Bachelorarbeit, 2000
29 Seiten, Note: sehr gut
II. Einleitung
III. Institutionelle Rahmenbedingungen kommunaler Selbstverwaltung
1. Institutionelle Garantie
2. Angelegenheiten der kommunalen Selbstverwaltung
3. Aufgabenarten
4. Staatliche Kommunalaufsicht
5. Die Kommunalverfassungen der Länder
a) Die klassischen Typen der Kommunalverfassung
b) Die Reformen der neunziger Jahre
6. Gemeindeverbände
a) Die Kreise
b) Sonstige Gemeindeverbände
IV. Die finanzielle Einbindung der Gemeinden
1. Garantie der finanziellen Eigenverantwortung
2. Die steuerlichen Einnahmen der Gemeinden
3. Staatliche Finanzzuweisungen
V. Örtliche Rahmenbedingungen kommunaler Politik
VI. Die Nähe als Chance begreifen (Schlussbetrachtung)
Die Arbeit untersucht die Stellung und Einbindung der kommunalen Selbstverwaltung im politischen System der Bundesrepublik Deutschland, wobei der Fokus auf den institutionellen Rahmenbedingungen, der finanziellen Situation und den lokalen Entscheidungsprozessen liegt.
3. Aufgabenarten
Den Gemeinden in der Bundesrepublik kommt neben der Aufgabe, „alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln“, die Verpflichtung zu, als allgemeine untere Verwaltungsinstanz Bundes- und Landesgesetze auszuführen. Somit lässt sich rechtlich zwischen Selbstverwaltungsangelegenheiten der Gemeinden und Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises unterscheiden. Dem unterschiedlichen Rechtscharakter kommunaler Aufgaben entsprechen unterschiedliche Grade kommunalpolitischer Gestaltungsfreiheit.
Allgemein wird bei den Selbstverwaltungsangelegenheiten nach freiwilligen Aufgaben (Theater, Museen, Schwimmbäder u.a.), Pflichtaufgaben sowie Pflichtaufgaben nach Weisung unterschieden. Zum übertragenen Wirkungskreis zählt die Ausführung von Bundes- und Landesgesetzen wie beispielsweise dem Bundessozialhilfegesetz oder dem Ausbildungsförderungsgesetz.
II. Einleitung: Diese Einleitung umreißt die Rolle der Kommunen als „dritte Ebene“ und „Schule der Demokratie“ und setzt das Ziel der Untersuchung, nämlich die Einbindung der Selbstverwaltung in das System der Bundesrepublik unter Berücksichtigung rechtlicher und finanzieller Rahmenbedingungen zu analysieren.
III. Institutionelle Rahmenbedingungen kommunaler Selbstverwaltung: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtliche Garantie der Selbstverwaltung, die Aufgabenarten, die Rolle der Kommunalaufsicht, die verschiedenen Typen der Kommunalverfassung sowie die Struktur der Gemeindeverbände.
IV. Die finanzielle Einbindung der Gemeinden: Hier werden die finanziellen Grundlagen der Kommunen, insbesondere die Garantie der Eigenverantwortung, die Bedeutung der steuerlichen Einnahmen (Gewerbesteuer) sowie die staatlichen Finanzzuweisungen und ihre steuernde Wirkung untersucht.
V. Örtliche Rahmenbedingungen kommunaler Politik: Dieser Teil befasst sich mit der Entscheidungspraxis auf kommunaler Ebene, dem Zusammenspiel von Rat und Verwaltung sowie der Rolle lokaler Akteure wie Parteien, Vereinen und Medien.
VI. Die Nähe als Chance begreifen (Schlussbetrachtung): Die Schlussbetrachtung resümiert, dass trotz der engen finanziellen und rechtlichen Einbindung kommunaler Autonomie die Nähe zur Bevölkerung eine Chance für mehr Effizienz und Modernisierung birgt, sofern den Kommunen ausreichend Gestaltungsspielräume verbleiben.
Kommunale Selbstverwaltung, Grundgesetz, Kommunalverfassung, Aufgabenarten, Finanzverfassung, Gewerbesteuer, Finanzausgleich, Kommunalpolitik, Rat und Verwaltung, Direktwahl, lokale Demokratie, Verwaltungsstruktur, Staatsaufsicht, Gebietsreform, Kommunalverband.
Die Arbeit analysiert die institutionelle und finanzielle Einbindung der kommunalen Selbstverwaltung in das politische System der Bundesrepublik Deutschland.
Die zentralen Felder sind die verfassungsrechtliche Garantie der Selbstverwaltung, die Aufgabenverteilung zwischen verschiedenen staatlichen Ebenen, die kommunalen Finanzbeziehungen sowie die lokalen politischen Entscheidungsprozesse.
Das Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen dem verfassungsrechtlich garantierten Selbstverwaltungsrecht und der tatsächlichen Abhängigkeit der Kommunen durch Gesetze, Aufsicht und Finanzvorgaben zu untersuchen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der einschlägigen rechtswissenschaftlichen und politikwissenschaftlichen Fachliteratur sowie auf eine Auswertung von Grundgesetztexten, Gemeindeordnungen und aktuellen Statistiken.
Der Hauptteil behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Verwaltungsorganisation, die verschiedenen Typen der Kommunalverfassungen sowie die finanzielle Abhängigkeit der Kommunen von Gewerbesteuern und staatlichen Zuweisungen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem kommunale Autonomie, Finanzausgleich, duale Aufgabenteilung und die Rolle des direkt gewählten Bürgermeisters.
Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie maßgeblich den Grad der kommunalpolitischen Gestaltungsfreiheit beeinflusst; bei übertragenen Aufgaben agiert die Kommune primär als ausführendes Organ des Staates.
Finanzzuweisungen, insbesondere zweckgebundene Mittel, können laut der Arbeit dazu führen, dass die Prioritätensetzung innerhalb der Gemeinde verzerrt wird, da sie als „goldener Zügel“ das Handeln der Kommunen lenken können.
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