2006
4.1 Allgemeines
4.1.1 Geltungs- und Anwendungsbereich - Blatt 1
4.1.2 Zuluftqualität und Vergleichsluft
4.1.3 Physikalische Anforderungen
4.1.4 Luftchemische und mikrobiologische Anforderungen
4.2 Messungen nach VDI 6022 - Blatt 2
4.2.1 Messung der Luft
4.2.2 Messung im Umlaufwasser in Luftbefeuchtern und Nassrückkühlern
4.2.3 Messung der Staubflächendichte/Besenreinheit
4.2.4 Messung an Oberflächen
4.3 Anforderungen bei der Planung und Errichtung
4.4 Anforderungen bei Betrieb und Instandhaltung
4.5 Anforderungen für Wohngebäude
4.6 Unterweisungen nach VDI 6022
4.6.1 Kategorie A
4.6.2 Kategorie B
4.6.3 Kategorie C
4.7 Vergleich zur VDI 6022 - Juli 1998
4.8 Umsetzung durch die Firmen bei Planung und Einbau
5. UMFRAGE ZUR KONTROLLIERTEN WOHNRAUMLÜFTUNG
5.1 Bauherren
5.1.1 Beratung durch die Installationsfirmen
5.1.2 Planung der Anlagen
5.1.3 Inbetriebnahme der Anlagen
5.1.4 Übergabe der Unterlagen
5.1.5 Eigen- und Fremdprüfung der Anlagen
5.1.6 Zufriedenheit der Bauherren
5.2 Installationsfirmen
5.2.1 Jährliche Anlagenanzahl
5.2.2 Übergabe der Betriebsanleitungen und Wartungen
5.2.3 Kenntnis über die VDI 6022
6. BEISPIEL-OBJEKT: UNTERSUCHUNG EINER KWL
6.1 Projektvorstellung
6.2 Ansaugung der Außenluft
6.3 Filter
6.4 Zuluftrohr
6.5 Lüfterrad
6.6 Auslass im Kinderzimmer
6.7 Maßnahmen zur Verbesserung der hygienischen Aspekte
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die Diplomarbeit untersucht die hygienischen Aspekte von kontrollierten Wohnraumlüftungsanlagen unter besonderer Berücksichtigung der VDI-Richtlinie 6022. Ziel ist es, durch theoretische Grundlagen, eine Umfrage bei Anwendern sowie eine praktische mikrobiologische Untersuchung an einer Bestandsanlage aufzuzeigen, wie die Hygiene-Bestimmungen umgesetzt werden und welche gesundheitlichen Risiken durch mangelhafte Anlagenwartung entstehen können.
1 Einleitung
Vor einigen Jahren war die ausreichende Versorgung mit Außenluft durch Fugenundichtigkeiten zwischen den Bauelementen gewährleistet. Im Zuge der Energieeinsparung und durch das Inkrafttreten der „Verordnung über energieeinsparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden“ (Energieeinsparverordnung - EnEV) [2] wurden diese Undichtigkeiten immer mehr reduziert, um Transmissions- und Lüftungswärmeverluste zu reduzieren.
Durch die moderne Bauweise, die immer weniger Wärmebrücken und Fugendurchlässigkeit beinhaltet, kann der benötigte Feuchteabtransport und Luftwechsel nicht mehr gewährleistet werden. Es können sich Feuchteschäden wie Schimmel und ein gesundes Raumklima bilden, das sich negativ auf die Bewohner auswirkt. Ein Zwiespalt zwischen dem Anspruch auf Energieeinsparung und dem Bedürfnis nach Behaglichkeit und Gesundheit entsteht.
Der große Vorteil der Lüftungsanlagen ist, dass man im Gegensatz zur natürlichen Lüftung den Luftwechsel kontrollieren kann. Durch die Wärmerückgewinnung wird der Lüftungswärmebedarf beschränkt und die Energiekosten für die Heizung gesenkt. Darum entschließen sich immer mehr Bauherren für eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.
1 EINLEITUNG: Darstellung des Zielkonflikts zwischen Energieeinsparung durch dichte Bauweisen und der Notwendigkeit einer kontrollierten Wohnraumlüftung zur Sicherstellung der Hygiene.
2 RLT-ANLAGEN: Systematisierung der verschiedenen Arten von Lüftungstechniken und Erläuterung der Funktionen wie Wärmerückgewinnung und Schadstoffabfuhr.
3 LUFTZUSTÄNDE UND -QUALITÄT: Definition von Luftverunreinigungen und Einführung der Maßeinheiten Olf und Dezipol zur Bewertung der empfundenen Luftqualität.
4 VDI 6022 - APRIL 2006: Detaillierte Analyse der Anforderungen an Planung, Errichtung, Betrieb und Wartung von raumlufttechnischen Anlagen gemäß der VDI-Richtlinie 6022.
5 UMFRAGE ZUR KONTROLLIERTEN WOHNRAUMLÜFTUNG: Auswertung einer Befragung zur Zufriedenheit von Bauherren und dem Wissensstand von Installationsfirmen bezüglich Hygienevorschriften.
6 BEISPIEL-OBJEKT: UNTERSUCHUNG EINER KWL: Praktische mikrobiologische Prüfung eines Einfamilienhauses mit Darstellung von Probenahmen und Ergebnissen an diversen Bauteilen.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Bewertung der hygienischen Mängel an der Beispielanlage und Erstellung eines konkreten Wartungsschemas für die Komponenten.
Wohnraumlüftung, VDI 6022, Raumluftqualität, Wärmerückgewinnung, Hygieneinspektion, Mikrobiologie, Schimmelpilz, Lüftungsanlagen, Wartung, Luftwechselzahl, Bauhygiene, Innenraumluft, Abklatschprobe, Schadstoffe, Raumklima.
Die Arbeit untersucht, wie effektiv die Hygienevorgaben der VDI 6022 in der Praxis von kontrollierten Wohnraumlüftungsanlagen umgesetzt werden und ob eine gesundheitlich zuträgliche Atemluft gewährleistet ist.
Neben technischen Grundlagen der Lüftung umfasst die Arbeit die rechtlichen Rahmenbedingungen der VDI 6022, eine Anwenderumfrage sowie eine mikrobiologische Vor-Ort-Analyse.
Es wird der Frage nachgegangen, ob die derzeitige Anlagentechnik hygienische Anforderungen erfüllt und wie Wartungsmaßnahmen optimiert werden können, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.
Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse der VDI-Richtlinien mit einer empirischen Umfrage bei Bauherren und Fachfirmen sowie einer quantitativen mikrobiologischen Fallstudie mittels Abklatschproben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Luftzustände, eine detaillierte Erläuterung der VDI 6022 sowie eine ausführliche Auswertung der erfassten Umfragedaten.
Wesentliche Begriffe sind VDI 6022, kontrollierte Wohnraumlüftung, mikrobiologische Hygiene, Wärmerückgewinnung und Raumluftqualität.
Die mikrobiologische Analyse der Bestandsanlage ergab an mehreren Stellen – wie der Ansaugung und den Filtern – einen unzureichenden Hygienezustand, was auf mangelhafte Wartung und unzureichende Planung hinweist.
Es wird eine regelmäßige, systematische Wartung der Komponenten empfohlen, unterstützt durch ein in der Arbeit erstelltes Hygiene-Checklisten-Schema für Anlagenbetreiber.
Die Umfrage zeigt, dass hygienische Aspekte in der Planungsphase durch Fachfirmen oft vernachlässigt werden, obwohl eine hohe grundsätzliche Zufriedenheit mit dem Raumklima besteht.
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